Erstmals bessere Wertentwicklung bei länderübergreifenden M&As

Schnelligkeit und Transaktionsvolumen entscheidend für Erfolg / Towers Watson-Studie Quarterly Deal Performance Monitor

(PresseBox) (Frankfurt, ) Unternehmenskäufe und fusionen (M&As) schnitten im 2. Quartal 2010 überdurchschnittlich gut ab. Die akquirierenden Unternehmen übertrafen den durchschnittlichen Wertzuwachs von Firmen im MSCI World Index um 3,1 Prozentpunkte. Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds halfen Mergers & Acquisitions weiterhin, den Unternehmenswert zu steigern - besonders bei Transaktionen in Nordamerika, die deutlich über dem Index lagen. Erstmals erzeugten länderübergreifende Fusionen einen höheren Wertzuwachs als inländische Fusionen. Transaktionen von mittlerem Umfang sowie schnelle Abschlüsse zeigten einen deutlich positiven Effekt auf den Wertzuwachs.

Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Deal Performance Monitor von Towers Watson und der CASS Business School. Die Studie ist die einzige, die vierteljährlich den wirtschaftlichen Erfolg von weltweit vollzogenen M&A-Transaktionen mit einem Volumen von jeweils über 100 Millionen US-Dollar untersucht.

Nordamerika verzeichnet höchste Anzahl an Transaktionen und höchste Wertzuwächse

Stark gestiegen ist die Anzahl der Transaktionen in Nordamerika: Im 2. Quartal wurden 94 Übernahmen abgeschlossen - fast 50 Prozent mehr als im 1. Quartal 2010. Auch im Hinblick auf die erreichten Wertsteigerungen stehen die "Dealmaker" in Nordamerika an der Spitze. Sie übertrafen den Indexwert um 3,8 Prozentpunkte, dicht gefolgt von Transaktionen in der Region Asien/Pazifik mit 3 Prozentpunkten oberhalb des Index. Das Schlusslicht bilden M&As in Europa, deren Wertsteigerung 0,2 Prozentpunkte unterhalb des Index lag.

Paradigmenwechsel bei länderübergreifenden Fusionen?

Länderübergreifende Transaktionen übertrafen erstmals seit Studienbeginn den Wertzuwachs durch inländische Transaktionen. Fusionen über Ländergrenzen hinweg gelten in der Regel als komplexer. Zudem ist die Verhandlungsdauer bis zu ihrem Abschluss zumeist länger. Auch steigerten sie den Unternehmenswert weniger als inländische Fusionen wie die Ergebnisse der letzten Jahre zeigten. Dass sich diese Sachverhalte nun im 2. Quartal umgekehrt darstellen, liegt vor allem an der Vielzahl der Transaktionen in Nordamerika. Länderübergreifende Transaktionen übertrafen den Index um 5,6 Prozentpunkte, Inlands-Fusionen hingegen nur um 2,9 Prozentpunkte.

"Dass Mergers & Acquisitions den Unternehmenswert steigern können, hat der Deal Performance Monitor immer wieder gezeigt", berichtet M&A-Experte Helmuth L. Uder von Towers Watson in München. "Hingegen überrascht das herausragende Abschneiden der länderübergreifenden Fusionen im 2. Quartal 2010. Ob das nur eine Ausnahme oder schon ein neuer Trend ist, lässt sich im Moment noch nicht sagen - wir werden das in den kommenden Monaten weiter beobachten".

Zu den Werten in Nordamerika führt Uder aus, dass die dort ansässigen Unternehmen deutlich stärker an Übernahmen interessiert seien, sowohl im In- als auch im Ausland. Der günstige Dollarkurs unterstütze dieses Bestreben. Die Studie zeige zudem, dass es nordamerikanischen Unternehmen gelinge, eine größere Wertsteigerung aus solchen Transaktionen zu generieren, auch in dem als schwierig geltenden länderübergreifenden Umfeld.

Schnelle Abschlüsse und mittlere Transaktionsvolumen sorgen für höhere Wertzuwächse

Übernahmen wurden im 2. Quartal deutlich zügiger abgeschlossen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. So waren globale Fusionen statt nach 100 schon nach 66 Tagen bereits abgeschlossen. Die aktuelle Quartalsauswertung zeigt zudem, dass zeitnah abgeschlossene Transaktionen den Index um 5,8 Prozentpunkte übertrafen, zeitintensivere hingegen 0,2 Prozentpunkte hinter der Benchmark zurückblieben.

Auch der Umfang der Transaktion beeinflusst die Wertsteigerung. Hier schneiden M&As mit mittleren Transaktionsvolumina besser ab als größere. Umfangreiche Transaktionen stehen in der Regel vor den gleichen Schwierigkeiten wie länderübergreifendeDie 25 größten Übernahmen sind mit 198 Verhandlungstagen weit von der durchschnittlichen Verhandlungsdauer von 66 Tagen entfernt. Auch im Hinblick auf die Wertsteigerung ähneln umfangreiche Transaktionen den länderübergreifenden: Die 25 größten Übernahmen unterboten den Index um 10,8 Prozentpunkte.

"Inzwischen werden Mergers & Acquisitions deutlich besser vorbereitet und schneller abgeschlossen", berichtet Towers-Watson-Experte Uder. "Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass Größe und Abschlussgeschwindigkeit die letztendliche Wertsteigerung deutlich beeinflussen können. Umfangreiche Transaktionen brauchen meist länger bis zum Abschluss; bei langsamen Abschlüssen fällt die Wertsteigerung im Schnitt geringer aus. Eine lange Verhandlungsdauer kann jedoch auch auf grundlegende Schwierigkeiten hinweisen." Schnelle Abschlüsse und die "goldene Mitte" im Hinblick auf den Transaktionsumfang stehen hingegen für optimale Wertsteigerungsraten.

Hintergrundinformationen zur Studie

Die aktuelle Studie von Towers Watson und der CASS Business School basiert auf Angaben der Thomson One Banker Mergers & Acquisitions Datenbank. Berücksichtigt wurden 162 M&A-Transaktionen mit einem Wert von jeweils mehr als 100 Mio. $, vollzogen zwischen dem 1. April 2010 und dem 30. Juni 2010. Die Zielunternehmen mussten sich am Ende der Transaktion vollständig im Besitz des jeweils übernehmenden Unternehmens befinden. Ausgeschlossen wurden reine Immobilien-Deals.

Towers Watson

Towers Watson, eine der führenden Unternehmensberatungen weltweit, unterstützt seine Kunden, ihren Unternehmenserfolg durch ein effektives HR-, Finanz- und Risikomanagement zu steigern. Mit rund 14.000 Mitarbeitern in 34 Ländern entwickelt das Unternehmen Lösungen für betriebliche Altersversorgung und Nebenleistungen, für das Personal- und Vergütungsmanagement sowie das Risiko- und Finanzmanagement, einschließlich der Beratung von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen.



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