Abtragbeizanlage komplettiert Großinvestition

TITAL bearbeitet Titan-Großteile / Investment: rund 500 000 €

(PresseBox) (Bestwig, ) Der Spezialist für Aluminium-Feinguss und Titan-Großgießteile, die Firma TITAL GmbH aus Bestwig im Sauerland, schließt mit einer neuen Abtragbeizanlage ihr Investitionsprogramm für die Titan-Großgießanlage ab, die im Dezember 2008 in Betrieb gegangen ist. In der neuen Anlage können Titan-Werkstücke mit Kantenlängen von bis zu 1500 mm und einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm gebeizt werden. Die alte, noch bestehende Abtragbeizanlage ist für die Nachbearbeitung der Werkstücke in dieser Größenordnung zu klein. Das Beizen von Titan-Gussteilen stellt einen notwendigen Schritt im Produktionsverfahren dar. Auf diese Weise wird die spröde Gusshaut abgetragen. Da durch die Abtragbeizanlage auch das Anschnittmaterial (= nicht mehr weiter verarbeitbare Rohmaterialreste) vollständig recycelt werden kann, konnte TITAL die Arbeitsabläufe weiter optimieren. Das Investitionsvolumen wird mit rund 500.000 € beziffert. Hergestellt und schlüsselfertig geliefert wurde die Anlage für TITAL von der ADRIAN Galvanotechnik GmbH & Co. KG aus Hückeswagen.

Dr. Ralf Gerke-Cantow, Produktionsleiter Titan: "Obwohl wir bei unseren Formen sehr reaktionsbeständige Materialien verwenden, kann eine Anreicherung der Werkstückoberfläche mit Sauerstoff und Stickstoff nicht völlig vermieden werden. Die Titanschmelze reagiert an ihrer Oberfläche dann mit dem Formstoff der Gussform." Würden die Gussteile nach dem Gießen nicht gebeizt, käme es zum so genannten Alpha-case. Heißt: Die Oberflächenschicht versprödet. Dr. Gerke-Cantow: "Die Werkstücke sind dann für dynamische Belastungen unbrauchbar und es können von der spröden Oberfläche aus Risse gebildet werden. Deswegen benötigten wir unbedingt eine passend dimensionierte Abtragbeizanlage."

Kernstück der Abtragbeizanlage ist ein mit Säure gefülltes, 1,8 m breites und 2 m langes Becken. Es befindet sich in einer 2 m tiefen Grube und ist zum Teil eingehaust, so dass es nur bedingt einseh- und begehbar ist. Eine halbautomatische Bedienung des Fahrwagens erfolgt daher vom Schaltschrank aus. Bis zu 100 Gussrohlinge werden in ein Drehgestell eingebracht und für ca. eine halbe Stunde in der Säure gedreht. Nach dem Bad werden die Gussteile mit Wasser klar abgespült. Anschließend werden sie in einem Ofen mit heißer Luft getrocknet.

Die alte und nur 1,2 x 1 m große Abtragbeizanlage kommt nach wie vor zum Einsatz. Sie kann allerdings nur Werkstücke mit Kantenlängen von bis zu 600 mm aufnehmen.

Da durch die neu hinzugekommene Abtragbeizanlage doppelt so viel Anschnittmaterial wie vorher recycelt werden kann, optimiert die Investition die Arbeitsabläufe bei TITAL und senkt Kosten. Dr. Gerke-Cantow: "Titan-Reste, werden nachbearbeitet, von Verunreinigungen befreit und sind somit wieder verwendbar. Wir haben damit so gut wie keinen Materialverlust mehr."

Tital GmbH

TITAL liefert weltweit anspruchsvolle Aluminium- und Titan-Feinguss-Bauteile an führende Unternehmen aus Luftfahrt, Verteidigung, Rennsport und Maschinenbau. Die Gussteile werden nach dem Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Die Firma TITAL wurde 1974 gegründet. Im Jahre 2006 übernahm das Management das Unternehmen, unterstützt durch die DZ Equity Partner GmbH - eine Beteiligungsgesellschaft der DZ Bank AG aus Frankfurt. TITAL beschäftigt heute 400 Mitarbeiter und realisierte in 2008 einen Umsatz von ca. 48 Mio. €.

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