Gute Grundlagen, klares Profil

Absolventen der FAN sind fit für die Zukunft

(PresseBox) (Bayreuth, ) Insgesamt 93 Absolventen erwarben im Studienjahr 2009/2010 einen Abschluss oder einen akademischen Titel an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften (FAN) der Universität Bayreuth. 50 von ihnen nahmen am vergangenen Samstag an einem Festakt der FAN teil - Dekan Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann und Studiendekan Professor Dr.-Ing. Gerhard Fischerauer würdigten dabei die Leistungen der Absolventen ausdrücklich.

Sie sind Bachelor im Fach Engineering Science oder Master Automotive Components Engineering and Mechatronics. Sie dürfen sich Diplom-Ingenieur der Materialwissenschaft oder Umwelt- und Bioingenieurwissenschaft nennen. Sie haben eine Promotion geschafft, führen jetzt den Titel Dr.-Ing. oder haben das Staatsexamen Metalltechnik erfolgreich abgelegt. Damit, so Brüggemann und Fischerauer, hätten die FAN-Absolventen eine sehr gute Grundlage für ihr Berufsleben und für weiteres lebenslanges Lernen gelegt. Bereits jetzt ist mehr als die Hälfte von ihnen in Unternehmen beschäftigt. Andere setzen ihre wissenschaftliche Laufbahn fort.

Zwei der 93 Absolventen wurden bei dem Festakt besondere Auszeichnungen zuteil. Den Preis des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) verlieh Dr. Wolfgang Grond an Diplom- Ingenieurin Katharina Morawietz. Sie hatte bereits während ihres Studiums mit hoher Leistungsbereitschaft und Bestnoten auf sich aufmerksam gemacht. Ihr Diplom erwarb sie mit dem seltenen Prädikat "Mit Auszeichnung". Der Leiter der Bayreuther Zweigestelle des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), Karl Fleischer, zeichnete weiterhin Matthias Braunersreuther aus. Der Ingenieur aus dem Bereich Umwelt- und Bioingenieurwissenschaft beschäftigte sich in seiner Diplom- Arbeit in Kooperation mit einem regionalen Industrieunternehmen mit der Optimierung dezentraler Windkraftanlagen und erhielt dafür die Gesamtnote "sehr gut". Inzwischen arbeitet Braunersreuther an der Technischen Universität München an seiner Dissertation. Den in diesem Jahr erstmals vergebenen Preis für studentisches Engagement überreichte der Vorsitzende des Vereins der Absolventen der FAN (VAFAN), Markus Dimmling, an Philipp Kaiser.

In seiner Ansprache brachte Dekan Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sowohl die Zahl der Absolventen, als auch die der Studienanfänger an der FAN seit Jahren ansteigt. Die angehenden Wirtschaftsingenieure eingerechnet, bringe es die einst auf 200 Studienanfänger ausgelegte FAN aktuell auf 270 Erstsemester. Die Fakultät und die gesamte Universität stünde vor dem Hintergrund des im kommenden Jahr anstehenden doppelten Abiturjahrgangs vor "gewaltigen organisatorischen Herausforderungen", so Brüggemann weiter. Er bezweifele, dass die Universität bereits in jedem Punkt optimal vorbereitet sei - "aber wir werden die Situation bewältigen".

Studiendekan Professor Dr. Gerhard Fischerauer widersprach der immer wieder vertretenen These vom allgemeinen Ingenieurmangel. Bei genauerem Hinsehen erweise sich dieser Mangel eher als Schwierigkeit bei der Besetzung von Stellen. Unternehmen erwarteten inzwischen von ihren Mitarbeitern, dass diese vom ersten Tag an produktiv seien. "Es fehlen also nicht Ingenieure, es fehlen exakt passende Ingenieure." Zudem seien Ingenieure in vielen anderen Bereichen einsetzbar, würden also zum Teil Karrierewege außerhalb des unmittelbaren Ingenieurwesens einschlagen. Und: "Ingenieure werden fehlverwendet", so Fischerauer weiter. "Sie erledigen die Aufgaben von Sekretärinnen, Technikern und Programmieren gleich mit." Unternehmen sähen Ingenieure nicht mehr als Teil ihrer wertvollen Substanz, sondern als variablen Kostenfaktor.

Fischerauer sprach sich für ein Ingenieurstudium aus, das fundiertes fachlich-technisches Wissen als Basis der späteren beruflichen Tätigkeit vermittele. "Ingenieurwissenschaftler können sich theoretische Wissenslücken auf Dauer nicht erlauben", so der Studiendekan. "Denn das Gegenteil von theoretisch ist eben nicht praktisch, sondern unpraktisch." Das Konzept der FAN, in den ersten Semestern Grundlagen und gegen Studienende profilorientierte Kompetenzen zu vermitteln, entspreche zugleich den grundlegenden wie den aktuellen Anforderungen an ein Ingenieurstudium.

In ihren Reflexionen zeichneten die beiden Absolventinnen Katharina Morawietz und Constanze Feistkorn ein differenziertes Bild der FAN. Die Fakultät biete nach wie vor Diplom-Studiengänge an und sei doch eine der ersten gewesen, die den Bachelor einführten. Damit beweise sie die Bereitschaft, Neues zu probieren und zugleich Bewährtes zu bewahren. Die Kleinheit der FAN sei Vorteil und Nachteil zugleich. Zudem stellten die beiden Absolventinnen die Frage: "Hat sich das System durch die Einführung von Studienbeiträgen verbessert?" Die Studierenden der FAN hätten sich zuletzt jedenfalls zu 97 Prozent für ein Absenken der Studienbeiträge auf 300 Euro ausgesprochen - "bekanntlich ohne Erfolg."

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