technotrans kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

Umsatz stabilisiert sich bei knapp 20 Mio. € / Ergebnis positiv, EBIT-Marge 3,2 Prozent / Weitere Belebung des Geschäfts für 2010 erwartet

(PresseBox) (Sassenberg, ) Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres wurde in der technotrans-Gruppe ein Umsatz von 19,8 Millionen € erwirtschaftet. Damit liegt er zwar noch 14,5 Prozent unter dem ersten Quartal des Vorjahres (23,2 Millionen €), jedoch leicht über dem Niveau des vierten Quartals 2009 (19,6 Millionen €). Der Start in das neue Jahr war zunächst ausgesprochen verhalten ausgefallen und dies hat insbesondere das Segment Technology zu spüren bekommen, dessen Umsatz im ersten Quartal noch unter den Erwartungen blieb. In den darauf folgenden Wochen belebte sich das Geschäft jedoch, so dass das Quartal insgesamt, auch aufgrund eines vergleichsweise starken Services-Geschäfts, noch recht zufriedenstellend ausfiel.

Durch die Maßnahmen zur Kostenreduzierung wurde der Break-Even-Punkt deutlich gesenkt. Im ersten Quartal 2010 konnten deshalb auf allen Ebenen schwarze Zahlen ausgewiesen werden. Die Bruttomarge erreicht mit 32,7 Prozent wieder ein erträgliches Niveau; das Bruttoergebnis ist im ersten Quartal insbesondere durch den Produktmix und das verbesserte Kostengerüst positiv beeinflusst. Auch die Vertriebs-, Verwaltungs- und Entwicklungskosten wurden gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt. Als Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) werden 624 T€ ausgewiesen (Vorjahr -891 T€), dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,2 Prozent. Nach drei Monaten wird ein Periodenergebnis von 320 T€ erzielt (Vorjahr -1,2 Millionen €), dies entspricht einem Ergebnis je durchschnittlich im Umlauf befindlicher Aktie von 0,05 € (Vorjahr -0,19 €).

Am Stichtag 31.3.2010 waren im technotrans-Konzern 616 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, das waren 113 oder 16,9 Prozent weniger als zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt. Nicht zuletzt aufgrund der Produktionsverlagerung nach Sassenberg waren die Reduzierungen im Ausland mit -22,8 Prozent stärker als im Inland (-12,5 Prozent). Die Kapazitäten sind in Relation zum aktuellen Umsatzniveau immer noch etwas zu hoch, daher wird Kurzarbeit genutzt und dies voraussichtlich auch noch in den kommenden Monaten beibehalten.

Die Segmente

Mit 11,2 Millionen € liegt der Umsatz im Segment Technology nach drei Monaten noch recht deutlich unter dem Niveau des Vorjahresquartals (14,2 Millionen €, -21,4 Prozent) und auch leicht unter dem des vierten Quartals 2009 (11,7 Millionen €). Die ausgedehnte Betriebsruhe einiger großer Kunden zum Jahresbeginn sorgte für einen äußerst verhaltenen Start in das Geschäftsjahr. Trotz einer deutlichen Verbesserung in den folgenden Monaten gelang es nicht, dieses Defizit gegenüber dem Vorjahr und gegenüber der Planung innerhalb des ersten Quartals auszugleichen.

Das Segmentergebnis im ersten Quartal war mit -651 T€ noch negativ. Neben dem niedrigen Umsatz spielte hier auch der Produktmix eine Rolle. Der Vorstand geht davon aus, dass sich der Verlust des Segments zukünftig verringern wird.

Im Segment Services wurde mit 8,6 Millionen € mehr Umsatz realisiert als jeweils in den beiden Vorquartalen, aber noch 4,2 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres (9,0 Millionen €). Einen spürbaren Anteil an dem wachsenden Servicegeschäft hatte auch wieder die Technische Dokumentation, insbesondere durch den erfolgreichen Marktauftritt der gds AG in der Schweiz.

Erfreulich entwickelte sich die Profitabilität, mit einem Segmentergebnis von knapp 1,3 Millionen € (Vorjahr 1,1 Millionen €) wurde eine zufriedenstellende Größenordnung erreicht. Dies entspricht einer Segmentrendite von 14,6 Prozent.

Finanzlage

Ausgehend von einem Periodenüberschuss der ersten drei Monate von 320 T€ erreichte der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderung des Nettoumlaufvermögens 1,4 Millionen € (Vorjahr -176 T€). Die Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit betrugen 2,1 Millionen €. Der Free Cashflow ist mit gut 1,8 Millionen € auch im ersten Quartal wieder positiv.

