Wissenschaftsregion Rostock lockt Talente aus der ganzen Welt: Yang Li erforscht die Veredlung organischer Moleküle

(PresseBox) (Rostock, ) Rostock, Albert Einstein Straße 29a. Im "Leibniz-Institut für Katalyse e.V. an der Universität Rostock" (LIKAT) trifft sich die Welt. Hier forschen unter anderem 77 junge Wissenschaftler, die beispielsweise in Schweden, Dänemark, Russland, Irak, Indien, Kamerun, Syrien, China, Mexiko, USA oder Kanada zu Hause sind. Themenleiter Dr. Helfried Neumann sagt: "Wir haben die ganze Welt zu Gast". Schmunzelnd fügt er an: "Ohne, dass ich groß rumreisen muss, fühle ich mich als Weltbürger". Dadurch beherrscht er die englische Sprache auch so perfekt. Er fachsimpelt mit der 33-jährigen Chinesin Dr. Yang Li. Sie kommt aus einem kleinen Dorf nahe der Eine-Million-Stadt Xianyang. Dort hat die Wissenschaftlerin Chemie studiert und promoviert. Seit 2. Januar 2012 arbeitet sie nun in Rostock. Der erste Eindruck der jungen Frau: "Rostock ist eine sehr schöne Stadt, in der man gut forschen kann".

Aufmerksam auf den Wissenschaftsstandort wurde Yang Li in Peking durch einen "beeindruckenden Vortrag", wie sie sagt, von Professor Matthias Beller, dem Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse und Chemieprofessor der Universität Rostock. Seitdem ist sie begeistert von seinem fachlichen Wissen und Forschergeist, mit dem er weltweit nicht nur junge Wissenschaftler, sondern die ganze wissenschaftliche Community beeindruckt. Beispielsweise haben die Forscher unter Bellers Regie eine wegweisende neue Technologie zur Wasserstoffgewinnung und -speicherung entwickelt. Mithilfe eines Eisenkatalysators ist es gelungen, auf bislang einzigartig einfache und effiziente Weise, Wasserstoff aus Ameisensäure freizusetzen. Ein sehr vielversprechender Forschungsansatz, um einen Beitrag zur Lösung der Energieprobleme der Zukunft leisten zu können.

Yang Li hatte sich auf Empfehlung von Matthias Beller für ein Humboldt-Forschungsstipendium beworben und es erhalten. Eineinhalb Jahre wird sie in Rostock bleiben und forschen. Hier beschäftigt sie sich mit der Veredlung von organischen Molekülen. Auf diesem Gebiet sind immer wieder neue Erkenntnisse von der Pharmaindustrie gefragt, die sie für die Arzneimittel- und Feinchemikalienherstellung benötigt. Ob die junge Chinesin zwischendurch nach Hause fährt, will sie von ihren Forschungsergebnissen abhängig machen. "Die Chinesen sind besonders ehrgeizig, was das ergebnisorientierte Forschen angeht", sagt Helfried Neumann. Matthias Beller und seinen Wissenschaftlern, darunter die jungen ausländischen PostDocs, gelingt es auf beeindruckende Weise, ihre Forschungsergebnisse in international renommierten Zeitschriften zu veröffentlichen. Das ist ein Gütesiegel für die erfolgreiche Arbeit des Rostocker Leibniz-Institutes und der Universität Rostock und Anreiz für weitere junge Forscher und Gäste aus aller Welt.

Jedes Jahr kommen fünf neue Humboldt-Stipendiaten oder Preisträger der Humboldt-Stiftung nach Rostock. Dass die Humboldtianer in der Wissenschaftsregion Rostock mit ihrer Universität, den vier Leibniz-Instituten, zwei Fraunhofer-Standorten, einem Max-Planck-Institut und dem Thünen-Institut für Ostseefischerei die besten Voraussetzungen für die Umsetzung ihrer Projekte sehen, sagt auch etwas über die Qualität der Forschung aus. Institutsdirektor Matthias Beller sieht die Arbeit mit jungen ausländischen Wissenschaftlern so: "Insbesondere die Vielfalt des Wissens aber auch die anderen Blickwinkel auf Forschung und Wissenschaft sind eine große Bereicherung für uns."

Beller hat allein im letzten Jahr Vorträge in Großbritannien, der Schweiz, in Belgien, China, Schweden, Italien, Österreich und natürlich den USA gehalten. Der Leibniz-Preisträger von 2006 gilt in der Welt als bescheidener Wissenschaftler mit großen Visionen und im Institut als Motivator und Chef, der aus jedem das Beste "herauskitzelt".

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