Spitzenforscher kooperieren: Vertrag zwischen Universität Rostock und Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

(PresseBox) (Rostock, ) Heute wurde in Rostock ein Kooperationsvertrag zwischen der Universität Rostock und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover geschlossen. Ziel des Vertrages ist die Ergänzung der Lehrangebote, die mit dem jeweils eigenen wissenschaftlichen Personal nicht möglich wären. Neueste Forschungsergebnisse beider Hochschulen sollen in die Lehrangebote in Rostock und Hannover einfließen.

Die Kooperation zwischen der Universität Rostock und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) gründet sich auf eine gewachsene transdisziplinäre Zusammenarbeit auf Projekt- und Personenebene, die sich unter anderem in der hervorragenden Zusammenarbeit innerhalb des Sonderforschungsbereichs Transregio 37 zu Mikro- und Nanosystemen in der Medizin dokumentiert. Beteiligt sind daran die Universitäten Rostock, Aachen und Hannover (TiHo, Leibniz Universität Hannover, Medizinische Hochschule Hannover).

Im Rahmen der bestehenden Kooperation lassen sich die Forschungsschwerpunkte der beteiligten Institute sinnvoll durch die Kompetenzen des Kooperationspartners ergänzen. Schon jetzt gibt es im Rahmen des Transregio 37 einen regen Austausch an Mitarbeitern zwischen den universitären Einrichtungen. Durch die Lehrtätigkeit von Prof. Dr. Rudolf Guthoff (Universitäts-Augenklinik Rostock) an der TiHo und die Einbindung von Prof.Dr. Ingo Nolte (TiHo, Klinik für Kleintiere) in die Lehrtätigkeit an der Universität Rostock kommt es nun auch auf Hochschullehrerebene zu einem transdisziplinären Austausch in der studentischen und postgradualen Ausbildung.

Prof. Guthoff entwickelt unter anderem neuartige Therapieansätze zur Glaukombehandlung sowie neuartige Bild gebende mikroskopische Techniken zur Visualisierung oberflächennaher Gewebestrukturen am lebenden Organismus. Der Forschungsschwerpunkt von Prof. Nolte liegt in der Onkologie des Hundes und der Entwicklung neuartiger Therapieansätze bei Krebserkrankungen des Menschen unter Nutzung der Forschungsergebnisse beim Hund. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Biomedizintechnik. "Der Austausch dieser beiden exzellenten Wissenschaftler zeigt beispielhaft die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen zwei ausgewiesenen Universitäten innerhalb des Norddeutschen Verbundes in Forschung und Lehre", sagte der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck. "Durch den vorliegenden Kooperationsvertrag soll die bestehende gute Zusammenarbeit zwischen beiden Universitäten in eine neue Dimension der Partnerschaft gehoben werden - als Grundlage für die gemeinsame Entwicklung hoch-innovativer Projekte", sagte TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif.

"Ich sehe in der Zusammenarbeit von zwei universitären Einrichtungen in zwei norddeutschen Bundesländern eine große Chance, sich in Deutschland und Europa gemeinsam in der Wissenschaftswelt zu behaupten", begrüßte Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommerns die Kooperation.

Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur sagte: "Ich bin mir sicher, dass diese Zusammenarbeit ein weiteres Beispiel dafür sein wird, wie wichtig Kooperationen im Wissenschaftsbetrieb sind. Hier sind alle Voraussetzungen für erfolgreiches gemeinsames Forschen gegeben."

Die Universität Rostock hat sich in den letzten Jahren insbesondere auf dem Ge-biet der Regenerativen Medizin einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Das Rosto-cker Kompetenzzentrum für Biomaterialien ist eines von fünf deutschen Kompe-tenzzentren auf diesem Gebiet und versammelt die jeweilige Expertise der Ingeni-eurwissenschaften und der Medizin für den Forschungsschwerpunkt der Regenerativen Medizin. In einem Sonderforschungsbereich "Tissue Imaging mit Photonenintervention" soll die bewährte Zusammenarbeit zwischen der Universität Rostock und der TiHo ausgebaut und weiter intensiviert werden.

Klinische Forschung zählt zu den Forschungsschwerpunkten an der TiHo. Durch die enge Verzahnung von Dienstleistung und Forschung können klinischen Erfahrungen direkt in die Entwicklung von Problemlösungen und Verfahrensansätzen unterschiedlicher Erkrankungen von Tieren einfließen. Die Hochschule ist an den drei Sonderforschungsbereichen "Pathobiologie der intestinalen Mukosa", "Immunreaktionen der Lunge bei Infektion und Allergie" sowie "Zukunftsfähige bio-resorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werk-stoffen" beteiligt und ist Mitglied im Excellenzcluster Rebirth der Deutschen For-schungsgemeinschaft.

Zur Geschichte beider Einrichtungen

Sowohl die Universität Rostock als auch die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover blicken auf weitreichende Historie zurück. Die TiHo wurde 1778 als Roßarzney-Schule durch Georg III. gegründet. Sie ist damit eine der ältesten tier-ärztlichen Bildungsstätten in Europa und die älteste noch bestehende eigenständige in Deutschland. Im Jahr 1887 wurde die "Königliche Tierarzneischule" durch Ka-binettsorder zur Hochschule erhoben.
Im Laufe ihres über 225-jährigen Bestehens hat die TiHo sich zu einer bedeutenden wissenschaftlichen Institution entwickelt, deren sechs Kliniken, 18 Institute, drei Fachgebiete und ein An-Institut an zwei Standorten in Hannover untergebracht sind.

Die Universität Rostock (UR) wurde 1419 von den Herzögen Johann IV. und Albrecht V. von Mecklenburg und dem Rat der Hansestadt Rostock als erste Universität in Norddeutschland gegründet. Sie ist die drittälteste Hochschule in Deutschland und die älteste Universität im Ostseeraum.

Anlässlich der 500-Jahrfeier der UR am 12. November 1919 erhielten Albert Einstein und Max Planck die Ehrendoktorwürde. Die Rostocker Alma Mater war die weltweit erste, die dem späteren Nobelpreisträger Einstein diese Ehre erwies. Im Wintersemester 2008/09 sind 14.470 Studenten immatrikuliert und 348 Professorenstellen vorhanden. Die Mehrheit der 70 Studiengänge in zehn Fakultäten wird mit Master- und Bachelorabschlüssen angeboten. Mit den drei Profillinien Life, Light & Matter (Leben, Licht & Materie), Maritime Systems (Maritime Systeme) und Aging Sciences and Humanities (Erfolgreich Altern) praktiziert die UR eine verstärkte interdiszipli-näre Ausrichtung.

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