Soziale Gerontologie: Abschied der letzten Studierenden und Neubeginn zugleich

(PresseBox) (Dortmund, ) Der Studiengang, der seit 1998 Praktikerinnen und Praktikern aus der Altenpolitik und Altenarbeit mit einem Hochschulabschluss die Möglichkeit bot, ein Diplom in Sozialer Gerontologie zu erwerben, wird nun die "Tore schließen". Grund: die Umstellung auf gestufte Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master im Rahmen des "Bologna-Prozesses", von dem auch das erfolgreiche "Dortmunder Modell" betroffen ist. Die offiziellen Verabschiedung des Berufs begleitenden Weiterbildungsstudiengangs Soziale Gerontologie wird am 12. März im Campus-Treff der TU Dortmund stattfinden. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Diplom-Übergabe um 16.30 Uhr an die 18 Absolventinnen und Absolventen durch Armin Laschet, NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration.

Allerdings bedeutet die Verabschiedung des weiterbildenden Diplomstudiengangs nicht etwa das Ende des "Dortmunder Modells". "Wir machen weiter, allerdings im anderen Gewand. Gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum bringen wir gerade einen Masterstudiengang mit dem Titel "Alternde Gesellschaften" auf den Weg. Unterstützt werden wir dabei von der Mercator-Stiftung in Essen", so Prof. Dr. Gerhard Naegele. Die Abschiedsvorstellung soll somit zugleich der Startschuss für etwa Neues sein. Der Start des neuen Masterstudiengangs, dessen Konzipierung im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Titel "Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns" entstand, ist zum Wintersemester 2010/2011 geplant.

Das Dortmunder Modell unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Naegele wurde damals mit dem Ziel eingeführt, "Innovationen in der praktischen Altenpolitik und -arbeit über die Köpfe derjenigen zu bewirken, die die Praxis machen", so die Begründung aus der Zeit der Einführung. Insgesamt hat der Studiengang fünf Durchläufe absolviert und fast 80 Studierende zum Abschluss als Diplom-Sozialgerontologe bzw. -Sozialgerontologin geführt. Die Absolventinnen und Absolventen sind heute bundesweit in unterschiedlichen Funktionen und Einrichtungen tätig, viele davon in leitenden Positionen. "Der Aufwand hat sich gelohnt!" So die Einschätzung der Absolventen und Absolventinnen sowie des für den Studiengang zuständigen Lehrpersonals. Dies ist nicht zuletzt der hervorragenden inhaltlichen und organisatorischen Unterstützung des Dortmunder Zentrums für Weiterbildung geschuldet.

Zur offiziellen Verabschiedung haben sich prominente Gäste angemeldet: Prof. Dr. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund, Prof. Dr. Ursula Lehr, ehemalige Bundesfamilienministerin und für die Dortmunder Verantwortlichen die "bedeutsamste Gerontologin Deutschlands", Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW sowie Prof. Dr. Ismail Tufan von der Akdeniz-Universität in Antalya (Türkei), der sich bei der Einrichtung des ersten sozialgerontologischen Master-Studiengangs in der Türkei eng am "Dortmunder Modell" orientiert hat. Erwartet werden zudem viele Absolventinnen und Absolventen, Dozentinnen und Dozenten, aktuelle Studierende und Promovierende.

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