Universität Rostock mit Kompetenznetzwerk "PHÄNOMICS" führend in der Forschung zur Tiergesundheit - Millionenförderung durch den Bund

(PresseBox) (Rostock, ) Rostocker Tierforscher steigen in die Champions-League der Wissenschaft auf. Das Kompetenznetz PHÄNOMICS, das durch das Institut für Nutztierwissenschaften und Technologie an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock koordiniert wird, ist eins von vier Clustern, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt bis zu 40 Millionen Euro fördert. "Ein schöner Erfolg", sagte Prof. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock.

Diese Initiative hat die dauerhafte Etablierung eines Forschungsnetzes der Nutztierwissenschaften an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät (AUF) der Universität Rostock im engen Verbund mit den außeruniversitären regionalen Partnern Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems und Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere Dummerstorf zur nachhaltigen Sicherung von Gesundheit und Wohlbefinden der Nutztiere zum Ziel. Das Kompetenznetz wird verstärkt durch führende nationale und internationale veterinärmedizinische, agrarwissenschaftliche und biomathematische Arbeitsgruppen aus sechs deutschen Universitäten.

Der Koordinator dieses Forschungsclusters, Prof. Dr. Manfred Schwerin (AUF), hebt hervor: "Die zukünftige Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs wird zwingend die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere als maßgebliches Leitbild der Produktion erfordern, um die notwendige Verknüpfung von Tierschutz und gesundheitlichen Verbraucherschutz zu gewährleisten. Dazu wird PHÄNOMICS wichtige wissenschaftliche Grundlagen liefern. Die praktische Umsetzung der Ergebnisse wird durch die Einbindung der deutschen Schweine- und Rinderzuchtunternehmen in die Projektbearbeitung von Anbeginn sichergestellt."

PHÄNOMICS hat das Ziel, die molekularen Mechanismen im Zusammenhang von Tiergesundheit und Wohlbefinden bei den Nutztieren Rind und Schwein aufzuklären. Dies soll durch die Verknüpfung von modernen Methoden der Biotechnologie mit der Verhaltensforschung gelingen. Das bessere Verständnis der Zusammenhänge zwischen Genen und Verhalten der Tiere kann dazu beitragen, die Tierhaltung zu verbessern und das Leistungspotenzial der Nutztiere zu steigern. Die neuen Eigenschaften fließen in Zuchtprogramme ein und bilden eine wichtige Voraussetzung für eine tiergerechte, ressourcen- und ökoeffiziente Erzeugung von Nahrungsmitteln. Damit trägt das Netzwerk zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tierzucht sowie der Verbraucherakzeptanz bei.

Von bundesweit 27 eingereichten Strategiekonzepten sind in zwei Auswahlrunden die besten vier Agrarcluster unter Koordination der Universitäten Bonn, Kiel, Rostock und der Technischen Universität München ausgewählt worden. Darüber hinaus soll der deutsche Gartenbau durch Bündelung der wissenschaftlichen Kompetenzen unter Koordination der Universität Hannover unterstützt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte damit den Aufbau von international wettbewerbsfähigen, exzellenten Kompetenznetzen in der Agrarforschung fördern. Ihre Forschungsergebnisse sollen die Tiergesundheit erhöhen, die Pflanzen- und Tierzüchtung optimieren, die Erzeugung und Verarbeitung von Milch verbessern sowie die landwirtschaftliche Produktion durch den Einsatz moderner Analyse-Verfahren ressourcenschonend steigern.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.