"Lesen ist schlau!": Start des Projekts für Risikoleser an vier Bremer Schulen

(PresseBox) (Bremen, ) 25 Prozent der 15jährigen Schüler und Schülerinnen in Bremen haben massive Probleme mit dem sinnentnehmenden Lesen, so die Ergebnisse der PISA-Studien. Sie gelten als so genannte "Risikoleser/innen" - und haben damit kaum Chancen auf einen erfolgreichen Schulabschluss. Ihnen wird in Bremen jetzt mit einem Leseförderungsprojekt geholfen: "Unter dem Titel Lesen ist schlau!" ist soeben das Angebot für die 8. Jahrgangsstufe an vier Bremer Schulen gestartet worden.Es wurde von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft in Leben gerufen und wird von der Universität Bremen (Fachbereiche Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Erziehungs- und Bildungswissenschaften) unter Leitung von Professorin Yasemin Karakasoglu sowie dem Bremer Landesinstitut für Schule umgesetzt und evaluiert.

Sinnentnehmendes Lesen ist die Grundvoraussetzung für alles Lernen in der Schule, in der Berufsausbildung und schließlich auch für das Bestehen im Beruf. Auch wer am gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Gesellschaft außerhalb der Schule teilnehmen will, muss lesen können. Um den so genannten "Risikoleser/innen" dabei zu helfen, wurde das das Projekt "Lesen ist schlau!" zunächst in einer halbjährigen Pilotphase am Schulzentrum Sebaldsbrück ausprobiert - und das erfolgreich, weshalb es nun auf drei weitere Schulenausgeweitet wurde.

Strategien für ein besseres Lesen

In dem Projekt lernen die Jugendlichen in gezielten und Leselust steigernden Trainingseinheiten Strategien für besseres Lesen. Sie setzten sich dabei genau mit den Fachtexten auseinander, die ihnen beim Lernen in den verschiedenen Schulfächern Probleme bereiten. Damit soll das Projekt entscheidend dazu beitragen, dass sich die schulischen Leistungen der Schüler und damit ihr Schulabschluss verbessern.

Die Besonderheit des Bremer Projektes, das auf den guten Ideen von zwei Modellprojekten in Hamburg (das Projekt "Leseförderung für Risikoleser" der Zeit-Stiftung) und Schleswig-Holstein ("Niemanden zurücklassen") aufbaut, hat nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Lehrer und das zukünftige Lehrpersonal der Schulen im Blick. Damit setzt es auf eine nachhaltige Kompetenzsteigerung von Schule im Umgang mit "Risikolesern". In Bremen werden Lehramtsstudierende im Rahmen ihrer universitären Ausbildung speziell für die Leseförderung im Projekt ausgebildet. Sie unterstützen die Lehrer und Lehrerinnen bei der Förderung der Schüler/innen im und außerhalb des Fachunterrichts. Das Landesinstitut für Schüle bildet parallel dazu die beteiligten Lehrkräfte zum Thema Leseförderung bei Risikolesern fort. Das Projekt startete jetzt an den Bremer Schulen Oberschule an der Helgolander Straße, Wilhelm-Olbers-Schule, Wilhelm-Kaisen-Oberschule und Schulzentrum Sebaldsbrück. Die Projektpartner hoffen, dass es bald auf weitere Schulen ausgeweitet werden kann.

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