Hersteller befürchten wirtschaftliche Einbußen durch das neue Elektroschrott-Gesetz

Unternehmen noch nicht auf die gesetzlichen Verordnungen vorbereitet / Archillesferse ist die Abstimmung mit den Lieferanten zu Konstruktions- und Materialänderungen

(PresseBox) (Langen, ) Die Elektroindustrie steht durch die Elektroschrott-Verordnung unter Druck. Dieses als ElektroG bezeichnete Gesetz verpflichtet die Hersteller, ab 1. Juli 2006 Grenzwerte für bestimmte Schadstoffe einzuhalten und die Kosten für das Recycling zu übernehmen. Nach einer Erhebung des Softwarehauses UGS betrachtet es fast jedes zweite Branchenunternehmen als schwierig, rechtzeitig die gesetzlichen Produktanforderungen umzusetzen. Als Konsequenz befürchten 41 Prozent der Firmen wirtschaftliche Einbußen beim Übergang zu der neuen Verordnung. Sei dem 23. November dieses Jahres müssen sie sich mit ihren Produkten registriert haben, weil diese sonst nicht mehr in den Handel gebracht werden dürfen.
Als ein zentrales Problem betrachten die Hersteller, ihre Zulieferer in die neuen gesetzlichen Anforderungen einzubinden. Vor allem die gemeinsame Abstimmung zur gesetzeskonformen Produktentwicklung bezeichnen 59 Prozent als schwierig. Ebenso ist jedes zweite befragte Unternehmen skeptisch, ob sich die Lieferanten bei notwendigen Änderungen der Vorprodukte ausreichend flexibel zeigen. Wohl aus diesem Grund sehen 61 Prozent ein Problem darin, dass sie die rechtliche Verantwortung für die Komponenten ihrer Lieferanten übernehmen müssen. Denn wenn die Komponenten der Zulieferer nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, werden die Hersteller der Endprodukte dafür haftbar gemacht. Dies kann sogar ein Verkaufsverbot zur Folge haben.

„Durch die Internationalisierung des Lieferantennetzes für die meist mehreren Hundert Komponenten eines Produkts sind die Konsequenzen der gesetzlichen Verordnung sehr weitreichend“, urteilt Hans-Joachim Ziemer, Leiter Unternehmensentwicklung bei UGS. „Die Unternehmen müssen nicht nur bei allen Vorprodukten bis ins Detail prüfen, welche Materialien, Schadstoffwerte und Bauweisen den zukünftigen Anforderungen widersprechen, sondern es sind im Regelfall anschließend auch Produktveränderungen mit einer Vielzahl an Lieferanten abzustimmen.“ Dahinter verberge sich ein komplizierter und aufwändiger Prozess, der nur mit moderner Technik zu bewältigen sei. „Nicht zuletzt wegen der rechtlichen Konsequenzen für die Hersteller reicht es nicht aus, wenn sie neue Spezifikationen an die Zulieferer versenden, sondern es ist ein komplexes Produktmanagement unter Einbezug der Partner notwendig.“ Dies könne nur eine Lösung für das Product Lifedycle Management (PLM) bieten, die speziell für solche Aufgaben geschaffen sei.

In einer weiteren Studie hatte UGS kürzlich ermittelt, dass die Hersteller zumindest teilweise ihre durch das Elektroschrott-Gesetz verursachten Kosten an die Käufer weiter geben wollen. Dadurch sind Preissteigerung von beispielsweise mehr als 5 Prozent bei Haushaltsgeräten und über drei Prozent bei Computergeräten zu erwarten.
(Ergebnisse anfordern)





Ergebnisse der Erhebung:

Erwarten Sie Schwierigkeiten dabei, die gesetzlichen Produktanforderungen der
Elektroschrott-Verordnung rechtzeitig umzusetzen?- ja: 47%
- nein: 21%
- noch keine endgültige Einschätzung: 32%
(n = 403 Unternehmen; Quelle: UGS)


Befürchten Sie wirtschaftliche Einbußen beim Übergang zu der Verordnung?- ja: 41%
- nein: 24%
- noch keine endgültige Einschätzung: 35%



ElektroG gilt auch für die Vorprodukte der Zulieferer. Worin bestehen hauptsächlich
die Probleme, die Lieferanten in die gesetzlichen Regelungen einzubeziehen?- schwierige Abstimmung für gesetzeskonforme Produktentwicklung: 59%
- Produkthaftung auch für die Zulieferkomponenten: 61%
- Flexibilität der Zulieferer bei Änderungen der Vorprodukte: 52%
- andere Probleme: 39%
(Mehrfachnennungen möglich)

UGS PLM Solutions

UGS ist ein führender Anbieter von Software und Services für das Product Lifecycle Management mit weltweit fast 4 Millionen installierten Lizenzen und 46.000 Kunden. Der Hauptsitz liegt in Plano, Texas. Die Vision von UGS zielt auf eine nahtlose Zusammenarbeit von Unternehmen und ihren Partnern in weltweiten Innovations­netzwerken: Die offene Unternehmenssoftware von UGS bildet die Grundlage für die Entwicklung und Fertigung von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen und erfüllt zugleich den Zweck, die Kunden bei der weiteren Verbesserung ihrer Innovationsprozesse zu unterstützen. Weitere Informationen über Produkte und Dienstleistungen von UGS finden sich unter www.ugs.com.

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