Neuer Allzeitrekord beim Weißblechrecycling

(PresseBox) (Andernach, ) In Deutschland sind 2010 von 476.600 Tonnen verbrauchtem Weißblech 446.900 Tonnen wieder in die Stahlherstellung zurückgeführt worden. Damit erreicht Deutschland eine nie dagewesene Recyclingrate von 93,9 Prozent. Seit 2007 ist die 90-Prozentmarke nicht mehr unterschritten worden. Der bisherige Spitzenwert von 93,6 Prozent wurde im Jahr 2008 erreicht. In ihrer aktuellen Ausgabe der jährlich erscheinenden "Recyc-ling-Bilanz für Verpackungen" hat die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) diese Zahlen jetzt vorgestellt.

Die Gesamtmenge des umlaufenden Weißblechs, heute meist "Verpackungsstahl" genannt, umfasst sowohl die aus dem privaten Konsum hervorgehenden Mengen verbrauchter Dosen als auch die im gewerblichen Bereich anfallenden Weißblechverpackungen und Produktionsschrotte. Allein die dem privaten Verbrauch zugerechneten Mengen, etwa 84 Prozent des Gesamtverbrauchs, wurden im Berichtsjahr laut GVM zu 96,9 Prozent recycelt - ebenfalls ein bisher noch nicht erreichter Rekordwert.

Wie die Studie darlegt, werden über 70 Prozent der gebrauchten Verpackungen aus privatem Konsum über die Dualen Systeme - meist zusammen mit anderen, gut voneinander separierbaren Leichtverpackungen - eingesammelt. Die in sogenannten Branchenlösungen über Rücknahmesysteme des Einzelhandels erfassten Stahlverpackungen haben mit 17 Prozent den zweitgrößten Anteil an der Rückführungsmenge. Darin spielt die Einweggetränkedose eine wieder zunehmende Rolle. Erstmals seit Einführung des Einwegpfandes haben sich der Verbrauch und die Rückführung von Getränkedosen 2010 wieder erhöht.

Die aktuelle Recycling-Bilanz stellt im Vergleich zu 2009 heraus, dass Verpackungsstahl konjunkturbedingte Verbrauchsrückgänge und auch Rückgänge im Marktanteil im Jahr 2010 "konsolidieren und sogar Marktan-teile zurückgewinnen" (S. 65) konnte.

"Mit der erneuten Steigerung der Recycling-Quote baut Verpackungsstahl seine Spitzenreiterrolle innerhalb der Verpackungswerkstoffe weiter aus", erklärt Dr. Ulrich Roeske, Vorstandsvorsitzender von Deutschlands einzigem Weißblechhersteller Rasselstein, einer Tochter des ThyssenKrupp Konzerns. "Vollständige Recyc-lingfähigkeit ohne jeden Qualitätsverlust, verbunden mit einer sicheren und einfachen Separierbarkeit auf-grund der magnetischen Eigenschaften machen Verpackungsstahl zum Kreislaufwerkstoff par excellence", führt Roeske weiter aus. "Nachhaltigkeit steht ganz oben auf unserer Agenda. Neben unseren Erfolgen bei der kontinuierlichen Absenkung der Blechdicken - und damit der Steigerung der Materialeffizienz - ist die Sicherstellung des Wertstoffkreislaufs einer unserer wichtigsten Beiträge zur Ressourcenschonung und zur Verminderung der CO2-Freisetzungen in der Gesamtbilanz der Stahlverpackung."

In Andernach verfügt Rasselstein mit 1,5 Mio. Tonnen pro Jahr über die weltweit größte Produktionskapazität an einem einzelnen Standort. Seiner hervorgehobenen Rolle im deutschen Weißblechmarkt wird Rasselstein dadurch gerecht, dass das Unternehmen mit Hilfe seiner Tochtergesellschaft Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH (DWR) und der Non-Profit-Gesellschaft Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS) die Verantwortung für die Schließung des Wertstoffkreislaufs in seinem Heimatmarkt über-nimmt. Beide Dienstleistungsgesellschaften sorgen für die Rückführung einerseits der aus privatem Ver-brauch, andererseits der aus industrieller Nutzung anfallenden gebrauchten Verpackungen in den Erzeu-gungsprozess von Stahl, wo die wertvollen Sekundärrohstoffe in großem Ausmaß den Einsatz von Eisenerz, Reduktionsmitteln, Zuschlagstoffen und Energien erübrigen.

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