Erneuter Preisrutsch bei Gas im zweiten Quartal - Strompreise steigen weiter

Preissenkungen bei 487 Gasversorgern von bis zu 26 Prozent ab April angekündigt / Strompreiserhöhungen bei 48 Grundversorgern um bis zu 23 Prozent in den kommenden Wochen

(PresseBox) (Berlin, ) Die Gaspreise in Deutschland werden nach einer aktuellen Marktanalyse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) im zweiten Jahresquartal kräftig sinken. Nachdem in einer ersten Senkungswelle im Zeitraum von Januar bis März rund 450 Gasversorger ihre Tarife um 6,3 Prozent vergünstigt hatten, können viele Verbraucher in den kommenden Monaten mit noch stärkeren Preisnachlässen rechnen. So planen nach aktuellem Stand insgesamt 487 Gasversorger ab April Preissenkungen von nochmals durchschnittlich 13,3 Prozent.

"Neben den Großversorgern E.ON, RWE, EnBW, EWE und der Berliner GASAG senken viele Anbieter im kommenden Quartal bereits zum zweiten Mal seit Jahresbeginn ihre Preise um bis zu 26 Prozent", erklärt Tarifexperte Thorsten Bohg von toptarif.de (www.toptarif.de). "Auch etliche Unternehmen, die bei den letzten Erhöhungsrunden im vergangenen Spätherbst und zum Jahreswechsel ausgesetzt hatten, folgen dem allgemeinen Trend zu günstigeren Gaspreisen." Am deutlichsten nach unten gehen die Kosten für die Kunden der Stadtwerke Uelzen in Niedersachsen. Unter Berücksichtigung der ab April gültigen Tarife sind dort die Preise für Gas seit Jahresbeginn um über 37 Prozent gefallen.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas reduzieren sich die jährlichen Kosten unter Berücksichtigung der geplanten Preissenkungen um durchschnittlich 216 Euro. In der Spitze sinken die Preise sogar um 400 Euro und mehr, unter anderem bei den Stadtwerken Gütersloh und der enwor GmbH in Nordrhein-Westfalen, bei den Stadtwerken Merseburg in Sachsen-Anhalt sowie bei der MAINGAU Energie GmbH in Hessen.

"Trotz der angekündigten Nachlässe bleibt für viele Endkunden ein bitterer Beigeschmack, da die Preissenkungen erst jetzt zum Ende der energieintensiven Heizperiode wirksam werden", macht Bohg deutlich. "Für viele Verbraucher stellt sich natürlich die berechtigte Frage, warum der seit Sommer 2008 sinkende Ölpreis, dem der Gaspreis im Abstand von rund 6 Monaten folgt, erst jetzt im großen Umfang weitergegeben wird, wo kaum noch Gas zum Heizen benötigt wird."

Während bei den Gaspreisen die Richtung klar nach unten zeigt, steigen die Strompreise weiter an. So haben für die kommenden Wochen 48 Grundversorger Preiserhöhungen von bis zu 23 Prozent angekündigt, darunter der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE und einige größere Stadtwerke in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

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