Zwölf »Perspektiven für Zukunftsmärkte«

(PresseBox) (Münster, ) Deutsche Unternehmen haben nur Chancen, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten, wenn sie innovative Waren und Services anbieten. Die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt die Wirtschaft durch zielgerichtete Forschung und die Konzentration auf Zukunftsmärkte im Innovationsprozess. Das betonte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger auf der Jahrestagung der Organisation für angewandte Forschung am 19. Oktober in Magdeburg.

Unternehmen brauchen Innovation, um wettbewerbsfähig zu bleiben - in globalisierten Märkten mehr denn je. Wachstumsstarke Unternehmen erzielen fast drei Viertel ihrer Umsätze mit Produkten, die jünger als drei Jahre sind. Kreative Ideen reichen dafür nicht aus, sie müssen in Produkte umgesetzt werden - und zwar schneller denn je. »Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft ist es, die Innovationsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu fördern und damit den Standort Deutschland zu stärken«, betont der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger. Um im Strom der weltweiten Technologietrends eine klare Orientierung zu finden, haben Fraunhofer-Experten zahlreiche Foresight-Studien anderer Industrienationen und Roadmaps internationaler Unternehmen ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mit internen und externen Experten diskutiert und weiterentwickelt. »Aus dem Vergleich der nationalen und internationalen Forschungstrends mit den derzeitigen Kompetenzen und Stärken der Fraunhofer-Gesellschaft ergaben sich zwölf Technologiefelder, von denen wir in besonderem Maß marktrelevante Innovationen erwarten«, erläutert Prof. Bullinger.

Die zwölf »Perspektiven für Zukunftsmärkte« zeichnen sich durch ein herausragendes Innovationspotenzial und große Marktnähe aus. »Wenn wir unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf diese Weise zielgerichtet konzentrieren, stärken wir die heimische Wirtschaft als Anbieter innovativer und weltweit erfolgreicher Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Wir erschließen neue Märkte und bieten Chancen für nachhaltiges Wachstum«, ist der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft überzeugt. Die Innovationsthemen sind in der Broschüre »Perspektiven für Zukunftsmärkte - Mit Fraunhofer heute für morgen forschen« zusammengestellt.

»Die Entwicklung neuer Ideen und Technologien ist jedoch nur der erste Schritt. Ein Innovationserfolg entsteht nur dann, wenn der geniale Gedanke auch auf systematische Prozesse zur Umsetzung stößt«, sagt Prof. Bullinger. Doch daran hapert es in Deutschland. Oft sind die Innovationsprozesse ineffizient und wenig systematisiert. Das verhindert eine rasche und konsequente Umsetzung neuer Ideen in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen. In einem vom Prof. Bullinger initiierten Projekt haben Fraunhofer-Experten untersucht, wie Unternehmen schneller zu Innovationen gelangen. Es wurden Faktoren identifiziert, die den Innovationsprozess hemmen. Außerdem haben die Forscher Werkzeuge entwickelt, die den Unternehmen helfen, ihre Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und gezielte Veränderungen einzuleiten.

Dass die deutsche Wirtschaft die Arbeit der Fraunhofer-Gesellschaft zu schätzen weiß, zeigt ein Blick auf das Ergebnis 2004. Trotz des schwierigen Markts für Forschung- und Entwicklungsleistungen gelang es, das Finanzvolumen auf insgesamt 1.069 Mrd. Euro zu steigern. Dabei konnten die Fraunhofer-Institute die Wirtschaftserträge um 30 Millionen Euro auf insgesamt 317 Mio. Euro steigern. Auf diese weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ist der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft besonders stolz, denn die Unternehmen haben im vergangenen Jahr die Mittel für externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen zurückgefahren. Der Erfolg angesichts dieser erschwerten Bedingungen belegt die besondere Wettbewerbsfähigkeit der Fraunhofer-Institute.

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