Prof. Dr. Liviu Chioncel: Juniorprofessur für Rechnergestützte Physik

(PresseBox) (Augsburg, ) Eine Juniorprofessur auf dem Gebiet der Rechnergesteuerten Physik ist seit März 2010 mit dem in Rumänien geborenen Prof. Dr. Liviu Chioncel am Institut für Physik der Universität Augsburg neu besetzt. Der zweifach promovierte Naturwissenschaftler mit europäischem Forschungshintergrund widmet sich in seinen Untersuchungen vor allem "Halbmetallischen Ferromagneten" und dem Bereich "stark korrelierter Elektronensysteme".

Vita - Prof. Dr. Liviu Chioncel

Liviu Chioncel wurde am 21.01.1972 in Oradea in Rumänien geboren. Er studierte Physik an der "Babes-Bolyai-Universität Cluj" in Cluj-Napoca, wo er 1995 sein Diplom erwarb. Nach einem Studienaufenthalt am Labor "Louis Néel" im französischen Grenoble erhielt er sein Masterdiplom mit der Arbeit "Quasicristaux a base des terre rares". Seine Promotion zum Thema "Spin fluctuation in rareearth transition metal compounds" erfolgte 2000 in Cluj-Napoca. Während seines Promotionsstudiums absolvierte er einen Studienaufenthalt am Max-Planck-Institut für Festkörperphysik in Stuttgart (1997) sowie einen Studienaufenthalt am Labor "Louis Néel" in Grenoble. Im September 2000 nahm er an der niederländischen Radboud-Universität Nijmegen ein zweites Promotionsstudium im Bereich Naturwissenschaft, Mathematik und Informatik (Theoretische Physik) auf. 2004 erhielt er seinen zweiten Doktortitel mit der Arbeit "Finite temperature electronic structure, beyond the local density approximation". 2005 wechselte er als Universitätsassistent an die Technische Universität Graz, wo er Ende 2009 seine Habilitationsarbeit "Electronic correlations in magnetic halfmetals" verfasst hat. Liviu Chioncel hat mehr als 50 Artikel in international anerkannten Zeitschriften publiziert. Er hat mehrere nationale und europäische Forschungsprojekte betreut und erfolgreich abgeschlossen.

Anfang März 2010 folgte er einem Ruf an die Universität Augsburg und übernahm eine Juniorprofessur für Rechnergestützte Physik am "Zentrum für Elektronische Korrelationen und Magnetismus" (Lehrstuhl für Theoretische Physik III). Liviu Chioncel ist Mitglied des "Kompetenzzentrums für Innovative Technologien". Er arbeitet im Forschungsbereich angewandte und grundlegende Materialwissenschaft mit dem Themenschwerpunkt "Modellierung, Simulation und Darstellung funktionaler Materialien".

Forschungsprofil

Den Schwerpunkt seiner Forschung legt Liviu Chioncel auf das Gebiet der stark korrelierten Elektronensysteme und den Bereich "Halbmetallische Ferromagneten". Halbmetalle zeichnen sich durch eine besondere magnetische Ordnung und seltene elektronische Konfiguration aus. "Während eine magnetische Richtung metallischen Charakter aufweist", so Chioncel, "ist die andere halbleitend oder gar isolierend. Diese bemerkenswerte Koexistenz ist quantenmechanischer Natur." Liviu Chioncel geht der Frage nach, wie man die Eigenschaften dieser Materialien im Rahmen der Rechnergestützten Physik verstehen und verbessern kann. Numerische Simulationen sind dabei ein wichtiges Werkzeug. "Sie erlauben auch in der Lehre einen interaktiven Zugang zu fortgeschrittener Physik, da man mit ihnen Hypothesen testen kann", erläutert Chioncel, der darauf hofft, mit dieser Materie die Studierenden in der Forschung zu motivieren.

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