Österreichischer Forschungspreis für die Augsburger Historikerin Elke Seefried

(PresseBox) (Augsburg, ) Dr. Elke Seefried, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg, hat kurz nach dem Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnispreis erneut einen Forschungspreis für ihre Arbeiten erhalten: Ihre Dissertation "Reich und Stände. Ideen und Wirken des deutschen politischen Exils in Österreich 1933-38" wurde vom Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung mit dem "Karl von Vogelsang-Staatspreis - Österreichischer Staatspreis für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften" (Kategorie Förderpreis) ausgezeichnet.

Der Preis wurde Seefried am 23. April 2010 anlässlich bei einem Festaktes im Palais Harrach in Wien von Ministerialrat Hochschuldozent Dr. Gerhard Pfeisinger verliehen. In seiner Laudatio auf die Preisträgerin betonte Dr. Helmut Wohnout, Geschäftsführer des Karlvon-Vogelsang-Instituts, Seefrieds Buch überzeuge insbesondere durch die analytische Schärfe der Argumentation und die Akribie in der Quellenarbeit. Das Werk vermittele zentrale Einsichten in den Charakter und die Ideen der bislang in der Forschung vernachlässigten katholischen und konservativen Emigration. Zugleich greife Seefried deutlich über den Exilzusammenhang aus, indem sie das Thema in den breiteren Zusammenhang der Renaissance von Reichsideen und Stände-Vorstellungen in der deutschen und österreichischen Zwischenkriegszeit einordne.

Den Hauptpreis erhielt Prof. Dr. Pieter Judson (Swarthmore College, Pennsylvania) für seine Arbeiten zu Nationalismus und nationaler Identität im Habsburgerreich.

Seefried reiste für die Preisverleihung aus London an, wo sie im Augenblick ein Stipendium des Deutschen Historischen Instituts London wahrnimmt, um an ihrem neuen Projekt "Zukunftsforschung und Politik in der Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien in den 1960er und 1970er Jahren" zu arbeiten.

Ende 2009 ist die Augsburger Historikerin für ihre unter dem Titel "In der Defensive" erschienene Edition der Briefe von Theodor Heuss aus den Jahren 1933 bis 1945 mit dem Wolf-Erich-Kellner-Preis ausgezeichnet worden (siehe http://idw-online.de/pages/de/news349100).

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