Gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Kultur hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Mittwochabend die Jubiläumsausstellung "Erleuchtung der Welt. Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften" in Leipzig eröffnet

(PresseBox) (Leipzig, ) Gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Kultur hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Mittwochabend die Jubiläumsausstellung "Erleuchtung der Welt. Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften" in Leipzig eröffnet. Als Schirmherr der Schau zum 600-jährigen Bestehen der Universität Leipzig würdigte er deren Funktion als Impulsgeberin der Aufklärung. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Leipzig, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Stadt Leipzig.

Dr. Eva-Maria Stange, Wissenschaftsministerin und Vorsitzende des Kuratoriums der Ausstellung, erklärte: "Die Jubiläumsausstellung unterstreicht die besondere Rolle der Universität Leipzig als Motor der Wissenschaft und der gesellschaftlichen Entwicklung in Mitteldeutschland und weit darüber hinaus. Die älteste Universität in Sachsen leistete vom späten Mittelalter bis heute einen bedeutenden Beitrag zur Herausbildung der modernen Wissenschaften. Die Jubiläumsausstellung ist ein beeindruckender Querschnitt durch die Wissenschaftsentwicklung der Jahrhunderte am Standort Leipzig."

Tillich würdigte in seiner Eröffnungsrede die Rolle der Universität Leipzig in der Zeit der Aufklärung. Dabei betonte er, wie wichtig es sei, dieses bisher weitgehend unbeachtete Kapitel deutscher und europäischer Wissenschaftsgeschichte endlich wieder zugänglich zu machen. Tillich sagte: "Die Aufklärung in Deutschland begann in Leipzig. Die Verdienste der Bürgerstadt und ihrer Universität in dieser Zeit können nicht hoch genug gelobt werden. Die Verzahnung miteinander hat den Boden für die Entwicklung der Geistes- und Naturwissenschaften in Deutschland und Europa bereitet. Leipzig und seine Universität sind herausragend für die gesamte Wissenschaftsgeschichte."

Alma mater Lipsiensis im Mittelpunkt europäischer Wissenschaft

Heute ist die Universität Leipzig die zweitälteste Universität Deutschlands. Bereits im Zeitalter der Aufklärung stand sie im Mittelpunkt deutscher und europäischer Wissenschaft. Damals war Sachsen sogar eines der bedeutendsten Zentren europäischer Bildung. "Was kaum einer weiß: Die Aufklärung in Deutschland begann in Sachsen", erklärte Projektleiter und Kustos PD Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen. Wissenschaftler aller Disziplinen brachen von hier aus in neue geistige Welten auf. In Naturwissenschaft, Philosophie, Medizin und Jurisprudenz glänzte Leipzig mit Exzellenz. Nicht nur die erste Tageszeitung der Welt - auch sie ist in der Ausstellung zu sehen - wurde in Leipzig gedruckt.

Außerdem wurden dort der erste Lehrstuhl für Arabistik an einer deutschen Universität eingerichtet sowie die Gerichtsmedizin etabliert. Leipzig wurde zum Impulsgeber einer ganzen Epoche. Die Auswirkungen reichten von Mitteldeutschland bis in alle heutigen Bundesländer. Dafür sprechen nicht zuletzt die Namen berühmter Lehrer und Absolventen der Leipziger Universität wie Goethe, Gottsched, Lessing und Leibniz. Mit ihren Erkenntnissen erleuchteten sie die Welt."Die Ausstellung betrachtet die Universität aber nicht isoliert, sondern im Kontext von Land und Stadt", ergänzte Prof. Dr. Dr. Detlef Döring, Leiter des wissenschaftlichen Beirats der Ausstellung. Und weiter: "Das in der Messestadt lebende kaufmännische Bürgertum war in einmaliger Weise den Wissenschaften, aber auch den Künsten gegenüber aufgeschlossen und förderte sie in jeder Hinsicht. Diese für Deutschland einmaligen Rahmenbedingungen ermöglichten es, dass Leipzig zu einem Ort der Erleuchtung der Welt werden konnte."

Rektor dankt Freistaat für finanzielle Unterstützung

Illustriert und zugänglich gemacht werden jene Erkenntnisse mit 680 kostbaren und selten gezeigten Exponaten. Sie stammen aus internationalen Sammlungen. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat Sachsen in Höhe von rund zwei Millionen Euro konnten sie nach Leipzig geholt werden. Der Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser, bedankte sich für dieses Engagement. Häuser sagte: "Ich danke dem Ministerpräsidenten, dass er die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen hat, und auch dafür, dass der Freistaat die nicht geringe Finanzierung sicher gestellt hat." Bei der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, bedankte sich Häuser für ihre Mitarbeit im Ausstellungsbeirat: "Ich danke Frau Stange nicht nur, dass sie dem Ausstellungsbeirat vorgesessen hat, sondern auch dafür, dass sie mit ihren Nachfragen und Anregungen aktiv gestaltend mitgewirkt hat."

Für jeden Geschmack ist etwas dabei

"Viele kluge Köpfe, die zwischen dem 17. und beginnenden 19. Jahrhundert die Geistes- und Naturwissenschaften revolutioniert haben, waren Gelehrte der Universität Leipzig. Mit ihren Erkenntnissen erleuchteten sie die Welt
- und so erklärt sich der Titel unserer Ausstellung", erklärte Kuratorin Dr. Cecilie Hollberg. Da jede der 30 Abteilungen mit kurzen Einführungstexten vorgestellt werde, sei kein größeres Vorwissen nötig.

Die Ausstellung ist vom morgigen Donnerstag an bis 6. Dezember im Stadtgeschichtlichen Museum im Alten Rathaus zu sehen. Pressefotos zum honorarfreien Abdruck (Beleg erbeten) finden Sie unter: http://www.uni-leipzig.de/foto/download/erleuchtung-der-welt/

Ausstellungsort:

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Altes Rathaus
Markt 1
04109 Leipzig

Öffnungszeiten: Di. bis So. 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintrittspreise:
Eintritt 6,00 Euro, Ermäßigt 4,00 Euro
Schüler und Kinder bis 16 Jahre frei
Gruppen 4,00 Euro (ab 12 Personen/pro Person)

Audioguide: Hörführung durch die Ausstellung in Deutsch und Englisch

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.