Robotergestütztes Handling in der Dialysefilter-Produktion

Bei der Produktion von Dialysefiltern kommt es auf Präzision und höchste Qualität an-und das bei großen Stückzahlen. Für diesen anspruchsvollen Einsatzbereich entwickelte und installierte die TRAPO AG Förder- und Handhabungsanlagen bei Membrana GmbH

(PresseBox) (Gescher-Hochmoor, ) Als ein weltweit führender Hersteller von Dialysefiltern produziert Membrana im Werk Wuppertal im Dreischichtbetrieb unter Reinraumbedingungen. Die Herstellung von solchen Filtern ist komplex: Kapillarröhrchen werden im Nassspinnverfahren gespon-nen, in verschiedenen Bädern behandelt, getrocknet und in mehreren Arbeitsschritten zu Bündeln mit bis zu 14.000 Einzelröhrchen gewickelt.

Im Bereich der Bündelwickelmaschinen, Trockner und Verpackung kommen Förder- und Handhabungsanlagen von TRAPO zum Einsatz. Das Unternehmen ist nicht nur als Spezialist für komplexe innerbetriebliche Handhabungs-Aufgaben gut auf diese Aufgabe vorbereitet, sondern auch aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung: Zu den Kernzielbranchen von TRAPO gehören u. a. die Pharmaindustrie, die Le-bensmittelindustrie und die Medizinprodukte-Herstellung – d.h. Bereiche, in denen die Hygiene eine große Rolle spielt und in denen teilweise sehr empfindliche Produkte gefördert und bearbeitet werden.

Genau diese Anforderungen galt es bei Membrana zu bewältigen. Zu den Vorgaben gehörte auch die Realisierung von sehr kurzen Taktzeiten. So sollte das Abnehmen der konfektionierten Membranbündel von den Förderstrecken und das anschließende Einführen in Edelstahlbehälter zum Trocknen maximal zehn Sekunden Zeit in An-spruch nehmen.

Gewährleistet wird diese kurze Taktzeit mit Hilfe von zwölf sechsachsigen Robotern, die mit speziellen Greifern ausgestattet sind. Denn die Bündel sind nicht nur extrem empfindlich. Sie müssen von den Robotern auch sowohl im nassen als auch im tro-ckenen Zustand aufgenommen werden und weisen dann jeweils eine andere Konsis-tenz auf. Deshalb kommen zwei verschiedene Greifersysteme zum Einsatz. Die voll-gesogenen, soeben gespülten Bündel nimmt ein mechanischer Greifer mit kontrollier-ter Greifkraft auf und lässt sie über einen Rollenmechanismus schonend in die Auf-nahme des Edelstahlbehälters gleiten. Die getrockneten Bündel werden dann mit Vakuumsaugern entnommen.

Bei der Entwicklung dieser Lösung kam den TRAPO-Ingenieuren ihr umfassendes Know-how in der Greiftechnik zugute: Die meisten Greifer von TRAPO-Anlagen sind kundenspezifische Unikate, die exakt auf die zu handhabenden Produkte zugeschnit-ten sind. Bei einem Chargenwechsel können auch die Greifer in kürzester Zeit ge-wechselt werden.

Nicht nur die robotergestützte Handhabung einschließlich der Peripherie, auch die Fördertechnik mit den Transport-, Zuführ- und Speicherbändern für die Filterbündel gehörte zum Engineering-Umfang von TRAPO – eine Aufgabe, die die Handha-bungs-Spezialisten zur vollen Zufriedenheit von Membrana lösten. Stefan Schlamm, Projektmanager Dialysis der Membrana GmbH: „Von der Beratung über die Simulati-on und Installation bis zur Inbetriebnahme sind wir professionell und perfekt betreut worden, und wir konnten arbeitsteilig unsere eigenen Leistungen in die neuen Projek-te einbringen. Auch die Leistung der Anlage entspricht voll und ganz unseren Erwar-tungen: In Stoßzeiten können wir Taktzeiten von acht Sekunden realisieren.“

Zum reibungslosen Ablauf trug sicherlich auch die große Erfahrung von TRAPO mit solchen komplexen Projekten und beim Handling von empfindlichen Produkten bei. Die Kompetenz in diesem Bereich führt zu einer starken Nachfrage von Pharma- und Medizinprodukte-Herstellern. Deshalb baut TRAPO zurzeit eine neue Produktionshal-le, in der ausschließlich Förder- und Handhabungsanlagen aus Edelstahl gebaut werden, die besondere Hygiene-Anforderungen erfüllen. Die gesamte Halle wurde so ausgelegt, dass alle Voraussetzungen für eine saubere, staubfreie Montage gegeben sind.

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