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Die neue digitale Lebensart
Unser Alltag vernetzt sich zunehmend. Mit den Annehmlichkeiten der Technik entstehen aber auch neue Risiken, vor denen man sich schützen sollte.
(PresseBox) (Ratingen, )
Der Trend geht zum Multimedia-Haushalt oder, wie es auf der CeBIT heißt: "Digital Life". Fernseher, PC, DVD-Player, Handy und Spielekonsole gehören zur Standard-Ausrüstung nahezu jeden Haushalts. Neu ist, dass immer mehr dieser Geräte die gleiche Sprache sprechen und damit problemlos Daten austauschen können – über Bluetooth oder Wireless-Local-Area-Network (WLAN) sogar ohne den üblichen Kabelsalat. Diese "schöne neue Cyber-Welt" macht unser Leben noch komfortabler. Aber ist sie auch sicher? Bei neuen Techniken lassen digitale Bedrohungen meist nicht lange auf sich warten – kein Problem, wenn man wachsam bleibt und sich mit ein paar einfachen Maßnahmen schützt.
Zukunftsforscher sehen den Heim-PC bereits als digitale Schaltzentrale im Haushalt. Filme können schon jetzt ruckelfrei vom PC über WLAN auf den Fernseher übertragen werden, Computerspiele werden kabellos über 3D-Brillen und Datenhandschuhe gesteuert, Reisende können bald über das Mobiltelefon Licht, Rollläden und die Musikanlage steuern, um ein ständig bewohntes Haus vorzutäuschen, und der Kühlschrank wird selbstständig online einkaufen gehen. Das Marktforschungsinstitut IDC sieht in der Drahtlos-Technik, vor allem in WLAN und Smartphones (mobile „Alleskönner“ mit Online-Anschluss, die Handy- und Organizer-Funktionen vereinen), den IT-Trend für 2004. Neue Technologien kommen jedoch selten ohne „Risiken und Nebenwirkungen“ auf den Markt.
The “Man-in-the-Middle”
Nahezu jedes neue Notebook besitzt eine vorinstallierte WLAN-Karte, selbst einige Discount-Ketten bieten entsprechende Geräte fast zu Schleuderpreisen an. Denn das Surfen mit WLAN ist im Vergleich zu anderer Drahtlostechnik kostengünstig, einfach und schnell. Immer häufiger sind die notwendigen Zugangspunkte zum Internet, so genannte Hotspots oder Access Points, an Flughäfen, in Cafés oder Hotels der Großstädte zu finden. Auch zuhause können sich Notebook-Nutzer recht einfach mit entsprechendem Zubehör einen Hotspot installieren und die Vorteile des kabellosen Surfens genießen – schnell auf der Terrasse das Kinoprogramm abrufen oder kurz vom Sofa aus eine E-Mail an Freunde verschicken.
Doch Experten warnen auch vor Sicherheitslücken: Ein großes Sicherheitsrisiko, das Nutzer von kabellosen Netzwerken haben, ist der Vertraulichkeitsverlust durch einen „Lauschangriff“. Mittels Notebook und einer WLAN-Karte ist es für Dritte nicht allzu schwer, von außen in ein solches Netzwerk zu gelangen. Dabei „schmuggelt“ sich der Eindringling in die Verbindung zwischen dem HotSpot und dem Notebook ein, quasi als „Man-in-the-Middle“. Ohne Probleme gelangt er so an persönliche Daten oder kann sogar auf Kosten des Besitzers im Internet surfen, was viele noch mehr „schmerzen“ dürfte.
Wie 007 - Verschlüsselung ratsam
Um das eigene WLAN zu sichern, empfiehlt der Sicherheitsexperte Patrick Heinen von Symantec „unbedingt neben einem aktuellen Virenschutzprogramm auch eine speziell für Notebooks konfigurierbare Firewall, wie die Norton Personal Firewall, zu installieren“.
Eine Firewall funktioniert wie ein „digitaler Pförtner“und verhindert den unbefugten Zugriff auf das Notebook. Zudem sollten Nutzer die Verschlüsselung nutzen, die am Access Point und der WLAN-Netzwerkkarte voreingestellt werden kann. Die Einstellungen für die Verschlüsselung nimmt der Benutzer herstellerabhängig über den Internetbrowser oder eine mitgelieferte Software vor. Eine genaue Anleitung dazu findet sich in der Regel im mitgelieferten Handbuch. Zusätzlich kann der Anwender eine sogenannte „Allow-Liste“ anlegen, mit der er festlegt, welche WLAN-Karten Zugriff auf das Netzwerk erhalten.
