Studierende aus dem Iran für Master-Abschluss an der Universität Rostock

(PresseBox) (Rostock, ) Die Universität Rostock ermöglicht iranischen Studierenden, einen wichtigen Abschnitt ihrer akademischen Laufbahn in Rostock zu absolvieren. Sechs junge Frauen und vier junge Männer sind im Juli in der Hansestadt eingetroffen, um ihre Masterarbeiten an der ältesten Universität im Ostseeraum zu schreiben. Vor allem Frauen aus dem Iran erhalten dadurch die seltene Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Entwicklung international zu gestalten. Diese Forschungsaufenthalte werden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. "Dieses Programm ist ein wichtiger Bestandteil der weiteren Internationalisierung der Universität Rostock", sagte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck.

Anders als in Deutschland, wo technische Fachgebiete noch überwiegend männlich dominiert sind, ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen im Iran ausgeglichen. In der islamischen Republik sind teilweise sogar mehr Frauen (bis zu 60 Prozent) in ingenieurwissenschaftlichen Bereichen eingeschrieben als Männer. Dieses große Potenzial soll für die Universität Rostock genutzt werden, indem an ausgewählte Studierende mit besonders guten Leistungen Stipendien für ein halbes Jahr vergeben werden. Während dieser Zeit fertigen die Studierenden ihre Masterarbeiten (M.Sc.) an. Dabei werden die Studierenden jeweils durch einen Betreuer aus dem Iran und von der Universität Rostock unterstützt. Die Themen der Arbeiten ergeben sich aus den Schwerpunkten der beiden kooperierenden Fakultäten School of Computer and Electrical Engineering (Universität Teheran) und der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik (Universität Rostock). Besonders gute Absolventen sollen später auch die Möglichkeit erhalten, ihre Doktorarbeiten in Rostock zu schreiben. "Wir erwarten eine fruchtbare Kooperation zwischen beiden Institutionen und einen weiterführenden interkulturellen Austausch. Das Projekt liefert mit seiner Gestaltung in Form, Organisation und Ablauf auch einen innovativen Beitrag zur Internationalisierung der Universität Rostock", sagte der Initiator des Programms Prof. Dr. Djamshid Tavangarian.

Das Programm wird neben dem fachlichen Austausch außerdem von weiteren gesellschaftlichen, sozialen und interkulturellen Maßnahmen begleitet. Es trägt somit auch dazu bei, die jeweils andere Kultur besser zu reflektieren. "Es geht nicht nur darum, die fachlichen Kompetenzen und Ergebnisse der Studierenden zu fördern, sondern auch um die spezifischen Geschlechterrollen im Fach Informatik", so der Kommunikationswissenschaftler Mario Donick, der die iranischen Studierenden an der Universität Rostock betreut. Das Projekt befasst sich daher auch mit Gender-Fragestellungen und untersucht Rollenbilder und Kommunikationsformen weiblicher Forscherinnen mit islamischem Hintergrund in technischen Fachgebieten.

Die feierliche Eröffnung des Programms findet im Herbst 2010 mit einer öffentlichen Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion statt. Bereits am 2. August werden die diesjährigen Teilnehmer im Rahmen eines gemeinsamen Grillens an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik begrüßt. Interessierte Journalisten sind dazu herzlich eingeladen.

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