Die liquiden Mittel lagen zum Ende des Quartals mit 11,7 Millionen € um gut 1,0 Millionen € über dem ersten Quartal 2009 (Vorjahr 10,7 Millionen €) sowie auch über dem Jahresendstand 2009 (10,2 Millionen €).

Die Nettoverschuldung verringerte sich weiter auf 10,5 Millionen € (Ende 2009: 12,4 Millionen €). Das Gearing beträgt zum Stichtag 32,8 Prozent.

Ausblick

Die Nachfrage aus der Druckindustrie zeigt weltweit nach wie vor ein sehr uneinheitliches Bild. Während die Erholung in der asiatischen Region vergleichsweise greifbare Züge aufweist, ist in den traditionellen, entwickelten Industriestaaten das Ende der Krise noch nicht durchgängig erreicht. Um für den weiteren Jahresverlauf einen konjunkturellen Aufschwung anzunehmen, bedarf es noch eines ausgeprägteren Optimismus.

"Aus diesen Gründen ist die Erreichung des Umsatzzieles für das laufende Geschäftsjahr noch mit einigen Risiken verbunden," sagt Henry Brickenkamp, Sprecher des Vorstandes der technotrans AG. "Gleichzeitig sehen wir jedoch auch unverändert eine Reihe von Chancen jenseits der reinen Einflüsse aus der konjunkturellen Entwicklung. Bei einigen Baureihen scheint der Lagerabbau bei unseren Kunden so weit fortgeschritten zu sein, dass sich ihr Ordervolumen wieder normalisiert. Die jüngsten Veröffentlichungen seitens der Druckmaschinenhersteller lassen darüber hinaus auch auf eine leichte Belebung ihres Geschäfts schließen. Projekte im Bereich der neuen Reinigungssysteme und der Sprühfeuchtwerke entwickeln sich positiv, so dass wir hier auch mit einem zukünftigen Anstieg der Nachfrage rechnen. Und nicht zuletzt erwarten wir in diesem Jahr kleine, aber wegweisende Umsatzbeiträge aus dem Bereich *technotrans industrial system solutions" - den neuen Märkten außerhalb der Druckindustrie."

"Neben unserem Fokus auf die Druckindustrie haben wir ein Team gebildet, das sich zusätzlich um neue Anwendungsbereiche für unsere Technologien bemüht," erläutert Brickenkamp. "Durch diese Initiative wollen wir das langfristige Wachstum von technotrans untermauern. Unser Ziel ist es, in drei bis fünf Jahren einen substanziellen Umsatzanteil jenseits der Druckindustrie zu erwirtschaften." Derzeit wird eine Vielzahl an möglichen Einsatzbereichen überprüft, um herauszufinden, in welchen Märkten technotrans die besten Chancen hat, mit seinen Kernkompetenzen erfolgreich tätig zu werden. "Es wird jedoch noch etwas Zeit dauern, um die identifizierten Chancen zu bewerten, die nächsten Schritte zu planen und erste konkrete Ergebnisse zeigen zu können."

Für die Ergebnisziele des Geschäftsjahres 2010 ist Dirk Engel, Finanzvorstand der technotrans AG, zuversichtlich: "Nach den niedrigen Umsätzen im ersten Quartal sehen wir gute Chancen, unser Ziel, im Geschäftsjahr 2010 zu einer nachhaltigen Profitabilität zurückzukehren, zu erreichen. Der Break-Even-Punkt wurde im Verlauf der Krise bereits erfolgreich gesenkt, so dass wir nun auch mit dem niedrigen Umsatz des ersten Quartals *schwarze Zahlen" schreiben konnten. Sollte sich die Geschäftstätigkeit im Verlauf des Jahres weiter beleben - wovon wir ausgehen -, so werden wir hier auch noch entsprechende Steigerungen zeigen können."

Aussagen in diesem Bericht, die sich auf die zukünftige Entwicklung beziehen, basieren auf unserer sorgfältigen Einschätzung zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Ergebnisse des Unternehmens können von den geplanten Ergebnissen erheblich abweichen, da sie von einer Vielzahl von Markt- und Wirtschaftsfaktoren abhängen, die sich teilweise dem Einfluss des Unternehmens entziehen.

Der vollständige Zwischenbericht 1-3/2010 steht im Internet unter www.technotrans.de, Bereich Investor Relations - Berichte, als Download zur Verfügung.

Der Zwischenbericht 1-6/2010 wird voraussichtlich am 10. August 2010 veröffentlicht.

Die Hauptversammlung 2010 findet statt am 6. Mai 2010 in Münster.

Wertpapier: technotrans AG - ISIN DE0007449001 - WKN 744 900

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