Bayreuther Afrikaforschung als Vorbild

Hochrangige Gäste aus der südwestfranzösischen Region Aquitanien informierten sich über den Afrikaschwerpunkt der Universität Bayreuth

(PresseBox) (Bayreuth, ) Bayreuth (UBT). Wenn es um exzellente Forschung und Lehre über Afrika geht, blickt man auch in Frankreich mit wachsendem Interesse nach Bayreuth. Eine hochrangige Delegation aus der Region Aquitanien besuchte daher gestern die Stadt und die Universität.

Der aktuelle Anlass: Im Südwesten Frankreichs werden derzeit die Weichen für eine Neustrukturierung der Hochschullandschaft gestellt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Afrikaforschung, die an der Universität Bordeaux in fachlicher und organisatorischer Hinsicht neu aufgestellt werden soll. Seit längerem schon gibt es gute Kooperationsbeziehungen zwischen den beiden Universitäten. Der Präsident des Regionalrats von Aquitanien, Alain Rousset, wollte sich deshalb persönlich ein Bild davon machen, wie in Bayreuth über Afrika geforscht und gelehrt wird. Aus dem Kreis seiner Mitarbeiter waren Thibault Richebois, Abteilungsleiter für Forschung und Höhere Bildung, und Caroline Marie, Beraterin für Europa und Internationales, mit nach Bayreuth gekommen.

Keine andere Universität in Deutschland hat eine solche Vielfalt von Fächern, die sich gemeinsam der Erforschung des afrikanischen Kontinents widmen. Und die Bayreuther internationale Graduiertenschule BIGSAS ist ein Vorreiter bei der Zusammenarbeit mit Afrika in der Doktorandenausbildung.

Grund genug also für die französischen Gäste, die Entwicklungen in Bayreuth aus erster Hand kennenlernen und dabei auch von ihnen lernen zu wollen.

Viele Fragen richteten sich auf die Struktur und die Arbeitsweise des Instituts für Afrikastudien (IAS). Diese zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität bündelt seit mehr als drei Jahrzehnten eine Vielzahl von Aktivitäten in Forschung, Lehre und internationalem Austausch. Für die Universität Bordeaux, das wurde während der Gespräche deutlich, ist das IAS in wissenschaftlicher wie in organisatorischer Hinsicht ein Vorbild für eigene, neu zu entwickelnde Strukturen.

Teilnehmer der Delegation waren auch Professor René Otayek, Direktor des Zentrums für Afrikastudien (CEAN) an der Universität Bordeaux, sowie Professor Alain Ricard, der dort den Lehrstuhl für afrikanische Literaturen innehat. Aufgrund langjähriger Kontakte ist Ricard mit der Universität Bayreuth bestens vertraut, erst während des Sommersemesters 2010 war der Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung Gast von Professorin Ute Fendler am Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik. Die beiden Afrika-Experten aus Frankreich zeigten sich beeindruckt von den innovativen Ansätzen der Bayreuther Afrikaforschung. Vor allem die intensive partnerschaftliche Zusammenarbeit mit afrikanischen Universitäten stieß auf starkes Interesse. Das Bayreuther Motto "Forschung über Afrika - gemeinsam mit Afrika" wird auch von den französischen Nachbarn als zukunftsweisend wahrgenommen.

Die Gäste aus Aquitanien erwartete in Bayreuth ein dichtes Besuchsprogramm. Professor Bernhard Herz, Vizepräsident der Universität Bayreuth für Internationale Angelegenheiten, begrüßte sie zunächst im Senatssaal der Universität. Anschließend wurde die Delegation von der Vizepräsidentin von Oberfranken, Petra Platzgummer- Martin, in der Regierung von Oberfranken und von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl im Rathaus empfangen.

Ein Besuch im Iwalewa-Haus und ein anschließendes Abendessen boten dann die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Vertretern der Bayreuther Afrikaforschung.

Professor Achim von Oppen, Direktor des IAS, seine Vertreterin Professorin Ute Vendler, Professor Dymitr Ibriszimow, Sprecher der BIGSAS, und Dr. Ulf Vierke, Direktor des Iwalewa-Hauses, berichteten dabei über neue Projekte in Forschung und Lehre. Im Gespräch mit afrikanischen Doktoranden konnten sich die Gäste aus erster Hand über die Promotionsausbildung an der BIGSAS informieren.

Beide Seiten waren sich einig, die vielversprechenden Kontakte zwischen der Universität Bayreuth und der Region Aquitanien weiterzuführen wollen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Universität Bordeaux soll ausgebaut und vertieft werden.

Info: Die Region Aquitanien umfasst fünf Départments im Südwesten Frankreichs und hat insgesamt rund 3,2 Mio. Einwohner.

Verwaltungssitz ist Bordeaux.

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