Akzeptanz-Studie zu alternativen Antriebskonzepten

Verbraucher wollen nicht länger als fünf Minuten zum Tanken brauchen

(PresseBox) (Darmstadt, ) Bei alternativen Antriebskonzepten stellt sich neben der Machbarkeit auch die Frage nach der Akzeptanz. Wissenschaft und Hersteller bauen Brennstoffzellen-Antriebe oder sorgen für doppelte Antriebe wie im Fall von Hybrid: Länger als 5 Minuten, maximal 10 Minuten, möchten die Verbraucher jedoch nicht an der Zapfsäule warten. Das ergab eine Studie des Darmstädter Prüfstandsspezialisten Technogerma, die auf der Automotive Testing Expo in Stuttgart durchgeführt wurde. "Mit dieser Einschränkung ist dem vollständigen Elektroauto schon fast die Grundlage entzogen - denn das ist chemisch und technisch im Augenblick nicht zu schaffen", erklärt Dipl.-Ing. Martin Oehmichen von Technogerma. Auf den Prüfständen des Spezialherstellers reifen zurzeit modernste Antriebskonzepte, stets neue Herausforderungen meistert die Entwicklertruppe bei der Planung und Umsetzung.

Zwar versprechen Hersteller wie Elektro-Pionier Tesla Ladezeiten von 20 Minuten, in der Realität ist dies jedoch nicht zu schaffen. Fast zwei Stunden würde ein beschleunigter Ladevorgang in Anspruch nehmen, der dabei den Akku stark belastet. Die im Rahmen der Technogerma-Studie befragten Autofahrer sehen die höchste Akzeptanz moderner Antriebskonzepte auf Seiten des Hybrids, 46 Prozent sind dieser Ansicht. Und Mercedes-Benz schickt bereits seit Ende 2009 die Hybrid-S-Klasse ins Rennen - mit Erfolg. Hier wird während der Fahrt die Energie erzeugt, die von den eingebauten Akkus im Fahrbetrieb dem 20 PS-Elektromotor zugeführt wird. Entwickelt haben die Untertürkheimer Ingenieure den alternativen Antrieb auf Prüfständen aus Darmstadt. "Unsere Prüfstandstechnik ist den Entwicklern sehr knapp auf den Fersen, die heutige Entwicklung wird maßgeblich von der Prüftechnik gestützt", schmunzelt Ingenieur Oehmichen.

Wasserstoff (sieben Prozent) oder Brennstoffzelle (fünf Prozent) haben in der Akzeptanzbewertung fast gänzlich ausgedient. Fast 20 Prozent räumen dem reinen Elektroauto dennoch große Marktchancen ein - bis dahin muss sich an der Elektrozapfsäule aber noch einiges tun. Die Frage nach der Kosten-Nutzen-Rechnung kann ebenfalls der Hybridantrieb für sich verbuchen: Mit 33 Prozent liegt Hybrid einen Prozentpunkt vor reinem Elektroantrieb. Zusätzlicher Vorteil des Hybrids: Eine externe Stromerzeugung im Kraftwerk fällt nicht in die Umweltbilanz des Fahrzeuges, Strom ist vielmehr ein Abfallprodukt. "Oftmals verschiebt sich der Wirkungsgrad von Elektroautos zu einer deutlichen Negativbilanz, wenn die Stromerzeugung beispielsweise im Kohlekraftwerk einbezogen wird", so Martin Oehmichen. Klar ist zumindest die Einstellung der Verbraucher gegenüber der SUV-Gigantomanie: 60 Prozent der auf der Stuttgarter Messe befragten Personen sind sicher, das solche PKWs kaum auf Effizienz ausgelegt sein können.

Die Technogerma Systems GmbH (TGS) steht am Standort Darmstadt als internationaler Spezialist für den schlüsselfertigen Bau von Motoren-, Antriebs- und Sonderprüfständen. Neben Prüfsystemen für PKW- und Nutzfahrzeugantriebe bietet das Unternehmen auch Sonderkonzepte auf Kundenwunsch, wie bspw. die Kälteprüfung bei bis zu minus 25 Grad Celsius oder auch Prüfstandsanwendungen für einzelne Aggregate wie Kompressoren oder Turbolader. Technogerma Systems entwickelt und fertigt Prüfstandssysteme sowohl für den Automotive- als auch den Non-Automotivesektor und deren Zulieferindustrie, ebenso wie für Forschungseinrichtungen, Hochschulen und andere öffentliche Auftraggeber.

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