S&P Capital IQ Sektor-Research führt neue Vergleichskategorien bei Asset Allocation ein

Randal Goldsmith: "Sollen Fonds auch über Ländergrenzen hinweg miteinander verglichen werden, sind konsistente Bewertungskriterien unerlässlich"

(PresseBox) (London, ) S&P Capital IQ ändert als führender Anbieter von anlageklassenübergreifenden Daten seine Klassifizierungsmethode von Vergleichsgruppen für Investmentfonds. Das Fonds-Research-Team von S&P Capital IQ hatte im Rahmen einer Untersuchung festgestellt, dass es größerer Klarheit und Konsistenz in den Vergleichskategorien bedarf, um eine globale Vergleichbarkeit von Fonds zu ermöglichen.

Die Kategorisierung von Fonds ist innerhalb der globalen Investmentbranche ein hochaktuelles Thema. So hat in Großbritannien die IMA (Investment Management Association) kürzlich seinen Cautious-Management- Bereich in "Mixed Investments 20-60% Shares" umbenannt und benutzt damit die gleiche Klassifikation wie das ABI (American Bancruptcy Institute). Andere Instanzen definieren die jeweiligen Untergebiete hauptsächlich anhand ihrer Beteiligung am Aktienmarkt - eine Methode, die aus Sicht von S&P Capital IQ nicht weitreichend genug ist.

S&P Capital IQ vertraut dagegen auf eine zweistufige Klassifikationsmethode: Auf der ersten Stufe wird der betreffende Fonds nach seinem prozentual größten Anlageanteil beurteilt - also beispielsweise Aktien, Rentenpapiere, Rohstoffe (außer Gold) oder Immobilien. Auf der zweiten Stufe basiert die Kategorisierung auf der jeweiligen Gesamtsumme der Risikoanlagen. Zusätzlich bezieht S&P Capital IQ die Volatilität, Downside Deviation und Statistiken zum maximalen Wertverlust des Fonds ein. Die Kombination all dieser analytischen Prozesse führt schließlich zur finalen Kategorisierung des Fonds.

Besonders die vorher als defensiv kategorisierten Anlagen erwiesen sich als zum Teil höchst unterschiedlich, sodass S&P Capital IQ diese in zwei Untergruppen aufteilte: Defensiv und Neutral.

"Vergleiche von Fonds innerhalb von Fondsgruppen oder -kategorien sind für unser Fondsresearch zentral. Dabei ist es wichtig, dass Ähnliches mit Ähnlichem verglichen wird. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Kategorien geprüft und dabei wichtige Punkte entdeckt. Andere Instanzen definieren die jeweiligen Untergebiete hauptsächlich anhand ihrer Beteiligung am Aktienmarkt. Es gibt aber auch andere Anlagen, die ein ähnliches Risiko aufweisen - beispielsweise Anleihen mit einer Kreditwürdigkeit unterhalb von Investment Grade, Immobilien (aus Liquiditätsgründen) und Rohstoffe, die bisher viel zu wenig Beachtung fanden", sagt Randal Goldsmith, Fondsanalyst bei S&P Capital IQ Fund Research.

"So besteht beispielsweise ein erheblicher Unterschied zwischen zwei Fonds, deren Fondsmanager zwar beide zu 70 Prozent in Aktien investieren, von denen der eine die verbleibenden 30 Prozent jedoch in Geldmittel und qualitativ hochwertige Staatsanleihen anlegt, während der andere in Rohstoffe und Renten mit einer Kreditwürdigkeit unterhalb von Investment Grade investiert. Stufe zwei unseres Klassifikationsprozesses ermöglicht uns die Abbildung dieser Unterschiede. Das gilt auch, wenn zwei Fonds komplett in Risikoanlagen investiert sind: Derjenige, der breit gestreut investiert, weist ein niedrigeres Risiko auf als derjenige, der sich auf eine einzige Assetklasse konzentriert. Das ist durch die Korrelation der Anlageklassen bedingt. Die erste Stufe ist auch sehr wichtig, weil sie die Grundlage für die weitere Klassifikation bildet."

Die neuen Bereiche für die zwei Stufen sind:

- Stufe 1: Defensiv 0-35 % Neutral 35-60 % Ausgeglichen 60-85 % Aggressiv >85 %
- Stufe 2: Defensiv 0-45 % Neutral 45-70 % Ausgeglichen 71-95 % Aggressiv >95 %

Die Trennwerte für jeden Unterbereich der Asset Allocation basierend auf der Gesamtsumme der Risikoanlagen in Stufe zwei sind ein wenig höher als in Stufe eins, um den geringen Vorteil der Diversifikation abzubilden. Dadurch wurden viele Fonds von "Cautious" zu Neutral reklassifiziert, darunter viele ausschüttende Fonds, die zwar nur wenig in Aktien investiert sind, dafür aber oft einen signifikanten Anteil von Anleihen mit einer Kreditwürdigkeit unterhalb von Investment Grade in ihren Portfolios haben. Ein kleinerer Teil von Fonds mit ursprünglich geringem Risiko wurde als defensiv eingestuft.

Zusätzlich zu den oben aufgeführten neuen Bereichen gelten für Fremdwährungen folgende Werte:

- Stufe 1: Defensiv 0-35 % Neutral 35-60 % Aggressiv >60 %
- Stufe 2: Defensiv 0-45 % Neutral 45-70 % Aggressiv >70 %

Die Kategorien Defensiv und Neutral sind dabei für alle Währungen die gleichen wie für Pfund Sterling. Der Unterschied in der Kategorisierung liegt darin, dass die Kategorie "Ausgeglichen" für Fremdwährungen fehlt. Dies ist darin begründet, dass Fonds außerhalb von Großbritannien in der Regel keine hohen Anteile an Risikoanlagen, insbesondere Aktien, über einen längeren Zeitraum halten. Insofern gibt es von ihnen nicht genug, um eine aussagekräftige Differenzierung vorzunehmen.

Über S&P Capital IQ

S&P Capital IQ, ein Geschäftsbereich von The McGraw-Hill Companies (NYSE: MHP), ist ein führender Anbieter von assetklassenübergreifenden Daten, Research und Analysen für institutionelle Investoren, Anlageberater und Vermögensverwalter weltweit. Wir bieten ein breites und fundiertes Lösungspaket an, um unsere Kunden bei der Performance-Analyse, der Alpha-Generierung und der Ermittlung neuer Handels- und Investmentideen sowie bei der Durchführung von Risiko-Analysen und Minderungsstrategien zu unterstützen. Durch führende Desktop-Lösungen wie Capital IQ, Global Credit Portal und MarketScope Advisor Desktops, Unternehmenslösungen wie S&P Securities Evaluations, Global Data Solutions und Compustat, Researchdienste wie u.a. Leveraged Commentary & Data, Global Market Intelligence sowie Unternehmens- und Fondsresearch wandelt S&P Capital IQ Finanzinformationen in die fundierten Einblicke um, die den Kern der Kundenbedürfnisse bilden.

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