Bewerbungen bis zum 15. April 2009 möglich

Augsburger Promotionskolleg "Heterogenität und Bildungserfolg"

(PresseBox) (Augsburg, ) Eine auf die Heterogenität als Faktor im Bildungsprozess ausgerichtete Forschungsinitiative des Zentralinstituts für Didaktische Forschung und Lehre (ZdFL) der Universität Augsburg und der Hans Böckler Stiftung zur Professionalisierung der Lehrerbildung

Das Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre (ZdFL) der Universität Augsburg intensiviert seinen Forschungsschwerpunkt "Heterogenität und Bildungserfolg" (siehe http://idw-online.de/pages/de/news192438) mit einem gemeinsam mit der Hans Böckler Stiftung eingerichteten Promotionskolleg, dessen Forschungen die Professionalisierung der Lehrerbildung unter dem Motto

"Heterogenität als Faktor im Bildungsprozess" befördern sollen. Ab dem 1. Oktober 2009 sind acht Promotionsstipendien für eine Laufzeit von maximal drei Jahren zu vergeben. Das Kolleg ist interdisziplinär ausgerichtet und integriert erziehungswissenschaftliche, soziologische, psychologische und fachdidaktische Aspekte. Die Promotion findet im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung statt.

Um angesichts der vielfältigen Veränderungen in Schule und Gesellschaft schulische Bildungsprozesse professionell zu fördern und als Voraussetzung hierfür die Grundlagen für adäquates Handeln in Schule und Unterricht zu erarbeiten, bedarf es umfassender didaktischer Forschung und Lehre, nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer permanenten Zunahme von Heterogenität unter den Schülerinnen und Schülern. "Mit unserem Kolleg wollen wir dazu beitragen, Forschung und Lehre auf diesem aktuellen und höchst brisanten Gebiet zu optimieren und zu intensivieren", so die Geschäftsführende Direktorin des ZdFL, Prof. Dr.Leonie Herwartz-Emden. Das Kolleg werde dazu beitragen, den Anspruch der Universität Augsburg, deutschlandweit zu den führenden Zentren wissenschaftlicher Lehrerbildung zu zählen, weiter untermauern.

Forschungsthemen

Im Rahmen des Promotionskollegs gefördert werden können Dissertationsprojekte, die sich einem der folgenden Themenfelder zuordnen lassen:

- Unterschiede zwischen Schulklassen und Lehrkräften im Umgang mit Heterogenität und ihren Auswirkungen
- Umgang mit (sprachlicher) Heterogenität in jahrgangsgemischten Klassen
- Unterrichtsinteraktion und Heterogenität. Interaktionen im Deutschunterricht unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Sprachkompetenzen und kulturellen Hintergründen
- Lehrer(innen)handeln und Stereotype
- Heterogenität in schulischen und außerschulischen Bildungsräumen und Bildungskulturen
- Zur institutionellen Herstellung und Bewältigung von organisatorischer und kultureller Heterogenität ? Das Beispiel Schulsozialarbeit
- Individuelle und familiale Bedingungen von Bildungserfolg bei riskanter Konstellation von Heterogenitätsmerkmalen
- Bildungsentscheidungen zwischen Schule und Elternhaus ? Implementierung von Beratung im Bildungssystem
- Zur praktischen Relevanz von "PISA und mehr..." im Schulalltag - Untersuchung zur Wirkung von Bildungsdiskursen über Bildungsungleichheit auf die Schulpraxis
- Heterogenität in der beruflichen Bildung im deutsch-französischen Vergleich

Bewerbung

Über die Vergabe der Stipendien wird nach den Richtlinien des BMBF und nach den Förderungskriterien der Hans-Böckler-Stiftung entschieden. Die Bewerber/innen müssen einen überdurchschnittlichen Studienabschluss sowie ein gewerkschaftliches oder gesellschaftspolitisches Engagement nachweisen.

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