Univention veröffentlicht Univention Corporate Server 2.4

UCS bekommt standardisierte Verwaltungssoftware für virtuelle IT-Infrastrukturen

(PresseBox) (Bremen, ) Die neue Version der Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS) umfasst nicht nur die bei Minorreleases üblichen Verbesserungen von Features und Komponenten, sondern auch eine neue Lösung zur Verwaltung virtueller Infrastrukturen. Dabei handelt es sich im Kern um ein neues Administrationsmodul zur Verwaltung physikalischer Virtualisierungsserver und darauf betriebener virtueller Systeme.

Wie bisher enthält UCS zwei Virtualisierungstechnologien, die der Bremer Linux-Lieferant nun auf einen neuen Stand gebracht hat. Der Hypervisor Xen ist jetzt in der Version 3.4.3 und die Linux-Virtualisierungslösung KVM (Kernelbased Virtual Machine) auf Basis von Kernel 2.6.32 in UCS 2.4 enthalten. Die wichtigste Neuerung von UCS 2.4 aber besteht in einem jetzt enthaltenen Administrationsmodul für die Verwaltung virtueller Infrastrukturen.

Dieser "Univention Virtual Machine Manager" (UVMM) ist ein Werkzeug, um virtuelle Server und Clients, Festplatten-, CDROM- und DVD-Images samt der physikalischen Systeme, auf denen diese ausgeführt werden - auch im Cluster - zentral zu verwalten. Das Modul bietet alle wesentlichen Funktionen zur Administration virtueller Infrastrukturen, einschließlich der Möglichkeit, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb von einem physikalischen Server auf einen anderen zu migrieren.

Bei der Entwicklung von Univention Virtual Machine Manager stand das Ziel im Fokus, einen einheitlichen, standardisierten Virtualisierungsmanager für unterschiedliche Virtualisierungstechniken zu schaffen. Deswegen verwendet UVMM ausschließlich offene und erprobte Standards. Darunter befindet sich auch die Bibliothek Libvirt, die neben Xen und KVM auch weitere Virtualisierungstechnologien unterstützt. Damit könnte Univention Corporate Server zukünftig beispielsweise auch VirtualBox oder andere Virtualisierungstechniken unterstützen.

Die Open Source-Alternative zu VMware und Citrix

UVMM ist wie alle von Univention entwickelten UCS-Bestandteile vollständig Open Source Software. Mit der UCS-Version 2.4 verwendet Univention als OSS-Lizenz nun die Affero General Public Licence (AGPLv3). Interessenten können UCS 2.4 frei herunterladen und auf Eignung für ihre Projekte testen. Als leistungsfähige und unkompliziert nutzbare Open Source-Lösung platziert Univention sein Virtualisierungsprodukt als wirtschaftliche Alternative zu proprietären Angeboten wie beispielsweise von VMware oder Citrix. Die Lösung ist ab sofort Bestandteil von UCS und bereits im Basisumfang enthalten. Sie kann von allen Kunden mit laufendem Maintenancevertrag ohne Mehrkosten genutzt werden.

Der Univention-Gründer und -Geschäftsführer Peter Ganten erklärt: "Wir möchten unseren Kunden eine umfassende Open Source-Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen und managern bieten. Dabei wollen wir Kunden so wenig wie möglich an eine bestimmte Technologie binden, um die Gefahr von Vendor-Lockins oder technologischen Sackgassen so gering wie möglich zu halten."

Univention hat UCS auch in vielen weiteren Aspekten stark überarbeitet. So wurde die Hardware-Erkennung bei der Installation verbessert. Als Linux-Kernel steht nun Version 2.6.32 zur Verfügung, die seit Release von UCS 2.0 unterstützte Kernelversion 2.6.18 kann weiter verwendet werden. Das stark weiter entwickelte Management-Modul "Online-Updates" bietet nun u.a. eine Übersicht über die verfügbaren Releases und erlaubt die Auswahl, auf welche Version aktualisiert werden soll. Es gibt neue Nagios-Plugins zur Überwachung von Diensten und UCS-Erweiterungen. Mit einer erweiterten Passwort-Qualitätsprüfung im UCS-Managementsystem sind Kriterien zur Qualitätsprüfung nun sehr granular konfigurierbar.

Darüber hinaus hat Univention die in UCS enthaltenen Open Source-Anwendungen und Komponenten aktualisiert: Samba bekam ein Update von Version 3.3 auf 3.5.4.

Mozilla Firefox steht nun in Version 3.6.2, OpenOffice.org in Version 3.2 zur Verfügung. Der Webmail-Client Horde der Groupwarelösung Kolab ist auf dem Stand von Version 1.2.5.

Für Softwarehersteller, die UCS als Plattform für ihre eigenen Softwareprodukte verwenden möchten, steht UCS nun in einer OEM Edition zur Verfügung.

Ein Ausblick auf die Zukunft von Univention Corporate Server

Univention plant UVMM als Plattform für ein neues Produkt zur Desktop-Virtualisierung zu verwenden. Dieses Produkt soll einen vollständigen Open-Source-Stack zur Bereitstellung, zum Betrieb und zum Management virtueller Desktops umfassen. Diese Strategie flankiert der Softwarehersteller durch weitere Produkte wie den Linux-Desktop "Univention Corporate Desktop" (UCD) und die kürzlich vorgestellten "UCS Thin Client Services".

Traditionell ist UCS besonders stark in verteilten Umgebungen mit vielen Standorten und bringt umfangreiche Funktionen zum Rechner- und Infrastrukturmanagement mit. Diese Funktionen in Verbindung mit erprobten Open Source Virtualisierungstechnologien wie Xen und KVM bilden aus Sicht von Univention-Geschäftsführer Ganten "die ideale Plattform für den Aufbau offener Stacks zur Desktop-Virtualisierung und -Bereitstellung mit einem Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit."

Weiterführende Informationen UCS-Produktseite: http://www.univention.de/produkte/ucs/

Univention GmbH

Die 2002 gegründete Univention GmbH gehört im deutschsprachigen Raum zu den führenden Anbietern von wirtschaftlichen Produkten und Dienstleistungen im Open-Source-Umfeld. Im Mittelpunkt stehen die Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS) und darauf basierende Software-Appliances wie Univention Groupware Server (UGS), Univention Corporate Desktop (UCD) oder UCS@school - eine Softwarelösung für den ITgestützten Unterricht. UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution mit einem integrierten Identity- und Infrastruktur-Managementsystem, das in einfachen, aber auch in anspruchsvollen Umgebungen eine unkomplizierte und zentrale Verwaltung ermöglicht. Das Produkt passt sich dank mitgelieferter Konnektoren, etwa zu Microsoft Active Directory, gut in vorhandene Infrastrukturen ein und erlaubt eine einfache Migration, bspw. von Windows zu Linux. Administratoren können ihr UCS-Know-How mit dem Zertifikat UVCP (Univention Certified Professional) des Linux Professional Institute zertifizieren lassen. Gemeinsam mit Groupware-Herstellern wie der Kolab Systems AG, Scalix, Open-Xchange oder Zarafa bietet Univention außerdem auf UCS basierende Groupware-Komplettlösungen für alle Anforderungen. Alle Univention-Produkte werden als Open Source Software veröffentlicht. Zu den Kunden gehören Bundes- und Landesbehörden sowie Kommunen, Banken und viele mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen.

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