OMV und TU Wien schließen Rahmenvertrag für gemeinsame Wissenschaftsprojekte

(PresseBox) (Wien, ) Mit einem Rahmenvertrag vertiefen die OMV und die Technische Universität (TU) Wien ihre bestehende Zusammenarbeit im Bereich Exploration und Produktion und setzen ein Zeichen für den Forschungsstandort Österreich. Mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen soll die Förderung von Öl und Gas auch in Zukunft gesichert werden.

Die OMV, einer der größten Konzerne Österreichs, stärkt sein Engagement für Bildung und Wissenschaft durch eine langfristige Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Wien. Im Rahmen des geschlossenen Rahmenvertrages wird die bestehende Zusammenarbeit vertieft und es werden künftig weitere Forschungsaufträge an die Fakultäten für Physik, Technische Chemie sowie Maschinenwesen und Betriebswissenschaften vergeben. Studierende und WissenschaftlerInnen der TU Wien sollen so beispielsweise an geochemischen Fingerprints von Lagerstättenwässern, der rheologischen Untersuchung von paraffinreichen Ölen und dem Einsatz neuer Materialien in Produktion und Leitungsbau forschen.

Leopold Bräuer, Projektverantwortlicher bei der OMV, zeigt sich erfreut über das Forschungsabkommen mit der TU Wien: "Wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, gemeinsam mit unseren Experten, neue Lösungen und Standards für die Industrie zu entwickeln." Durch die Bündelung der Kompetenzen von OMV und TU Wien in den geplanten Gemeinschaftsprojekten werden richtungsweisende Innovationen erwartet. Ziel der OMV ist es, auf Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse auch in Zukunft die sichere Versorgung mit Öl und Gas zu gewährleisten. Die OMV erreicht in Österreich bereits heute durch modernste Lagerstätten- und Fördertechniken eine im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohe Ausbeute der Rohöl- und Erdgasfunde. Durch modernste Richtbohr- und Horizontalbohrtechnik werden mit einer einzigen Produktionsbohrung beispielsweise mehrere weit auseinander liegende Lagerstätten gleichzeitig erfasst.

Horizontales Erschließen der Lagerstätten erhöht die Förderrate um ein Vielfaches.

TU-Forschungsvizerektorin Sabine Seidler möchte mit der Kooperation die Leistungsfähigkeit der Forschung an der TU Wien unter Beweis stellen: "Durch das Arbeiten über Fakultäts- und Institutsgrenzen hinweg können wir der OMV die gesamte Expertise der TU Wien zugänglich machen." Somit sieht sie für beide Partner optimale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Hintergrundinformationen:

OMV Aktiengesellschaft

Mit einem Konzernumsatz von EUR 17,92 Mrd und einem Mitarbeiterstand von 34.676 im Jahr 2009 ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Als führender Energiekonzern im europäischen Wachstumsgürtel ist der OMV Konzern im Bereich Raffinerien & Marketing (R&M) in 12 Ländern tätig. Im Bereich Exploration & Produktion (E&P) ist die OMV in 16 Ländern auf vier Kontinenten aktiv. Der Bereich Gas & Power (G&P) verkauft jährlich rund 13,1 Mrd m³ Gas. Durch das 2.000 km lange österreichische Gasleitungsnetz transportiert G&P jährlich rund 75 Mrd m³ Erdgas. Der Central European Gas Hub der OMV zählt mit ca. 23 Mrd m³ jährlichem Handelsvolumen zu den wichtigsten Gashubs Kontinentaleuropas.

Die OMV ist der führende Energiekonzern im europäischen Wachstumsgürtel mit Öl- und Gasreserven von rund 1,19 Mrd boe, einer Tagesproduktion von rund 318.000 boe in Q2/10 und einer jährlichen Raffineriekapazität von rund 26 Mio t. Die OMV verfügt über 2.319 Tankstellen in Q2/10. Der Marktanteil des Konzerns im Bereich R&M im Donauraum beträgt damit rund 20%.

Durch den Erwerb von 41,58% an der Petrol Ofisi, Türkeis führendem Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft, baute die OMV ihre führende Position im europäischen Wachstumsgürtel weiter aus.

Nachhaltigkeit

Die OMV hat den UN Global Compact unterzeichnet und fördert aktiv die Werte, zu denen sie sich in ihrem Code of Conduct verpflichtet hat. Sie übernimmt Verantwortung für Mensch und Umwelt, vor allem in sozial und wirtschaftlich sensiblen Regionen. Die OMV setzt laufend Schritte, um die wirtschaftliche, ökologische und soziale Dimension in ihrem geschäftlichen Handeln verantwortungsvoll zu berücksichtigen. Das Unternehmen berichtet regelmäßig über seine entsprechenden Aktivitäten in einem Nachhaltigkeitsbericht, der gemeinsam mit dem Geschäftsbericht erscheint, und orientiert sich dabei an den international anerkannten Berichtsstandards der Global Reporting Initiative (GRI).

Technische Universität Wien

Die TU Wien ist mit 270 Millionen Euro "Umsatz", etwa 3.000 WissenschaftlerInnen und über 23.000 Studierenden Österreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung auf dem Gebiet der Naturwissenschaft und Technik. Im Zuge der Neupositionierung hat die TU Wien mit ihrem Entwicklungsplan 2010+ ihr prägnantes Forschungsprofil weiterentwickelt und fünf Schwerpunkte definiert, von denen einer "Energie und Umwelt" ist. In diesem Bereich wurde ein Forschungszentrum etabliert, dass die Aktivitäten aller Forschungsgruppen unterstützt.

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