Uni Kassel: "TUM Research Excellence Award" an Wirtschaftsinformatik-Professor Jan Marco Leimeister verliehen

(PresseBox) (Kassel, ) Der Kasseler Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Marco Leimeister hat den "TUM-Research Excellence Award" der Peter-Pribilla-Stiftung erhalten. Der mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis wurde heute im Rahmen der Jahrestagung der European Academy of Management (EURAM 2010) in Rom verliehen. Die Auszeichnung, die in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobt wurde, soll Nachwuchswissenschaftlerinnen und "wissenschaftler ehren, die eine exzellente Arbeit zu den Themen "Innovation und Leadership" vorgelegt haben. Den Preis hat Prof. Leimeister für die Summe seiner Arbeiten zum Thema Innovation und Leadership mit dem Schwerpunkt "Leveraging Crowdsourcing - ITsupported Innovation Approaches" erhalten.

Eine international besetzte Fachjury hatte die Preisträger ausgewählt. Die Jury bestand aus John Bessant (Exeter University & Imperial College London), Hans-Jörg Bullinger (Fraunhofer- Gesellschaft), dem Vizepräsidenten der TU München, Peter Gritzmann, Eric von Hippel (Massachusetts Institute of Technology), Anne Sigismund Huff (University of Colorado), Peter McKiernan (University of St. Andrews, EURAM-Präsident), Kathrin M. Moeslein (Universität Erlangen-Nürnberg) und Ralf Reichwald (TU München). Siehe auch http://www.pribilla-stiftung.de/dt/pribilla.html.

Leimeister ist seit 2008 an der Universität Kassel Professor für Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Er forscht über Gestaltung, Einführung und Management von ITgestützten Organisationsformen und Innovationen. Hierbei geht es um die Erklärung und Analyse der Realität sowie die Gestaltung von Innovationen. Ziel der Forschung ist es, Theorien, Methoden, Modelle oder Werkzeuge zur Gestaltung von innovativen Informations- und Geschäftssystemen zu entwickeln. Eine zentrale Rolle spielen dabei ITbasierte Innovationen, die sozial akzeptabel, technisch stabil und ökonomisch sinnvoll sind.

Ein Beispiel ist das Forschungsprojekt Mobil50+. Das Projekt "Innovative ITbasierte Dienstleistungskonzepte für mobiles Leben und Aktivität mit 50+", gefördert vom BMBF, unterstützt die Entwicklung, Vermarktung und Nutzung von bedarfsgerechten Dienstleistungen für die Generation 50 plus mittels innovativer, mobiler Technologien wie der so genannten Near Field Communication (NFC). Ziel ist es, Dienstleister in die Lage zu versetzen, neue, bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln, den Absatz von Dienstleistungen zu stärken und effizient zu gestalten. Bei NFC werden zwei Geräte aneinander gehalten, die daraufhin drahtlos Daten austauschen. Mit Hilfe dieser Technik ist es beispielsweise möglich, Handys zum Bezahlen an einer Kasse oder einem Terminal einzusetzen.

Das Handelsblatt sieht Jan Marco Leimeister auf Platz 40 der forschungsstärksten BWL- Professoren auf Basis der Publikationsleistung der letzten fünf Jahre sowie auf Platz 20 der publikationsstärksten Forscher unter 40 Jahren.

Leimeister ist Direktor des Forschungszentrums für Informationstechnikgestaltung ITeG der Universität Kassel. Als Zweitmitglied im Fachbereich Informatik leitet er u. a. Forschungsgruppen zu Service Engineering & Collaboration Engineering, Mobile / Ubiquitous Computing und eHealth und verantwortet diverse bundes-, landes- und industriefinanzierte Projekte, so z. B. VENUS (Gestaltung technischsozialer Vernetzung in situativen ubiquitären Systemen, gefördert im Rahmen der Hessischen Exzellenzinitiative), GENIE (Gemeinschaftsgestützte Innovationsentwicklung für Softwareunternehmen, gefördert vom BMBF), Mobil50+. Außerdem ist er am Munich Competence Center eHealth (MCCeH) und am SFB 768 Zyklenmanagement von Innovationsprozessen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Teilprojektleiter beteiligt.

Leimeister hat in der Vergangenheit auch in der Lehre Auszeichnungen erhalten: So wurde der Kasseler Wirtschaftsinformatiker Ende 2009 mit dem Hessischem Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre ausgezeichnet. Den Beweis, dass Lehre auch bei hohen Teilnehmerzahlen den individuellen Bedürfnissen der Studierenden gerecht werden kann, hat das Projekt BISEBS am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel erbracht.

Das Preisgeld betrug 50.000 Euro. Der Preis wird vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgelobt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.