Prof. Dr. Stefan Schreiber: Neubesetzung des Lehrstuhls für Neutestamentliche Wissenschaft

(PresseBox) (Augsburg, ) Am ersten April diesen Jahres wurde Professor Dr. Stefan Schreiber auf den Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät berufen. Damit kehrte der Theologe an sein Heimatfakultät zurück, an der er 1995 promoviert wurde. In der Lehre widmet sich Schreiber unter anderem der Geschichte des Urchristentums und Apostel Paulus als historische Figur. Einen seiner Forschungsschwerpunkte will Schreiber auf dem Gebiet der Religionsgeschichte des Neuen Testaments setzen.

Vita - Prof. Dr. Stefan Schreiber

Stefan Schreiber wurde 1967 geboren. Sein Abitur legte er 1987 am Augsburger Rudolf Diesel Gymnasium ab. Nach dem Abitur studierte er ab 1988 Katholische Theologie an der Universität Augsburg und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar am Mittelrhein. 1993 schloss Schreiber dieses Studium mit dem Diplom ab. Das daran ebenfalls in Augsburg unmittelbar angeschlossene Promotionsstudium beendete er 1995. Seine berufliche Laufbahn beginnt Schreiber 1995 zunächst als Pastoralassistent bei der Diözese Augsburg. Von Ende 1995 bis Ende 1996 arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent an der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz, ab Ende 1996 ist er in derselben Funktion an der Universität Augsburg tätig. Mitte 1999 wird Schreiber habilitiert und erhält in diesem Jahr die venia legendi für das Fachgebiet "Neutestamentliche Wissenschaft" an der Universität Augsburg. Eine erste Lehrstuhlvertretung übernimmt Schreiber ab 2000 an der Universität Bonn. Während seiner Zeit als Oberassistent an der Universität Augsburg von 2001 bis 2004 vertritt Schreiber eine Professur an der Universität Münster. Eine Berufung auf diese Stelle erfolgt Anfang 2004. Mit Berufung auf den Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaft wechselt Schreiber am 1. April 2010 an seine Heimatuniversität Augsburg.

Forschungsprofil

Das Forschungsfeld, dem sich Schreiber mit Blick auf Fragen zum Neuen Testament widmet, ist so differenziert wie die damit verbundenen Thematiken und Fragestellungen.

Auf dem Gebiet der Sozial- und Religionsgeschichte des Neuen Testaments forscht Schreiber zu: Frühes Judentum als Kontext des Neuen Testaments, wobei er hier einen Schwerpunkt auf die Frage nach frühjüdischen Tora-Hermeneutiken und dem Tora-Verständnis des Paulus legt. Ebenso gelten seinen Forschungen dem Urchristentum bzw. den Texten des Neuen Testaments in ihrer politischen Welt. Besonderes Augenmerk hierbei gilt dem Einfluss von Elementen der politischen Propaganda des Imperium Romanum auf die Rhetorik neutestamentlicher Texte. Darüber hinaus arbeitet Schreiber an einer Kommentierung der beiden Thessalonicherbriefe, die in der Reihe "Ökumenischer Taschenbuchkommentar zum Neuen Testament" publiziert wird. Für diese Briefe sowie für das Lukasevangelium ist Schreiber zuständig beim laufenden Projekt der Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, welche von den Bischofskonferenzen bzw. (Erz-)Bischöfen des deutschen Sprachgebiets herausgegeben wird. Schließlich ist Schreiber als Mitarbeiter am Forschungsprojekt bei der Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift beteiligt, welche von den Bischofskonferenzen bzw. (Erz-)Bischöfen des deutschen Sprachgebiets herausgegeben wird.

Wichtige Publikationen (Auswahl)

Schreiber, Stefan: Gesalbter und König. Titel und Konzeptionen der königlichen Gesalbtenerwartung in frühjüdischen und urchristlichen Schriften (BZNW 105), Berlin/New York 2000.
Schreiber, Stefan: Begleiter durch das Neue Testament, Düsseldorf 2006.
Schreiber S. / Ebner M. (Hg.): Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 2008.
Schreiber Stefan: Weihnachtspolitik. Lukas 1 - 2 und das Goldene Zeitalter (NTOA 82), Göttingen 2009.

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