Bremer Sozialwissenschaftler erhält Preis für Rechtssoziologie

Dr. Thomas Dietz wechselt im Herbst von der Uni Bremen an die Uni Oxford

(PresseBox) (Bremen, ) Für den besten rechtssoziologischen Fachaufsatz im Jahr 2009 erhält der Bremer Sozialwissenschaftler Dr. Thomas Dietz den erstmals vergebenen Wolfgang-Kaupen Preis der Sektion Rechtssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Ausgezeichnet wird der Beitrag "Relationale Verträge und Reputationsnetzwerke im internationalen Handel", der in der Zeitschrift für Rechtssoziologie (Heft 2:2009) veröffentlicht worden ist. Der Sektionsvorstand kürte den Aufsatz aufgrund seiner innovativen Kombination von empirischer und theoretischer Rechtssoziologie. So beziehe Dietz sorgfältig analysierte Experteninterviews auf neuere Theorien zur Vertrauensbildung und Rechtssicherheit in globalen Märkten und bewege sich zudem in einem hoch aktuellen und relevanten Themenfeld. Insgesamt 13 Zeitschriften waren zur Nominierung von Kandidaten berechtigt, darunter so bekannte Organe wie die Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, die Kritische Justiz, der Leviathan, die Politische Vierteljahresschrift und die Soziale Welt. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Dr. Thomas Dietz ist Mitarbeiter von Professor Gralf-Peter Calliess im Forschungsprojekt "Rechtssicherheit und Gerechtigkeit in globalen Austauschprozessen" am Sonderforschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel" der Universität Bremen. Er wurde vom Fachbereich Rechtswissenschaft aufgrund seiner Dissertationsschrift zum Thema "Institutionen und Globalisierung" im September 2009 mit der Note summa cum laude promoviert.

Im Herbst wechselt Thomas Dietz im Rahmen des "Anglo-German State of the State Fellowship Programme" an die Universität Oxford. Er wird dann zwischen Law und Political Science Department seine in Bremen angefertigte Monographie über "Institutionen und Globalisierung. Eine empirische Untersuchung grenzüberschreitender Softwareentwicklungsverträge" (Mohr Siebeck 2010; im Erscheinen) in einer englischen Fassung neu schreiben und sie um einige Fallstudien ergänzen. Damit wird das von der VolkswagenStiftung mit einer Million Euro geförderte Postdoktorandenprogramm der Universitäten Bremen, Oxford und Göttingen mit Leben erfüllt. Denn hinter dem Programm steckt die Idee, deutschen und internationalen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die über die Transformation des Staates arbeiten, an der Universität Oxford die Möglichkeit zu eröffnen, ihre schon fertig gestellte Dissertation innerhalb von zwei Jahren zu einem "guten" englischen Buch weiterzuentwickeln.

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