Biometrie kann Sicherheit in Sportstadien verbessern

Schweizerisches Pilotprojekt in der Bern-Arena stösst auf grosses Interesse

(PresseBox) (Bern/Thalwil, ) Der erste schweizerische Feldversuch zur biometrischen Überwachung in einem Sportstadion ist ein gemeinsames Projekt des Schlittschuhclub Bern (SCB), Broncos Security und Unisys. Es soll Aufschluss darüber geben, ob der gezielte Einsatz von biometrischer Gesichtserkennung in Stadien funktioniert und die Sicherheit und der Schutz der Zuschauer vor Zwischenfällen verbessert werden kann. Die Vorstellung des innovativen Projektes in Bern stiess gestern aus aktuellem Anlass und im Hinblick auf die Euro 08 auf grosses Interesse. Der biometrische Feldversuch in der „Bern Arena“ beginnt am kommenden Freitag, 25. November, im Heimspiel gegen den EHC Basel.

- Präsentation - Datenschutzrechtliche Aspekte der Biometrie - (pdf/218kb)
http://www.unisys.ch/eprise/main/admin/country/doc/ch/Biometrie-Unisys_Thuer.pdf
http://www.unisys.ch/eprise/main/admin/country/doc/ch/Biometrie-Unisys_Drygajlo.pdf

Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter
- Begrüssung Marco Cristoni, Mitglied der Geschäftsleitung Unisys
- Moderation Urs Schmied, Director CC Biometric Solutions / Projektleiter Feldversuch SCB

- Präsentation - Biometrie aus Sicht der Wissenschaft - (pdf/1.6mb)
http://www.unisys.ch/eprise/main/admin/country/doc/ch/Biometrie-Unisys_Tavano.pdf

Dr. Andrzej Drygajlo, Leiter Fachgruppe Biometrie EPFL

- Präsentation - Understanding the Biometric Challenge - (pdf/226kb)

Roberto Tavano, Vice President Justice & Public Safety
(Stellvertretend für Terry Hartmann)

- Präsentation - Biometrie im praktischen Einsatz - (pdf/763kb)
http://www.unisys.ch/eprise/main/admin/country/doc/ch/Biometrie-Unisys_Bachmann.pdf

Rolf Bachmann, Direktor Kommerz SC Bern
Urs Schmied, Director CC Biometric Solutions, Unisys

Das Projekt in der „Bern Arena“ beruht auf Freiwilligkeit. Rund 100 Mitglieder aus dem Umfeld des SCB lassen ihre Bilder registrieren und sich identifizieren. „Für einen realen Einsatz von Biometrie in der Bern-Arena und auch an der Euro 2008 muss der Bund die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, unter denen jemand in eine Hooligan-Datenbank aufgenommen werden kann und unter denen ein Datenaustausch – zum Beispiel mit ausländischen Verbänden – datenschutzrechtlich korrekt erfolgen kann“, meint der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür.

So funktioniert der Feldversuch

Der Test basiert auf drei unterschiedlichen Phasen beim Stadionbesuch:

- In der Einlassphase filmt eine fix montierte Kamera die Fans kurz vor dem Einschieben des Tickets. Bei Stadionverbot wird der Besucher erkannt und bei der Durchsuchung durch den Sicherheitsdienst der Eintritt verweigert.

- In der Spielphase nimmt eine drehbare Domkamera unten beim Eis die Gesichter auf, die Identifikation erfolgt während dem Spiel, bei Zwischenfällen wird das Gesichtsbild gespeichert, die Zuschauer können beim Auslass kontrolliert und das Material gegebenenfalls zur Beweisführung genutzt werden.

- In der Auslassphase kommt eine mobile Kamera mit Funkverbindung zum Einsatz, die Gesichtserkennung erfolgt beim Auslass und das Material kann bei Bedarf ebenfalls zur Beweisführung verwendet werden.
Beim Pilotprojekt soll herausgefunden werden, wie hoch die Trefferquote bei Identifikationen ist, wie viele Bilder der Sicherheitsverantwortliche am Bildschirm gleichzeitig betrachten kann und wie die Handlungsanweisungen an die Sicherheitsleute vor Ort erfolgen und umgesetzt werden. Alle Ergebnisse und auch Fehler werden dokumentiert.

Der SCB ist gemäss Rolf Bachmann, Direktor Kommerz, europaweit mit einem Zuschauerdurchschnitt bei Heimspielen von über 15'600 der Zuschauerkrösus schlechthin. Stadionbesucher und Fans sind für den SCB enorm wichtig, die Sicherheit in der Bern-Arena hat oberste Priorität. Für den Club geht es in diesem Versuch darum, herauszufinden, welchen Nutzen Biometrie bringen und Gesichtserkennung in Sportstadien unter realen Bedingungen funktionieren kann. Auch müssen die für die Sicherheit Verantwortlichen wie der Sicherheitsbeauftragte oder die Fandelegierte in die Umsetzung einbezogen und die Dispositive und Abläufe getestet und angeglichen werden. Urs Schmied, Direktor Biometrie und Projektleiter bei Unisys: „Derartige Technologien für sich allein garantieren noch keine Sicherheit, sie müssen richtig eingesetzt und genutzt werden.“ Fernziel des Versuchs in der „Bern Arena“ ist gemäss Schmied ein geprüftes und einsatzfähiges System, das den Veranstaltern der Euro 2008 in der Schweiz und Österreich angeboten werden soll.

Auch Arsène Wenger, der erfolgreiche Trainer des Fussballclubs Arsenal und gestern mit seinem Team zum Champions League Match gegen Thun in Bern meinte zum innovativen Feldversuch: „Derartige Technologien haben in Zukunft in unseren Stadien eine wichtige Aufgabe. Wenn ihr Einsatz bekannt ist, hat dies einen stark präventiven Effekt. Wichtig ist der korrekte und gesetzeskonforme Umgang mit den Daten.“

Unisys Deutschland GmbH

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