Augsburger DAAD-Preis 2010 für die Bulgarin Stanislava Nikolova

Festakt mit der Ehrung auslaendischer Absolventinnen und Absolventen am 18. November

(PresseBox) (Augsburg, ) .
- Bei der Preisverleihung werden auch die ausländischen Absolventinnen und Absolventen des Studienjahrs 2009/10 geehrt
- Festvortrag des Historikers Stefan Paulus zum deutsch-amerikanischen Professorenaustausch im frühen 20. Jahrhundert
- Anschließender Empfang für die ausländischen Gäste der Universität

Die diesjährige DAAD-Preisträgerin der Universität Augsburg heißt Stanislava Nikolova. Die Bulgarin studiert seit Oktober 2004 in einem Magisterstudiengang Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und Interkulturelle Kommunikation im Hauptfach und Deutsche Sprachwissenschaft und Allgemeine Pädagogik in den Nebenfächern.

Festvortragender bei der Preisverleihung am 18. November (Beginn um 19.00 Uhr im Hörsaal 1001 des Physik-Hörsaalzentrums, Universitätsstraße 1) ist Dr. Stefan Paulus vom Institut für Europäische Kulturgeschichte, der als Autor des Buches "Vorbild USA? 'Amerikanisierung' von Universität und Wissenschaft in Westdeutschland 1945-1976" ausgewiesener Fachmann für die deutsch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen ist.

Der Titel seines Vortrags lautet "'Das Unternehmen scheint mir von weittragener Bedeutung...'. Anmerkungen zum deutsch-amerikanischen Professorenaustausch 1905-1933". Bei der Feier, die von der Gruppe "todo mundo" musikalisch gestaltet wird, werden stellvertretend für alle wieder diejenigen ausländischen Absolventinnen und Absolventen des zurückliegenden Studienjahres geehrt, die sich noch in Augsburg aufhalten. Und wie stets lädt die Universität Augsburg im Anschluss an die DAAD-Preisverleihung zum Empfang im Foyer des Physik-Hörsaalzentrums.

Stanislava Nikolova stammt aus Varna. Sie hat am dortigen Fremdsprachengymnasium im Jahr 2003 ihr Abitur und das Deutsche Sprachdiplom der KMK Stufe II gemacht. Im Herbst 2004 hat sie ihr Studium an der Universität Augsburg aufgenommen, das sie im nächsten Jahr abschließen wird.

Herausragende akademische Leistungen und hohe interkulturelle Sensibilität

Momentan arbeitet sie an ihrer Magisterarbeit, die sich den Schwierigkeiten widmet, auf die ausländische Studierende in der mündlichen Kommunikation an der Universität Augsburg stoßen. Prof. Dr.

Martina Rost-Roth, die Betreuerin der Magisterarbeit, hat Stanislava Nikolova für den Preis vorgeschlagen. Sie betont die herausragenden akademischen Leistungen Nikolovas, die bereits mehrfach durch Stipendien - derzeit durch ein Stipendium von F.AU.ST e. V. - honoriert wurden, und charakterisiert die Persönlichkeit der Preisträgerin folgendermaßen:

"Auf der Basis ihrer eigenen sprachlichen und kulturellen Erfahrungen, die sie u. a. in Bulgarien, Deutschland, Argentinien und mit dem Arabischen gesammelt hat, vermag Stanislava Nikolova sich äußerst sensibel auf andere Studierende einzustellen. Ihr Sozialverhalten ist vorbildlich, ihre Leistungsbereitschaft sehr hoch."

Als Tutorin ebenso engagiert wie in der außeruniversitären Bildungs- und Flüchtlingsarbeit

Stanislava Nikolova ist begeistert vom Konzept der freiwilligen Arbeit, das sie in Deutschland kennen- und schätzen gelernt hat und das sie selbst aktiv umsetzt: z. B. an der Universität als Tutorin aber auch außerhalb der Universität etwa im Rahmen von Qualifizierungskursen für Flüchtlinge, die von Tür an Tür e.V. angeboten werden, oder beim

"Frohsinn Bildungszentrum" als Hausaufgabenbeteuerin, als Förderlehrerin oder als Lehrkraft für Jugendliche.

Sieben Monate Sozialprojektarbeit in Argentinien ...

Der Wunsch, in einem Freiwilligenprojekt im Ausland mitzuarbeiten, war bei Stanislava Nikolova bereits zu Beginn ihres Studiums in Augsburg entstanden. Allerdings standen der Realisierung dieses Wunsches zunächst immer wieder die erforderliche hohe finanzielle Eigenbeteiligung oder die lange Dauer, auf die die Projektbeteiligungen angelegt waren, im Wege. "Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben", berichtet Nikolova, "als ich auf die Ausschreibung des Europäischen Freiwilligendienstes für das Sozialprojekt 'Ludoteca' im argentinischen Córdoba stieß." Von den bundesweit fünfzig ausgeschriebenen Projektstipendien gingen schließlich zwei nach Augsburg - eines an Stanislava Nikolova und das andere an ihre beste Freundin.

... als "größter Glücksfall meines Lebens"

"Dass ich während meines Studiums nebenbei Spanisch gelernt hatte, war für den Erfolg meiner Bewerbung natürlich von großem Vorteil", so Nikolova, die ihre siebenmonatige Mitarbeit bei "Ludoteca" während des Jahres 2009 im Rückblick als "größten Glücksfall meines Lebens"

empfindet. Zu ihren konkreten Aufgaben zählte insbesondere die Betreuung wartender kleiner Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses. Außerdem arbeitete sie im Förderverein dieses Krankenhauses mit, der unter anderem durch Altpapiersammlungen zusätzliche Mittel beschafft.

"Die Arbeit im Krankenhaus, das während meines Aufenthalts wegen der Schweinegrippe eine Weile geschlossen werden musste, und das Leben in einer argentinischen Familie haben sehr intensive Eindrücke bei mir hinterlassen", erzählt die Studentin, und die Erinnerungen an die Reisen durchs Land seien unvergesslich schön.

ERASMUS-Fachfrau mit Neigungen zur Kalligraphie und zum Arabischen

Und wie kommt es dazu, dass eine von Argentinien faszinierte Bulgarin, die sich neben ihrem erfolgreichen Studium in Deutschland nicht nur intensiv und vielfältig sozial engagiert, sondern auch als kompetente studentische Mitarbeiterin in der ERASMUS-Abteilung des Akademischen Auslandsamtes hoch geschätzt wird, dann im Sprachenzentrum der Universität seit mehreren Semestern auch noch Arabisch lernt? "Auf die arabische Sprache bin ich durch mein Interesse für Kalligraphie gestoßen", lautet die schlichte Antwort, die man bekommt.

Soll man vor diesem Hintergrund überhaupt noch Kleinigkeiten erwähnen wie diejenige, dass Stanislava Nikolova durchaus die Zeit findet, um an der Universität unicef-Grußkarten zu verkaufen? Das muss zugegebenermaßen nicht sein, aber doch vervollständigt es das Bild von der Studentin aus Bulgarien, die an der Universität Augsburg am 18.

November den diesjährigen "Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für hervorragende Leistungen ausländischer Studentinnen und Studenten an deutschen Hochschulen" erhalten wird.

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