Bester Schutz mit Datentunnel
Besondere Vorsicht ist jedoch an öffentlichen WLAN-Hotspots geboten. Diese sind in der Regel vollkommen ungesichert. Deshalb sollten Internetnutzer dort beim Surfen keine sensiblen Daten auf dem Rechner gespeichert haben oder per E-Mail abrufen und verschicken, geschweige denn Online-Bankgeschäfte abwickeln.
Sicherer sind in jedem Fall Hotspots, die über ein Virtual Private Network (kurz VPN) gesichert sind. Hierüber kann ein verschlüsselter privater Datenverkehr über öffentliche Netzwerke erfolgen. Sicherheitsexperte Heinen: „Das VPN sorgt dafür, dass nur autorisierte Nutzer Zugriff erhalten. Die Kommunikation findet dabei durch einen verschlüsselten Tunnel statt. Dieser Tunnel verhindert, dass der Datenverkehr von aussen „belauscht“ werden kann.“ Access Points mit VPN-Gateway sind zum Beispiel an Universitäten aber auch in einigen Städten über private Anbieter verfügbar. Nachteil: Bevor diese gesicherten Hotspots genutzt werden können, ist zuvor eine Anmeldung (meist kostenpflichtig) notwendig. Innerhalb von 24 Stunden erhält der Anwender dann einen Benutzernamen mit Passwort und zugehöriger Software. Einmal angemeldet, können alle gesicherten Access-Points des entsprechenden Anbieters genutzt werden.
Viren machen mobil
Auch bei den neuen mobilen „Alleskönnern“ mahnt der Sicherheitsexperte zur Vorsicht: „Geräte wie Smartphones, die in einem 3G-Netzwerk (Mobilfunknetzwerk der dritten Generation) ständig online sind, haben ein vergleichbares Sicherheitsrisiko wie PCs mit Breitbandanbindung.“ Smartphones arbeiten wie Computer mit Betriebssystemen und sind deshalb ähnlichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Bisher sind digitale Schädlinge hierfür nicht aufgetaucht, was sich aber mit der weiteren Verbreitung solcher Geräte sicherlich ändern wird. Schon in diesem Jahr erwarten Experten bereits einen ersten „Proof-of-Concept“-Virus, also einen Test-Virus für Smartphones. IT-Sicherheitsanbieter wie Symantec arbeiten jedoch bereits an entsprechenden Schutzlösungen.
Mehr Informationen zu diesen Themen gibt es auf der CeBIT, die am 18. März ihre Tore öffnet. Interessierte finden den Symantec-Stand in Halle 6, F20.
Zukunftsforscher sehen den Heim-PC bereits als digitale Schaltzentrale im Haushalt. Filme können schon jetzt ruckelfrei vom PC über WLAN auf den Fernseher übertragen werden, Computerspiele werden kabellos über 3D-Brillen und Datenhandschuhe gesteuert, Reisende können bald über das Mobiltelefon Licht, Rollläden und die Musikanlage steuern, um ein ständig bewohntes Haus vorzutäuschen, und der Kühlschrank wird selbstständig online einkaufen gehen. Das Marktforschungsinstitut IDC sieht in der Drahtlos-Technik, vor allem in WLAN und Smartphones (mobile „Alleskönner“ mit Online-Anschluss, die Handy- und Organizer-Funktionen vereinen), den IT-Trend für 2004. Neue Technologien kommen jedoch selten ohne „Risiken und Nebenwirkungen“ auf den Markt.
The “Man-in-the-Middle”
Nahezu jedes neue Notebook besitzt eine vorinstallierte WLAN-Karte, selbst einige Discount-Ketten bieten entsprechende Geräte fast zu Schleuderpreisen an. Denn das Surfen mit WLAN ist im Vergleich zu anderer Drahtlostechnik kostengünstig, einfach und schnell. Immer häufiger sind die notwendigen Zugangspunkte zum Internet, so genannte Hotspots oder Access Points, an Flughäfen, in Cafés oder Hotels der Großstädte zu finden. Auch zuhause können sich Notebook-Nutzer recht einfach mit entsprechendem Zubehör einen Hotspot installieren und die Vorteile des kabellosen Surfens genießen – schnell auf der Terrasse das Kinoprogramm abrufen oder kurz vom Sofa aus eine E-Mail an Freunde verschicken.
