Wohin mit silikonhaltigen Abfällen?

Der II. EBS-Analytik-Workshop zu Qualitätssicherung und Inputkontrolle findet am 3. und 4. März im Hörsaalzentrum statt

(PresseBox) (Dresden, ) Durch einen reinen Zufall gelang dem Radebeuler Chemiker Richard Müller im Jahr 1941 die technische Herstellung von Ausgangsprodukten für die Silikonproduktion. Heute sind die Silikone, in der wissenschaftlichen Literatur oft als Siloxane bezeichnet, weltweit aus vielen Bereichen des täglichen Lebens schon nicht mehr wegzudenken, sei es in der Elektro-, Elektronik-, Textil-, Papier-, Metall- oder Lebensmittelindustrie. Aber auch in Medizin, Pharmazie und Kosmetik, in der Chemie sowie der Kunststoff- und Kautschukindustrie kommen die Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft und die restlichen Elektronen mit organischen Molekülgruppen abgesättigt sind, zum Einsatz.

Bei der Behandlung silikonhaltiger Abfälle führen die Siloxane jedoch an thermischen Abluftbehandlungsanlagen zu großen technischen Problemen. An einer einzigen Anlage können sie Kosten von bis zu 250.000 Euro pro Jahr verursachen. Das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten der Technischen Universität Dresden sucht deshalb nach Lösungsansätzen für diese Problematik. Wissenschaftler des Instituts erforschen die Herkunft, die Entstehung und die Beseitigung von siliziumorganischen Verbindungen in der Abfallwirtschaft. Ziel ihrer Forschung ist es, effiziente und kostengünstige Abluftreinigungsverfahren für Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlagen zu entwickeln, in dem flüchtige siliziumorganische Verbindungen abgereinigt werden sollen.

Unter dem Titel "Probennahme und Analytik von Siloxanen" stellt Dipl.-Ing. Stephan Mattersteig, Mitarbeiter des Instituts, die Thematik auf dem II. EBS-Analytik-Workshop vor, der am 3. und 4. März im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden stattfindet.

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