Konjunkturelle Erholung führt zu leichtem Umsatzwachstum - Rückstellung bei Fastweb reduziert Reingewinn

Zwischenbericht zum ersten Quartal 2010

(PresseBox) (Bern, ) In den ersten drei Monaten 2010 stieg der Nettoumsatz von Swisscom um 1,3% auf CHF 2,95 Mrd. Auf der Basis von konstanten Währungen betrug der Anstieg 2,0%. Die italienische Tochtergesellschaft Fastweb steigerte den Nettoumsatz in lokaler Währung um 4,1% auf EUR 462 Mio. Der Nettoumsatz ohne Fastweb erhöhte sich vor allem als Folge der leichten konjunkturellen Erholung um 1,4% auf CHF 2,29 Mrd. Aufgrund der bereits früher kommunizierten Rückstellung im Mehrwertsteuerverfahren von Fastweb in Höhe von CHF 102 Mio. reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBITDA) um 7,1% auf CHF 1,06 Mrd. Bereinigt um die Rückstellung stieg der EBITDA um 1,8%. Als Folge des tieferen EBITDA sank der Reingewinn um 22,1% auf CHF 377 Mio. Bereinigt um die Rückstellung lag der Reingewinn auf Vorjahresniveau. Der finanzielle Ausblick für das Geschäftsjahr 2010 bleibt ohne Berücksichtigung der Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb unverändert.

In den ersten drei Monaten 2010 stieg der Nettoumsatz von Swisscom um CHF 37 Mio. oder 1,3% auf CHF 2'953 Mio. Auf Basis von konstanten Währungen betrug der Anstieg 2,0%. Die italienische Tochtergesellschaft Fastweb steigerte den Nettoumsatz in lokaler Währung um 4,1% auf EUR 462 Mio. Der Nettoumsatz ohne Fastweb erhöhte sich vor allem als Folge der leichten konjunkturellen Erholung um 1,4% auf CHF 2'285 Mio.

Im ersten Quartal 2010 wurde wie bereits früher kommuniziert eine Rückstellung für ein Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb in Höhe von EUR 70 Mio. (CHF 102 Mio.) erfasst. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um CHF 81 Mio. oder 7,1% auf CHF 1'058 Mio. Bereinigt um die Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb stieg der EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 1,8%.

Als Folge des tieferen EBITDA sank der Reingewinn um CHF 107 Mio. oder 22,1% auf CHF 377 Mio. Ohne die Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb lag der Reingewinn auf der Höhe des Vorjahres. Die Zunahme der Investitionen um CHF 32 Mio. oder 9,1% auf CHF 383 Mio. ist auf einen unterschiedlichen zeitlichen Verlauf der Investitionen zurückzuführen. Der Operating Free Cash Flow stieg um CHF 45 Mio. oder 6,5% auf CHF 742 Mio. Die Zunahme ist vor allem auf Zahlungen im Zusammenhang mit Interkonnektions- und anderen Zugangsverfahren in Höhe von CHF 86 Mio. im ersten Quartal 2009 zurückzuführen. Die Nettoverschuldung konnte innert Jahresfrist um CHF 940 Mio. auf CHF 8'537 Mio. reduziert werden. Die Zahl der Mitarbeitenden sank um 3,4% auf 19'427 Vollzeitstellen, im Vergleich zu Ende 2009 blieb der Personalbestand nahezu stabil.

Hohes Kundenwachstum bei neuen Diensten

Im Schweizer Geschäft konnte der Umsatz vor allem dank der leichten konjunkturellen Erholung gesteigert werden. Der Trend hin zu gebündelten Angeboten und neuen Preismodellen wie Pauschaltarifen hielt an. Der Bestand an Swisscom TV-Kunden konnte innert Jahresfrist nahezu verdoppelt werden und liegt Ende März 2010 bei 275'000 Kunden. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der DSL-Breitbandanschlüsse in der Schweiz um 0,7% auf 1,8 Mio. Anschlüsse. Bereits 80'000 Kunden wählten das Bündelangebot mit einem kombinierten Festnetzanschluss mit Telefonie, Internet und TV. Der Bestand der entbündelten Festnetzanschlüsse stieg innert Jahresfrist von 57'000 auf 192'000.

