Bundespräsident beruft Katharina Kohse-Höinghaus in den Wissenschaftsrat

Bielefelder Chemikerin neu im Beratungsgremium der Regierung

(PresseBox) (Bielefeld, ) Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus ist vom Bundespräsidenten für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen worden und nimmt ihre Arbeit am 1. Februar auf. Der Wissenschaftsrat ist eines der wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremien in Deutschland. Er berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Berufen werden Persönlichkeiten, die wissenschaftliche Exzellenz mit wissenschaftspolitischer Kompetenz und Erfahrung verbinden. Kohse-Höinghaus ist seit 1994 Universitätsprofessorin für Physikalische Chemie an der Universität Bielefeld. Sie gehört der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina an und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz für ihre Initiative der "teutolab"-Mitmachlabore ausgezeichnet.

Der Rektor der Universität Bielefeld, Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, gratuliert Kohse- Höinghaus: "Über die Berufung von Professorin Kohse-Höinghaus freue ich mich sehr! Ihre Aufnahme in den Wissenschaftsrat ist eine verdiente Auszeichnung für außerordentliche Forschungsleistungen und großes wissenschaftspolitisches Engagement."

Katharina Kohse-Höinghaus, 1951 geboren, studierte an der Ruhr-Universität Bochum Chemie und promovierte dort im Jahr 1978. Nach Aufenthalten beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart, beim Department of Mechanical Engineering der Stanford Universität, USA, sowie im Molecular Physics Laboratory des SRI International (ausgegründetes Forschungsinstitut der Stanford Universität) folgte 1992 die Habilitation. Seit 1994 ist sie Professorin für Physikalische Chemie an der Universität Bielefeld, von 2001 bis 2003 war sie dort Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Für ihr Engagement beim Projekt "teutolab" verlieh ihr der damalige Bundespräsident Horst Köhler 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2008 wurde sie in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina berufen.

Kohse-Höinghaus ist Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und verschiedener weiterer Wissenschaftsorganisationen - 2007 wurde sie als erste Frau zur Präsidentin der traditionsreichen Deutschen Bunsen-Gesellschaft gewählt - sowie Mitglied im Hochschulrat der Universität Bielefeld. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Physikalischen Diagnostik reagierender Systeme. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Verbrennung.

Der Wissenschaftsrat

Der Wissenschaftsrat ist eines der wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremien in Deutschland. Er berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in allen Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs. Daneben gehört es zu seinen Aufgaben, zur Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland im nationalen und europäischen Wissenschaftssystem beizutragen. Träger des Wissenschaftsrates, der 1957 gegründet wurde, sind die Regierungen des Bundes und der sechzehn Länder. Das Gremium besteht aus zwei Kommissionen, der Verwaltungskommission mit 22 Mitgliedern und der Wissenschaftlichen Kommission. Die Wissenschaftliche Kommission hat 32 Mitglieder. Sie werden vom Bundespräsidenten berufen: 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK,) der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) sowie 8 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf gemeinsamen Vorschlag der Bundesregierung und der Landesregierungen.

Von der Universität Bielefeld gehörten diesem Gremium der ehemalige Rektor der Universität Professor Dr. Karl-Peter Grotemeyer (1968-1972) sowie die Professoren Jochen A. Frowein (1972-1975), Eike von Savigny (1975-1980), Thomas Christaller (1998-2004) und Alfred Pühler (1999-2005) an.

Weitere Informationen im Internet:
www.wissenschaftsrat.de

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