Tiroltag beim Europäischen Forum Alpach: Entwurf und Wirklichkeit

(PresseBox) (Innsbruck, ) Während der Tiroltag in den letzten Jahren inhaltlich jeweils einem Forschungsschwerpunkt beziehungsweise einer Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck gewidmet war, orientiert er sich 2010 am Generalthema des diesjährigen Europäischen Forums Alpbach: "Entwurf und Wirklichkeit"

Unter dem Titel "Politik und Universität: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit" werden am Vormittag des diesjährigen Tiroltages am 22. August die Erwartungen der (Tiroler) Universitäten an die Politik - und umgekehrt der Politik an die Universitäten - mit der Wirklichkeit des Universitätsalltages kontrastiert. In Impulsreferaten werden Rektor Karlheinz Töchterle (Universität Innsbruck), Rektor Walter August Lorenz (Freie Universität Bozen) und Präsident Werner Stuflesser (Europäische Akademie Bozen) auf die Rolle der Wissenschaftspolitik in der Region sowie auf die Anforderungen an den Wissenschaftsstandort eingehen, bevor die Landeshauptmänner Günther Platter und Luis Durnwalder in Kurzreferaten die Sicht der Politik darstellen. "Ich hoffe, dass wir mit unseren Kurzvorträgen deutlich machen können, was die regionale Politik antreiben könnte, sich verstärkt um ihre Universitäten zu bemühen und freue mich schon auf eine für beide Seiten bereichernde Diskussion", erklärt Rektor Karlheinz Töchterle

Sicht der Einzeldisziplinen

Am Nachmittag wird das Spannungsfeld "Entwurf und Wirklichkeit" aus Sicht verschiedener universitärer Einzeldisziplinen beleuchtet. So werden beispielsweise der Experimentalphysiker Rudolf Grimm (Universität Innsbruck) auf die Bedeutung der Grundlagenforschung eingehen, die Informatikerin Gabriella Dodero (Freie Universität Bozen) neue Perspektiven für das Lernen im 21. Jahrhundert vorstellen und Ulrike Tappeiner vom Institut für Ökologie an der Universität Innsbruck die Konstruktion der Landschaft zwischen Realität und Fiktion erörtern. Albert Zink von der Europäischen Akademie Bozen setzt sich in seinem Referat mit der modernen Mumienforschung am Beispiel Ötzi auseinander und der Erziehungswissenschaftler Theo Hug (Universität Innsbruck) beschäftigt sich mit dem Phantom Wirklichkeit und Konstruktivistische Perspektiven. Ivo Hajnal vom Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck wird die Zusammenhänge von Sprache, Denken und Wirklichkeit erörtern bevor der Theologe Józef Niewiadomski (Universität Innsbruck) abschließend über das Selbstverständnis des entwerfenden Wesens Mensch referiert.

Ein Fenster in die Universität

Der Tiroltag ist der offizielle Start des Europäischen Forums Alpbach und wird nun bereits zum sechsten Mal vom Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck, Prof. Tilmann Märk, in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol und dem Kuratorium des Forums Alpbach organisiert. "Seit 2005 haben wir die Möglichkeit, unsere wissenschaftliche Leistungsfähigkeit im Rahmen der Eröffnung des weit über die Grenzen hinaus bekannten Forums Alpbach zu präsentieren. Eine Chance, die für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellt", betont VR Tilmann Märk die Bedeutung der Veranstaltung.

Der Fokus der wissenschaftlichen Vorträge wechselt jährlich. Bisher wurden die herausragenden Forschungsleistungen der Physik an der Universität Innsbruck (2005), die Standortstärke im Bereich der Biowissenschaften, gemeinsam mit der Medizinischen Universität und der UMIT (2006), die gesellschaftliche Relevanz der renommierten Forschungsaktivitäten der Philosophisch-Historischen Fakultät, insbesondere auch im Hinblick auf die Tiroler Geschichte (2007) und die Forschungsleistungen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten (2008) sowie der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät (2009) beleuchtet.

Die Einladung sowie das detaillierte Programm finden Sie unter: http://orawww.uibk.ac.at/public/uprod/gen_public.vag_download?id_in=615

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