Länderübergreifende M&As erneut mit besserer Wertentwicklung als inländische Deals

Sorgfältige Due-Diligence und frühzeitige HR-Integration führen zum Erfolg / Towers Watson-Studie Quarterly Deal Performance Monitor

(PresseBox) (Frankfurt, ) Unternehmenskäufe und -fusionen (M&As) führten auch im 3. Quartal 2010 zu einem deutlichen Wertzuwachs. Allen voran übertrafen die akquirierenden Unternehmen in Asien den durchschnittlichen Wertzuwachs von Firmen im MSCI World Index um beeindruckende 14,5 Prozentpunkte. Zukaufende Unternehmen in Europa und Nordamerika schnitten deutlich schlechter ab. Durch ihre Erwerbungen konnten sie den Index nur um 6,7 bzw. 1,4 Prozentpunkte übertreffen.

Zum zweiten Mal in Folge erzeugten länderübergreifende Fusionen einen höheren Wertzuwachs als inländische Fusionen. 66 Prozent aller Deals in Europa wurden über Ländergrenzen hinweg geschlossen, in Asien und Nordamerika hingegen nur 30 bzw. 17 Prozent. Nordamerika führt mit 98 Abschlüssen die Länderstatistik an.

Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Deal Performance Monitor von Towers Watson und der CASS Business School. Die Studie ist die einzige, die vierteljährlich den wirtschaftlichen Erfolg von weltweit vollzogenen M&A-Transaktionen mit einem Volumen von jeweils über 100 Millionen US-Dollar untersucht.

Durchschnittlich schlugen akquirierende Unternehmen den Index im 3. Quartal um 4,3 Prozentpunkte - eine Steigerung von 1,2 Prozentpunkten gegenüber dem vorherigen Quartal. Betrachtet man die Gesamtperformance über die letzten vier Quartale, erreichten diese Firmen eine Wertsteigerung von 3,9 Prozentpunkten oberhalb des Index.

Asiatische Deals mit überragender Performance

Bemerkenswert am Erfolg der asiatischen Firmen ist neben dem mit Abstand größten Wertzuwachs auch die Tatsache, dass dieser bei einer gegenüber dem vorherigen Quartal nahezu konstanten Anzahl an in- und ausländischen Deals erzielt wurde. "Aufgrund des immensen Wertzuwachses und der Erfahrung aus Towers Watson-Kundenprojekten lässt sich darauf schließen, dass asiatische Firmen ihre Deals sehr sorgfältig vorbereiten und bei den Abschlüssen eher auf Qualität als auf Quantität setzen", berichtet M&A-Experte Helmuth L. Uder von Towers Watson in München. "Der starke Performance-Zuwachs dürfte zum einen auf verbesserte Due-Diligence-Prozesse zurückzuführen sein. Zum anderen haben asiatische Unternehmen frühzeitig erkannt und berücksichtigt, wie wichtig HR-Aspekte und Integrationsfragen für den Erfolg eines Mergers sind", weiß Uder. "Bisher ist die Anzahl der Zukäufe und Fusionen in Asien nur langsam gestiegen. Mit den verbesserten Wirtschaftsstrukturen werden auch die Kreditmärkte in Ländern wie China oder Indien zuverlässiger. Unternehmen werden verstärkt nach Wachstumsmöglichkeiten suchen und in der Folge ihre M&A-Aktivitäten intensivieren."

Nordamerika führt die Transaktionsstatistik mit 98 Abschlüssen (2. Quartal: 94 Abschlüsse) an und verzeichnet damit mehr M&As als Asien und Europa zusammen.

Länderübergreifende Fusionen wieder mit stärkerem Wertzuwachs

Zum zweiten Mal in Folge übertrafen länderübergreifende Deals den Wertzuwachs inländischer Abschlüsse. Allerdings war der Unterschied mit 4,5 bzw. 4,3 Prozentpunkten oberhalb des Index diesmal deutlich geringer als im 2. Quartal 2010 (5,6 vs. 2,9 Prozentpunkte). "Diese Entwicklung legt nahe, dass sich Unternehmen die Erfahrungen aus den in der Vergangenheit erfolgreicheren inländischen Deals auch für länderübergreifende Fusionen zu Nutze machen", so Uder.

Die meisten länderübergreifenden Fusionen werden in Europa abgeschlossen. Hier überschreiten 66 Prozent aller Deals die Ländergrenzen (30 Prozent in Asien, 17 Prozent in Nordamerika).

"Wegen ihrer hohen Komplexität haben länderübergreifende Fusionen in der Vergangenheit fast immer zu niedrigeren Wertzuwächsen als inländische Fusionen geführt", erklärt Uder. Seiner Meinung nach werden länderübergreifende Transaktionen auch langfristig komplizierter bleiben, weil unterschiedliche Kulturen eine Rolle spielen. Für Unternehmen sei es aber ein wesentlicher Erfolgsfaktor, damit umgehen zu können - besonders weil sie immer häufiger auch außerhalb ihres Heimatlands nach Zukaufmöglichkeiten suchten.

Hintergrundinformationen zur Studie

Die aktuelle Studie von Towers Watson und der CASS Business School basiert auf Angaben der Thomson One Banker Mergers & Acquisitions Datenbank. Berücksichtigt wurden 163 M&A-Transaktionen mit einem Wert von jeweils mehr als 100 Mio. $, vollzogen zwischen dem 1. Juli 2010 und dem 30. September 2010. Die Zielunternehmen mussten sich am Ende der Transaktion vollständig im Besitz des jeweils übernehmenden Unternehmens befinden. Ausgeschlossen wurden reine Immobilien-Deals.

Towers Watson

Towers Watson, eine der führenden Unternehmensberatungen weltweit, unterstützt seine Kunden, ihren Unternehmenserfolg durch ein effektives HR-, Finanz- und Risikomanagement zu steigern. Mit rund 14.000 Mitarbeitern in 34 Ländern entwickelt das Unternehmen Lösungen für betriebliche Altersversorgung und Nebenleistungen, für das Personal- und Vergütungsmanagement sowie das Risiko- und Finanzmanagement, einschließlich der Beratung von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen.

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