EMB warnt vor Verzögerungen bei Solvency II

Experten raten Sach- und Rückversicherern, neben dem Solvenzkapital auch auf die ORSA-Anforderungen zu achten

(PresseBox) (Köln, ) Die Anforderungen des ORSA (Own Risk Solvency Assessment) innerhalb der Richtlinien von Solvency II stellen für Sach- und Rückversicherer eine weitaus größere Herausforderung dar als die reinen Solvenzkapitalanforderungen. Das meint EMB Deutschland, der Experte für aktuarielle Unternehmensberatung im Bereich der Sach- und Rückversicherung und warnt Versicherer, diese nicht zu unterschätzen.

Beim ORSA evaluieren Unternehmen sämtliche Risiken, die sich aus ihrer Geschäftstätigkeit ergeben. Dabei beziehen diese ihre individuelle Risikobereitschaft, ihr Risikoprofil und ihre Strategie mit in die Berechnung ein. Sich mit dem ORSA auseinanderzusetzen, ist darüber hinaus eine gute Vorbereitung für das Bestehen des im Rahmen von Solvency II vorgeschriebenen "Use Test".

"Was Versicherer für ORSA vorbereiten müssen, geht weit über die Berechnung ihres Kapitalbedarfs hinaus", sagt Frank Sommerfeld, Geschäftsführer bei EMB Deutschland. "Ungeachtet des politischen Geplänkels, das es derzeit in Brüssel über die genaue Ausgestaltung von Solvency II gibt, fährt das CEIOPS-Komitee (Committee of European Insurance and Occupational Pension Supervisors) weiter mit seinem Implementierungsprogramm." Das CEIOPS-Komitee ist der Zusammenschluss der Europäischen Versicherungs-Aufsichtsbehörden.

Das bedeutet, dass Versicherer bereits deutlich vor 2012, dem aktuell geplanten Einführungstermin von Solvency II, signifikante Fortschritte in der Vorbereitung für die Richtlinie machen sollten. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die planen, ein vollständiges oder partielles internes Modell zu nutzen.

Mike Wilkinson, der die europäische Solvency II Advisory Group von EMB leitet, betont die Notwendigkeit, dass Unternehmen sich über den Unterschied zwischen einem internen und einem technischen Modell im Klaren sind. Das interne Modell ist demnach das Gesamtsystem zur Berechnung des Unternehmensrisikos und des Kapitalbedarfs. Das technische Modell spielt darin eine entscheidende Rolle, ist aber nur Teil des Prozesses.

"Die meisten technischen Modelle wurden aus einer kapitalorientierten Perspektive heraus entwickelt", sagt Wilkinson. "Durch risikobasierte Regulierungen wie Solvency II und ORSA im Besonderen müssen sich interne Modelle stärker als bisher an geschäftsstrategischen Fragestellungen orientieren. Das gesamte interne Modell gehört hierzu auf den Prüfstand."

Sommerfeld ergänzt: "Die Berechnung des regulatorischen Solvenz-Kapitals ist nur die Spitze des Eisbergs. Für viele Unternehmen wird Solvency II entscheidende strukturelle und unternehmenskulturelle Veränderungen nach sich ziehen."

Weitere Informationen unter info-de@emb.com oder 0221 - 35 66 26 - 0.

Towers Watson

EMB Deutschland (www.emb.com) ist die marktführende aktuarielle Unternehmensberatung im Bereich Sach- und Rückversicherung in Deutschland und Teil des globalen EMB-Netzwerks. Die Schwerpunkte der Tätigkeit von EMB Deutschland umfassen die Bereiche Tarifierung und Prämienoptimierung, DFA, ALM und Risikomanagement sowie Reservierung und Unternehmensbewertung.

EMB wurde 1993 gegründet und kombiniert versicherungsmathematische (aktuarielle) Beratung mit Software für anspruchsvolle Analysen und Risikobewertung. Die angebotenen Services konzentrieren sich auf die Bereiche der Privat-, Gewerbe- und Industrieversicherungen und beinhalten neben der professionellen aktuariellen Beratung umfangreiche Trainingsangebote (Professional Development), Marketingstrategien und Softwarelösungen für Unternehmen. EMB ist ein Pionier in der Entwicklung und Nutzung von hochleistungsfähigen aktuariellen Softwarelösungen für moderne Desktop-PCs, mit denen Aufgaben bewältigt werden können, die zuvor entweder gar nicht oder nur sehr zeitaufwändig bewerkstelligt werden konnten. Die Zentrale von EMB befindet sich in London, weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 300 Mitarbeiter und deckt damit alle wichtigen Märkte ab (einschließlich Nord-, Mittel- und Südamerika, den Asiatisch-/Pazifischen Kontinent und Europa sowie den Mittleren Osten und Afrika). Zu den globalen Kunden von EMB zählen 28 der weltweit Top-30 Sach- und Rückversicherer.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.