Doch Experten warnen auch vor Sicherheitslücken: Ein großes Sicherheitsrisiko, das Nutzer von kabellosen Netzwerken haben, ist der Vertraulichkeitsverlust durch einen „Lauschangriff“. Mittels Notebook und einer WLAN-Karte ist es für Dritte nicht allzu schwer, von außen in ein solches Netzwerk zu gelangen. Dabei „schmuggelt“ sich der Eindringling in die Verbindung zwischen dem HotSpot und dem Notebook ein, quasi als „Man-in-the-Middle“. Ohne Probleme gelangt er so an persönliche Daten oder kann sogar auf Kosten des Besitzers im Internet surfen, was viele noch mehr „schmerzen“ dürfte.
Wie 007 - Verschlüsselung ratsam
Um das eigene WLAN zu sichern, empfiehlt der Sicherheitsexperte Patrick Heinen von Symantec „unbedingt neben einem aktuellen Virenschutzprogramm auch eine speziell für Notebooks konfigurierbare Firewall, wie die Norton Personal Firewall, zu installieren“.
Eine Firewall funktioniert wie ein „digitaler Pförtner“und verhindert den unbefugten Zugriff auf das Notebook. Zudem sollten Nutzer die Verschlüsselung nutzen, die am Access Point und der WLAN-Netzwerkkarte voreingestellt werden kann. Die Einstellungen für die Verschlüsselung nimmt der Benutzer herstellerabhängig über den Internetbrowser oder eine mitgelieferte Software vor. Eine genaue Anleitung dazu findet sich in der Regel im mitgelieferten Handbuch. Zusätzlich kann der Anwender eine sogenannte „Allow-Liste“ anlegen, mit der er festlegt, welche WLAN-Karten Zugriff auf das Netzwerk erhalten.
Bester Schutz mit Datentunnel
Besondere Vorsicht ist jedoch an öffentlichen WLAN-Hotspots geboten. Diese sind in der Regel vollkommen ungesichert. Deshalb sollten Internetnutzer dort beim Surfen keine sensiblen Daten auf dem Rechner gespeichert haben oder per E-Mail abrufen und verschicken, geschweige denn Online-Bankgeschäfte abwickeln.
Sicherer sind in jedem Fall Hotspots, die über ein Virtual Private Network (kurz VPN) gesichert sind. Hierüber kann ein verschlüsselter privater Datenverkehr über öffentliche Netzwerke erfolgen. Sicherheitsexperte Heinen: „Das VPN sorgt dafür, dass nur autorisierte Nutzer Zugriff erhalten. Die Kommunikation findet dabei durch einen verschlüsselten Tunnel statt. Dieser Tunnel verhindert, dass der Datenverkehr von aussen „belauscht“ werden kann.“ Access Points mit VPN-Gateway sind zum Beispiel an Universitäten aber auch in einigen Städten über private Anbieter verfügbar. Nachteil: Bevor diese gesicherten Hotspots genutzt werden können, ist zuvor eine Anmeldung (meist kostenpflichtig) notwendig. Innerhalb von 24 Stunden erhält der Anwender dann einen Benutzernamen mit Passwort und zugehöriger Software. Einmal angemeldet, können alle gesicherten Access-Points des entsprechenden Anbieters genutzt werden.
Viren machen mobil
Auch bei den neuen mobilen „Alleskönnern“ mahnt der Sicherheitsexperte zur Vorsicht: „Geräte wie Smartphones, die in einem 3G-Netzwerk (Mobilfunknetzwerk der dritten Generation) ständig online sind, haben ein vergleichbares Sicherheitsrisiko wie PCs mit Breitbandanbindung.“ Smartphones arbeiten wie Computer mit Betriebssystemen und sind deshalb ähnlichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Bisher sind digitale Schädlinge hierfür nicht aufgetaucht, was sich aber mit der weiteren Verbreitung solcher Geräte sicherlich ändern wird. Schon in diesem Jahr erwarten Experten bereits einen ersten „Proof-of-Concept“-Virus, also einen Test-Virus für Smartphones. IT-Sicherheitsanbieter wie Symantec arbeiten jedoch bereits an entsprechenden Schutzlösungen.
Mehr Informationen zu diesen Themen gibt es auf der CeBIT, die am 18. März ihre Tore öffnet. Interessierte finden den Symantec-Stand in Halle 6, F20.
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