"Hunger!": Dokumentarfilm untersucht Ursachen Marcus Vetter und Karin Steinberger drehen in sieben Ländern

(PresseBox) (Stuttgart, ) 25.000 Menschen sterben jeden Tag am Hungertod, das sind neun Millionen Menschen im Jahr. Die in den letzten Monaten enorm gestiegenen Preise für Lebensmittel und Rohstoffe wirken sich auf die Armen und Ärmsten der Welt dramatisch aus: Viele sind auf Nahrungsmittelimporte angewiesen, und die können sie sich vielfach nicht mehr leisten. In dem 90-minütigen Dokumentarfilm "Hunger!" (Arbeistitel), der von der Eikon Südwest GmbH im Auftrag des SWR produziert wird, forschen Marcus Vetter und Karin Steinberger nach den Ursachen. Derzeit sind sie zu ersten Dreharbeiten in Afrika unterwegs.

In ihrem Film untersuchen die beiden mehrfach ausgezeichneten Journalisten, warum es Hunger gibt und wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen. Durch die unterschiedlichen, weltumspannenden Drehorte Mauretanien, Kenia, Haiti, In-dien, Bangladesh, Brasilien und USA wird das Thema in seinem globalen Ausmaß be-schrieben - und gleichzeitig wird an jedem einzelnen Schauplatz gezeigt, wie die Men-schen konkret betroffen sind. "Hunger!" zeigt Menschen, die weit unter dem Existenzmi-nimum leben, Kinder, die an Hunger sterben, Aktivisten, die den fast aussichtslosen Kampf aufgenommen haben, sich und ihre Familie aus eigener Kraft zu ernähren. Der Film behandelt aber nicht nur Missstände und Katastrophen, sondern auch die positiven Ansätze, das Problem Hunger zu lösen. Er zeigt moderne Entwicklungspolitik, die nicht mehr der "technologischen Entwicklung der Dritten Welt" verpflichtet ist, sondern funkti-onsfähige Netzwerke von Selbsterhaltung zu schaffen versucht. Konsequent suchen Mar-kus Vetter und Karin Steinberger nach Ansätzen, wie sich die Entwicklungsländer aus der unheilvollen ökonomischen Umklammerung der ersten, der reichen Welt lösen können.

Der Dokumentarfilm "Hunger!" wird im Dezember im Ersten ausgestrahlt.

Marcus Vetter (Buch und Regie) hat für seine Dokumentationen bereits zahlreiche Preise (u. a. Deutscher Fernsehpreis, Grimmepreis) erhalten. Karin Steinberger arbeitet für die Süddeutsche Zeitung und wurde für ihre Reportagen mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Medienpreis für Menschenrechte.

Der Kameramann Thomas Mauch erhielt für seine Arbeit dreimal den Bundesfilmpreis (u. a. 1973 für "Aguirre, der Zorn Gottes" von Werner Herzog). Die Redaktion im SWR haben Gudrun Hanke-El Ghomri und Peter Latzel.

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