Geschäftsmöglichkeiten bei Sportgrossanlässen nutzen

Die Osec unterstützt KMU beim Markteintritt in Russland

(PresseBox) (Zürich, ) .
Von Marc Buser, Senior Consultant Eastern Europe

An den Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi sind auch Schweizer KMU beteiligt, schwergewichtig in der Erstellung der Infrastruktur. Aber auch für weitere Schweizer Exporteure ist das Potenzial gross. Auch die Fussball-Weltmeisterschaft, die 2018 in Russland stattfinden wird, birgt für Schweizer Exporteure interessante Geschäftsmöglich-keiten - vor, während und nach dem Grossanlass. Voraussetzung für ein erfolgreiches Enga-gement in Russland ist unter anderem eine sorgfältige Vorbereitung.

Für die Modernisierung Russlands sollen Hunderte Milliarden Euro für den Infrastrukturausbau und die Energiewirtschaft, für Krankenhäuser und für den Aufbau einer starken Pharmaindustrie und eine Vorreiterrolle in der Informations- und Telekommunikationstechnologie investiert werden. Sport-grossanlässen kommt dabei eine besondere Rolle zu. Für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi werden allein für Sportstätten und Infrastruktur rund 34 Milliarden USD an Investitionen aufge-wendet. Ziel ist es, klimaneutrale Spiele zu veranstalten. Für die Errichtung neuer Gebäude und die Sanierung bestehender Infrastrukturbauten sind der Einsatz neuester Technologien und umwelt-freundlicher Baumaterialien geplant. Eine weitergehende Reduktion des fossilen Energiebedarfs soll durch die Nutzung regenerativer Energien erreicht werden. Auch die Fussball-WM 2018 wird einen weiteren, gewaltigen Investitionsschub auslösen und dem Infrastrukturprogramm zusätzliche Dyna-mik verleihen. Man spricht von rund 50 Milliarden USD, die benötigt werden, um das Land für die Weltmeisterschaft fit zu machen. Dabei werden zusätzliche Schienenwege, neue Stadien und Hotel-infrastrukturen gebaut.

Für Schweizer Exporteure ist Russland, das heute noch stark vom Rohstoffexport abhängig ist und deshalb eine Modernisierung der eigenen Industrien anstrebt, ein interessanter Absatzmarkt. Neben den traditionellen und starken Exportindustrien der Schweiz (Pharma / Chemie, Maschinen / Elektro-geräte / Metallerzeugnisse, Präzisionsinstrumente / Uhren) gibt es in weiteren Branchen bzw. Bereichen grosses Geschäftspotenzial, nicht zuletzt weil die «Swissness» in Russland einen enorm hohen Stellenwert geniesst und dies mit ein Grund ist, wieso der Markt auch für die hochpreisigen Schweizer Produkte interessant sein kann. Interessante Möglichkeiten ergeben sich für Schweizer Firmen in der Informations- und Telekommunikationsbranche, der Luftfahrt, der Automobilindustrie und nicht zuletzt in der Gesundheitsbranche, in der primär in der medizinischen Infrastruktur Russlands ein Nachholbedarf besteht. Dank dem Modernisierungswillen Russlands haben Schweizer Unternehmen auch bei energiesparenden Anwendungen, bei Technologien für erneuerbare Energien sowie ganz allgemein in der Energiewirtschaft gute Chancen. Allerdings ist eine seriöse Vorbereitung und Abklä-rung für diesen Markt unabdingbar.

Die Wahl des richtigen Geschäftspartners ist entscheidend

An einer kürzlich vom Aussenwirtschaftsförderer Osec organisierten Veranstaltung am Hauptsitz des Weltfussballverbandes Fifa in Zürich, bei der eine hochrangige Wirtschaftsdelegation aus Russland und rund 200 KMU-Vertreter anwesend waren, zeigte sich auch anhand von Fallbeispielen, dass für einen Markteintritt in Russland eine solide Marktanalyse für das eigene Produkt vonnöten ist. Ratsam ist bei einer Expansion nach Russland auch, mit einem lokalen und seriösen Partner zusammenzu-arbeiten. Die richtige Auswahl eines Geschäftspartners ist deshalb zentral, weil man sich dadurch am russischen Zoll betreffend Importlogistik und Produktzertifizierung viel Aufwand - und wohl auch Frustration - ersparen kann. Ebenfalls kann es aufgrund der vielfach dürftigen Englischkenntnissen vor Ort empfehlenswert sein, eine Kooperation mit einem russischen Partner einzugehen. Mit einem Übersetzer lohnt es sich übrigens auch, einmal eine russische Branchenmesse zu besuchen, um sich ein eigenes Bild vor Ort machen und mit potenziellen Geschäftspartnern in Kontakt treten zu können. Wenn die Umsätze im Exportgeschäft mit Russland erst einmal laufen, stellt sich möglicherweise auch die Frage einer eigenen Repräsentanz oder der Gründung einer russischen Tochtergesellschaft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der herrschenden Bürokratie in Russland Ausdauer und Durchhaltewillen, die direkte Präsenz vor Ort, eine gewisse Anpassungsfähigkeit, gute Kontakte bzw. persönliche Beziehungen sowie die Wahl des richtigen Partners oft entscheidende Faktoren sind, die ein Engagement erst erfolgsversprechend machen. Eine gute und professionelle Beratung bildet ebenfalls eine wichtige Basis, damit man nach Vorbereitung eines Exportvorhabens nicht Schiffbruch erleidet. Die Osec und der Swiss Business Hub in Moskau unterstützen exportorientierte Schweizer Firmen bei einer Expansion nach Russland.

Switzerland Global Enterprise

Die Osec informiert, berät und begleitet Schweizer KMU bei ihren internationalen Geschäftsvorhaben. Dazu vernetzt sie Unternehmen, Know-how-Träger sowie private und öffentliche Organisationen weltweit und ermöglicht so eine schlagkräftige Aussenwirtschaftsförderung. Neben der Exportförde-rung nimmt die Osec auch die nationale Standortpromotion der Schweiz sowie die Importförderung zu Gunsten von ausgewählten Entwicklungs- und Transitionsländern wahr.

Bei ihrer Unterstützung koordiniert die Osec ein dichtes Netzwerk mit kompetenten Partnern im In- und Ausland. In der Schweiz arbeitet die Osec mit kantonalen Industrie- und Handelskammern, Ge-werbe- und Wirtschaftskammern sowie mit den kantonalen Volkswirtschaftsdepartementen und Wirt-schaftsförderstellen zusammen. Im Ausland umfasst das Netzwerk unter anderem 18 Swiss Business Hubs, die bei Schweizer Vertretungen und bei bilateralen Handelskammern in Wachstums- und Schwerpunktmärkten angesiedelt sind. Sowohl in der Schweiz als auch im Ausland unterhält die Osec zudem ein weltweites Spezialisten-Netzwerk ("Pool of Experts") mit diversen Kompetenzen im Bereich Exporte und Internationalisierung.

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