Versuchsanlage zur emissionsfreien Stromerzeugung

Ministerin Lautenschläger kommt zur Grundsteinlegung am 9. März an die TU Darmstadt

(PresseBox) (Darmstadt, ) Die TU Darmstadt errichtet am Standort Lichtwiese eine Versuchsanlage zur Abscheidung des Klimagases Kohlendioxid (CO2)beim Betrieb von Kohle-, Gas- und Biomassekraftwerken. In Anwesenheit der Hessischen Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Silke Lautenschläger und des Präsidenten der TU Darmstadt Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel wird am kommenden Montag, 9. März 2009, 14.00 Uhr, der Grundstein zu der Versuchshalle gelegt, die die Versuchsanlage aufnehmen wird.

Die Inbetriebnahme der Anlage und die Aufnahme der Versuche sind für das Jahr 2010 geplant. Federführend bei dem Projekt ist das Fachgebiet für Energiesysteme und Energietechnik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Bernd Epple am Fachbereich Maschinenbau der TU.

In der Anlage werden in den nächsten Jahren zwei innovative Verfahren zur Abscheidung von Kohlendioxid aus Rauchgas untersucht: das sogenannte "Carbonate Looping" und das "Chemical Looping". Beim Carbonate Looping wird in einem Prozesskreislauf das CO2 durch gebrannten Kalk (CaO) absorbiert, wobei gewöhnlicher Kalk (CaCO3) entsteht. Dieser wird in einem speziellen Verfahren regeneriert und dabei das CO2 abgeschieden.

Beim Chemical Looping entsteht durch eine innovative zweistufige Verbrennung ein Rauchgasstrom, der nur CO2 und Wasserdampf enthält.Auch hier kann nun das CO2 abgeschieden werden. Gegenüber anderen diskutierten Verfahren bestechen Carbonate Looping und Chemical Looping durch einen hohen Wirkungsgrad und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit.Zusätzlich haben die hierbei anfallenden Nebenprodukte keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

Die Versuchsanlage wird am Standort Lichtwiese der TU Darmstadt im Bereich der Maschinenbau-Versuchshallen errichtet. Die Halle entsteht auf einer Grundfläche von 500 m², aufgeteilt in einen Haupt- und Nebentrakt.Der Haupttrakt wird die Versuchsanlage aufnehmen und hat eine Höhe von 18 Metern. Im fünf Meter hohen Nebentrakt sind Nebenaggregate und die Leitwarte zur Steuerung der Anlage untergebracht. Die Halle wurde zusammen mit dem Darmstädter Architektenbüro Heinigk, Boch+Keller geplant.

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