Schwacher Jahresauftakt

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) .
- OTC-Umsatz ist im ersten Quartal 2010 um drei Prozent gesunken
- Stationärer Handel litt unter schwacher Nachfrage nach Grippemitteln
- Vertriebskanal Versandhandel glänzt mit zweistelligen Zuwächsen

Zwar wird der Winter 2009/2010 als ein besonders langer und harter in die Annalen eingehen. Doch die Grippewellen verliefen in diesen Monaten völlig anders als im Winter davor - und damit auch die Entwicklungen im OTC-Markt. So hatten Apotheken (inkl. Versandhandel), LEH (inkl.Aldi) und Drogeriemärkte vor allem in den ersten und letzten drei Monaten 2009 vom gestiegenen Bedarf an Erkältungs- und Grippeprodukten profitieren können. In den Monaten Januar bis März 2010 fehlten allerdings die entsprechenden Impulse. Der Absatz über alle Vertriebskanäle und Indikationsgebiete sank daher um 5,5 Prozent auf 364 Mio. verkaufte Packungen, und das Umsatzvolumen ging um 2,7 Prozent auf rund 2,1 Mrd. Euro zurück.

Gerade bei den typischen saisonalen OTC-Produkten wie Grippe-, Husten- und Halsschmerzmitteln waren in den ersten drei Monaten 2010 durchweg zweistellige Einbrüche zu verzeichnen. Nachfragesteigerungen gab es hingegen bei Augenprodukten, wozu auch abrupt einsetzender, starker Pollenflug beigetragen haben dürfte, der entsprechende allergische Reaktionen bei vielen Verbrauchern bewirkte. Gefragt waren überdies Produkte gegen Gelenk- und Muskelschmerzen aufgrund der anhaltend feuchten, schneereichen Witterung, gegen Sodbrennen, Hautpilz-Behandlungsmittel sowie Mund- und Rachentherapeutika. In diesen Indikationsgebieten verzeichnete der Handel in Apotheken, Drogeriemärkten und Lebensmittelhandel deutliche Zuwächse.

Mit Blick auf den OTC-Gesamtmarkt war die Entwicklung in den stationären Vertriebskanälen dagegen überdurchschnittlich rückläufig, getrieben vor allem durch eine sehr schwache Performance in Lebensmittelhandel und Drogeriemärkten (Umsatz: -5%, Absatz: -6%). Sehr viel besser erging es allerdings auch den Apotheken nicht (Umsatz: -4%, Absatz: -5%). Dagegen erfreut sich das Einkaufen von Medikamenten per Mausklick bei den Verbrauchern weiter steigender Beliebtheit. So konnte sich der Apotheken-Versandhandel im beobachteten Zeitraum entgegen dem Trend wieder äußerst positiv entwickeln (Absatz: +21 %, Umsatz: +29%) und in den ersten drei Monaten 2010 einen Umsatz von 156 Mio. Euro generieren.

Positiv bleibt die Entwicklung im Gesamtmarkt Pharma- & Healthcare: Er verbuchte über alle Vertriebsschienen (Apotheke + LEH + Drogeriemärkte) hinweg im ersten Quartal ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 9,88 Mrd. Euro. Die Absätze sind in diesem Zeitraum allerdings mit -4,6 Prozent (531 Mio. Packungen) deutlich unter Vorjahresniveau gesunken. Wachstumstreiber waren in erster Linie wieder die rezeptpflichtigen Arzneimittel auf Kassen- und Privatrezept.

The Nielsen Company (Germany) GmbH

The Nielsen Company ist ein führendes globales Informations- und Medienunternehmen, das seinen Kunden weltweit essentielle und integrierte Marketing- und Media-Informationen sowie Analysen und Branchenexpertise zur Verfügung stellt. Nielsen nimmt führende Marktpositionen in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen, Media-Informationen zu Fernsehen, Online-, Mobil- und weiteren Medien, Fachmessen sowie Business Publications (Billboard, The Hollywood Reporter, Adweek) ein. Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern aktiv mit Hauptsitz in New York (USA). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com.

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