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Neue Konzepte zur Produktionsentwicklung - Die Einstein Stiftung Berlin fördert das Forschungsvorhaben "Rethinking Prototyping" der Hybrid Plattform von TU Berlin und UdK Berlin

(PresseBox) (Berlin, ) Die Einstein Stiftung Berlin fördert das Forschungsvorhaben "Rethinking Prototyping - neue hybride Konzepte zum Prototypen" im Rahmen der Hybrid Plattform der Universität der Künste Berlin und der Technischen Universität Berlin. Gestalterinnen, Gestalter sowie Ingenieurinnen und Ingenieure beider Universitäten forschen hierbei gemeinsam an der Produktionsentwicklung der Zukunft.


Wer vor zwanzig Jahren ein Auto kaufte, suchte sich einen Serienwagen aus, der ihm einigermaßen gefiel. Wer sich heute einen Neuwagen zulegen will, wählt aus dutzenden Sitzpolstern, Scheiben und Airbags, die in Zukunft möglicherweise vom User selbst gestaltet und im rapid-manufacturing Prozess hergestellt werden können. Neue technologische Errungenschaften ermöglichen die Verknüpfung physischer Objekte mit virtuellen und realen Dienstleistungen. Es werden uns mehr und mehr Produkte angeboten, die sich fortwährend unseren Bedürfnissen anpassen und von uns mitgestaltet werden - ein Auto wird damit zu einem sogenannten "hybriden Leistungsbündel", bei dem Sach- und Dienstleistungen im Sinne einer "gezielten Transport- bzw. Erlebnisleistung" verschmelzen. Im Projekt "Rethinking Prototyping" untersuchen Berliner Gestalterinnen, Gestalter und Ingenieure, welche Anforderungen die Entwicklung von hybriden Produkten an sie stellt, und ob der Prototyp im Zeitalter des Rapid-Manufacturing noch eine Daseinsberechtigung hat und welche erweiterte bzw. geänderte Rolle zukünftig ein Prototyp einzunehmen hat. Die Einstein Stiftung Berlin unterstützt das gemeinsame Projekt der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) als "Einstein Forschungsvorhaben".

Initiiert wurde das Projekt im Rahmen der Hybrid Plattform von Prof. Dr. Ing. Christoph Gengnagel (Konstruktives Entwerfen und Tragwerksplanung, UdK Berlin) und Prof. Dr. Ing. Rainer Stark (Industrielle Informationstechnik, TU Berlin). An der Forschungskooperation beteiligen sich mehrere Institute der Fakultät Gestaltung an der UdK Berlin und der Fakultäten Verkehrs- und Maschinensysteme sowie Elektronik und Informatik an der TU Berlin. Darüber hinaus sind die Deutsche Telekom Laboratories und das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik eingebunden.

"Die Kollisionen zwischen den unterschiedlichen Denkkulturen sollen auch für eine neue Definition des Begriffs des Prototypen produktiv gemacht werden", erläutert Christoph Gengnagel. "Am Begriff des Prototypens kristallisieren sich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Entwurfs- und Entwicklungsprozesse in den einzelnen Fachgebieten", sagte Rainer Stark. "Die gemeinsame Forschungsarbeit innerhalb der Hybrid Plattform und in Kooperation mit der Kreativwirtschaft ermöglicht ein bisher nicht dagewesenes Innovationspotential."

Im Mittelpunkt von "Rethinking Prototyping" steht das Konzept des Prototypen, dem Urbild einer Produktionsreihe. Er war bisher ein zentrales Element in gestalterischen und technischen Prozessen. Aus dem Spannungsfeld der verschiedenen wissenschaftlichen und gestalterischen Fachgebiete und ihrer Perspektiven heraus werden in gemischten Forschergruppen neue Herangehensweisen an Prototypen erprobt und erforscht. Das Projekt wird am 15. September 2012 starten.

Mit dem Programm "Einstein-Forschungsvorhaben" unterstützt die Einstein Stiftung Berlin international herausragende Kooperationsprojekte der Berliner Universitäten und der Charité. Der Schwerpunkt liegt dabei auf wagemutigen, hochinnovativen Vorhaben. Die Hybrid Plattform initiiert seit März 2011 transdisziplinäre und multiperspektivische Projekte auf dem Campus Charlottenburg mit Beteiligten aus beiden Universitäten, anderen Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen. Für die Hybrid Plattform ist die Förderzusage der Einstein Stiftung Berlin ein erstes Zeichen des Erfolges der Kooperation beider Universitäten und des hybriden Ansatzes als zukunftsweisendes Modell bei der Untersuchung und Beantwortung neuer Fragestellungen des 21. Jahrhunderts.

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