Zeitzeugengespräch mit Abba Naor

Der Überlebende des Ghettos in Kauna und der Konzentrationslager Stutthof und Dachau ist am 18. November Gast an der Universität Augsburg

(PresseBox) (Augsburg, ) Eingeladen vom Lehrstuhl für Pädagogik kommt am 18. November 2010 der Holocaust-Überlebende Abba Naor aus Israel zu einem Zeitzeugengespräch an die Universität Augsburg. Ab 17.30 Uhr wird er im Raum 2118a der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Universitätsstraße 10, Gebäude D) über seine Erfahrungen im Ghetto von Kaunas, im KZ Stutthof sowie in den Außenlagern Utting und Kaufering I des KZ Dachau berichten.

"Es gibt keine Kollektivschuld, aber eine Kollektivverantwortung", davon ist Abba Naor überzeugt. 1928 im litauischen Kaunas geboren, erlebt er, wie dort nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, auch Nachbarn zu Feinden werden. Er wird mit seiner Familie ins Ghetto zwangsumgesiedelt. Die Kindheit ist abrupt vorbei: "Das war meine erste frontale Begegnung mit dem Tod". Im Jahr 1944 wird er in das KZ Stutthof deportiert, von dort aus kommt er in das KZ Dachau, um im Außenlager-Komplex Kaufering Schwerstarbeit leisten zu müssen. Von den etwa 30.000 dorthin verbrachten Häftlingen - in der Mehrzahl Juden aus Polen, Ungarn und Litauen - stirbt die Hälfte. Am 2. Mai 1945 wird Abba Naor auf einem der Todesmärsche bei Waakirchen befreit.

Heute lebt Abba Naor er in Israel. Seit 2001 vertritt der die Gemeinschaft der ehemaligen Landsberg-Häftlinge im Vorstand des Internationalen Dachau-Komitees und engagiert sich als Zeitzeuge an den Stätten seiner Verfolgung.

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