Die Zahl der Mobilfunk-Kunden in der Schweiz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 239'000 (+4,4%) auf 5,7 Mio. Im ersten Quartal 2010 konnte Swisscom rund 300'000 Mobilfunkgeräte verkaufen, etwa die Hälfte davon waren Smartphones. Mit 85'000 verkauften Geräten war das iPhone am erfolgreichsten. Seit der Lancierung am 11. Juli 2008 hat Swisscom insgesamt 524'000 iPhones abgesetzt. Der Umsatz mit Mobilfunk-Datenverkehr von Swisscom-Kunden stieg innert Jahresfrist um 30% auf CHF 91 Mio. Der durchschnittliche Umsatz pro Mobilfunk-Kunde und Monat (ARPU) sank aufgrund von Preisreduktionen und neuen Tarifmodellen um 4,1% auf CHF 47.

Solides Umsatz- und Kundenwachstum bei Fastweb

Fastweb verzeichnete im ersten Quartal 2010 ein solides Umsatz- und Kundenwachstum. Der Nettoumsatz stieg um 4,1% auf EUR 462 Mio. Die Anzahl Breitbandkunden konnte innert Jahresfrist um netto 136'000 oder 8,8% auf 1,7 Mio. gesteigert werden. Vom Nettoumsatz entfielen auf den Bereich Privatkunden 39%, auf kleine und mittlere Unternehmen 22% und auf Grossunternehmen 39%. Im Bereich Privatkunden stieg der Umsatz dank des Kundenwachstums um 2,9% auf EUR 179 Mio. und im Segment mit kleinen und mittleren Unternehmen betrug der Anstieg 3,0% auf EUR 104 Mio. Der Umsatz mit Grossunternehmen erhöhte sich um 5,9% auf EUR 179 Mio. Fastweb profitierte dabei von mehrjährigen Verträgen mit der öffentlichen Verwaltung und konnte weitere Grossunternehmen aus der Industrie und dem Finanzsektor als Kunden gewinnen.

Als Folge des Mehrwertsteuerverfahrens wurde im ersten Quartal 2010 eine Rückstellung in der Höhe von EUR 70 Mio. im übrigen Betriebsaufwand erfasst. Im Abschluss von Fastweb wurde die Rückstellung bereits im vierten Quartal 2009 gebucht. Die Rückstellung führte dazu, dass das Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal 2010 um 53,3% auf EUR 57 Mio. sank. Bereinigt um diesen Sondereffekt stieg der EBITDA um EUR 5 Mio. oder 4,1% auf EUR 127 Mio. Berücksichtigt man eine Anpassung bei der Umsatzverbuchung, so beträgt das reale Wachstum beim Umsatz 5,5% und beim EBITDA 10%.

Die Investitionen erhöhten sich um EUR 16 Mio. oder 19,3% auf EUR 99 Mio. Die Zunahme ist auf einen unterschiedlichen zeitlichen Verlauf der Investitionen zurückzuführen. Rund 40% der getätigten Investitionen standen in direktem Zusammenhang mit dem Kundenwachstum.

Finanzieller Ausblick für 2010 bleibt unverändert

Der finanzielle Ausblick für das Geschäftsjahr 2010 bleibt ohne Berücksichtigung der Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb unverändert. Swisscom erwartet für das laufende Jahr unverändert ein rückläufiges Schweizer Geschäft. Dies ist eine Folge des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks, der Entbündelung und des abflachenden Wachstums im Mobilfunk- und Breitbandmarkt. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet Swisscom ohne Fastweb einen Nettoumsatz von rund CHF 9,15 Mrd., einen EBITDA von rund CHF 3,75 Mrd. sowie Investitionen von rund CHF 1,3 Mrd. Für Fastweb wird mit einem Umsatz von rund EUR 1,95 Mrd., einem EBITDA (ohne Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren) von rund EUR 580 Mio. und Investitionen von rund EUR 410 Mio. gerechnet. Der Operating Free Cash Flow des Konzerns inkl. Fastweb wird bei rund CHF 2,6 Mrd. liegen.

Der detaillierte Zwischenbericht:

http://www.swisscom.com/q1-report-2010

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