Für mehr Frauen in der Forschung: plan m Mentoring ist "Good Practice"

EU-Projekt "Gendera" wählt plan m Mentoring der Uni Bremen zum "Good Practice"-Beispiel

(PresseBox) (Bremen, ) Die Europäische Union will dem aktuellen Mangel an Forscherinnen in Führungspositionen europäischer Forschungseinrichtungen entgegenwirken und zeichnet vorbildliche Projekte aus. Ein Projekt wird an der Universität Bremen realisiert. "Gendera" - "Gender Debate in the European Research Area" - hat jetzt plan m Mentoring als "Good Practice"-Maßnahme ausgezeichnet. Die Leiterin des Steinbeis-Europa-Zentrums, dem Deutschen "Gendera"-Projektpartner, Dr.-Ing. Petra Püchner erklärt: "Wir haben Maßnahmen gesucht, die erfolgreich funktionieren und nachhaltige Ergebnisse zeigen. Es war uns wichtig, dass sie leicht übertragbar sind, damit sie Inspiration für andere Forschungseinrichtungen sein können. plan m erfüllt diese Kriterien."

Das Projekt "Gendera" wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms gefördert. Beteiligt sind acht europäische Länder und Israel. Ziel von "Gendera" ist, entscheidend zur Geschlechtergerechtigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung und damit zur Innovationsfähigkeit des europäischen Forschungs- und Wirtschaftsraums beizutragen. "Weil hoch qualifizierte Forscherinnen das Berufsfeld Wissenschaft häufig für eine berufliche Alternative verlassen, geht unseren Forschungseinrichtungen dieses Potenzial verloren. Im Wettbewerb um die besten und klügsten Köpfe können wir uns das nicht leisten", sagt Dr.-Ing. Püchner.

Die Arbeitsstelle Chancengleichheit der Universität Bremen bietet plan m Mentoring seit 2004 an. Bereits das erste Programm für Natur- und Technikwissenschaftlerinnen, das bis 2006 lief, hat die Entscheidung der damaligen Mentees für eine Wissenschaftskarriere nachhaltig bestärkt. Das hat eine Evaluation drei Jahre nach Abschluss des Programms deutlich gezeigt. "Obwohl an unserer Universität mehr Frauen ein Studium abschließen als Männer, ist schon bei den Promotionen das Verhältnis umgekehrt. Mit jeder weiteren Karrierestufe nimmt dann die Unterrepräsentanz der Frauen zu", erläutert Susanne Abeld, plan m Programm-Managerin, die Notwendigkeit geschlechtergerechter Personalentwicklung. "Wir tragen dazu bei, diesem "Leaky Pipeline" genannten Phänomen entgegenzuwirken."

Plan m Mentoring und 60 weitere Maßnahmen aus den acht europäischen "Gendera"-Partnerländern und Israel stellt die von den "Gendera"-Projektpartnern aufgebaute "Good Practice Database" vor. Die durchsuchbare Datenbank steht online unter http://www.gendera.eu.zur Verfügung. Auf ihrem Weg zu mehr Chancengleichheit in europäischen Forschungseinrichtungen haben die "Gendera"-Projektpartner mit der Datenbank den ersten Schritt getan. In neun nationalen Task-Forces diskutieren Expertinnen und Experten zukünftige Aktivitäten, während die Projekte aus der Datenbank als Anregung gedacht sind für Einrichtungen, die ihr geschlechtergerechtes Engagement verstärken wollen. Das Projekt "Gendera" startete in diesem Jahr und läuft noch bis 2012.

Über plan m Mentoring in Science

Plan m Mentoring-Programme richten sich an Promovendinnen, Postdoktorandinnen und Habilitandinnen der Universität Bremen und ihren angegliederten Forschungseinrichtungen. Ein plan m Programm läuft in der Regel über 18 Monate und besteht aus vier Modulen: Oneto-One-Mentoring, Networking, Peergroup der Mentees und einem Seminarprogramm. Die Teilnehmerinnenzahl ist auf maximal zwölf Mentees begrenzt. Die laufenden Programme an der Universität sowie an Graduate Schools, Exzellenzclustern und Sonderforschungsbereichen sind im Dachverbund "plan m Mentoring in Science" zusammengefasst. Dem Dachverbund steht ein wissenschaftlicher Beirat zur Seite. Institutionell verankert ist das Mentoring an der Arbeitsstelle Chancengleichheit der Universität Bremen. Die Arbeitsstelle ist Stabsstelle des Kanzlers und beschäftigt derzeit sechs Mitarbeiterinnen.

Über das Steinbeis-Europa-Zentrum

Seit 1990 unterstützt das Steinbeis-Europa-Zentrum kleine und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Baden-Württemberg bei der Durchführung grenzüberschreitender Projekte in Forschung, Entwicklung sowie bei bilateralen Technologiekooperationen in Europa mit dem Ausland. Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist Teil des europäischen Netzwerks Enterprise Europe Network. Aufgabe des Netzwerks ist es, insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) dabei zu helfen, ihre Technologien in anderen Ländern zu verbreiten und von ausländischen Technologien zu profitieren. Von 1995 bis 2008 agierte es als Innovation Relay Centre im Auftrag der Europäischen Kommission.

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