Von schrumpfenden Märkten, Solvency II und günstigen, verständlichen Produkten

Rund 200 Teilnehmer beim 1. Stuttgarter Versicherungssymposium

(PresseBox) (Stuttgart, ) Überalterung und Bevölkerungsschwund, Globalisierung und Regulierung - das sind Entwicklungen, die auch bei den Versicherern Spuren hinterlassen und Anpassungen fordern. Beim ersten Stuttgarter Versicherungssymposium tauschten sich rund 200 Interessierte der Branche über diese Themen aus. Organisiert wurde die Veranstaltung hauptsächlich von Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart (DHBW Stuttgart) - unterstützt durch ihren Professor, Dr. Hanspeter Gondring FRICS, und Stuttgart Financial.

So vielfältig der Versicherungsmarkt ist, einige allgemeine Trends betreffen die gesamte Branche. Diese aufzugreifen und die Versicherungsbranche zusammenzubringen, war Ziel des Versicherungssymposiums in Stuttgart. "Mit 200 Gästen aus allen Bereichen der Versicherungswirtschaft - darunter Führungskräfte und Studierende der Studiengänge BWL-Versicherung und BWL-Bank an der DHBW Stuttgart - war die Veranstaltung, die künftig jährlich stattfinden soll, bereits im ersten Jahr ein Erfolg", berichten die beiden DHBW-Studenten Tobias Kreiser und Matthias Börner, die das Symposium hauptsächlich organisiert hatten.

Die Wirtschafts- sowie die Verschuldungskrise und deren Folgen stellen alle Finanzdienstleister vor Herausforderungen - dazu gehören auch die Versicherer. So wurde dieses Thema auch beim Versicherungssymposium in den Vorträgen aufgegriffen. Die Teilnehmer diskutierten über die Finanzstabilität, das Krisen-Management des Eurosystems und den Lebensversicherungsmarkt nach der Finanzkrise.

Aber nicht nur die Krise beschäftigt den Versicherungsmarkt: Die Regulierungen durch Solvency II, die ein gutes Risikomanagement fördern und die Transparenz verschärfen sollen, waren ebenso Thema wie die Herausforderungen durch die Globalisierung und die Bedürfnisse der Versicherungsnehmer. Die demographische Entwicklung beispielsweise führt zu einer Überalterung und einem Bevölkerungsschwund und damit zu schrumpfenden Märkten, aber auch neuen Chancen für Versicherer im Bereich der Altersvorsorge. Darüber hinaus sind Verbraucher immer besser informiert und fordern günstige sowie verständliche Produkte.

"Durch all diese sich ändernden Rahmenbedingungen entsteht für die deutschen Versicherungsunternehmen die Notwendigkeit, sich anzupassen", so Michael Peters, Partner von PwC, PricewaterhouseCoopers. In der Praxis geschieht das beispielsweise über konzern- und unternehmensübergreifende Kompetenzcenter, Multi-Kanal-Kundenzugänglichkeit, Konzernumstrukturierungen oder auch über die Ausgliederung von einzelnen Bereichen zur Kostensenkung und für mehr Flexibilität. "Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Kundenzufriedenheit für den Geschäftserfolg der Versicherungsunternehmen, des bestehenden Systems des Versicherungsnehmer- und Verbraucherschutzes und der disziplinierenden Wirkung des intensiven Wettbewerbs erscheint es aber eher unwahrscheinlich, dass eine Umstrukturierung der Versicherungswirtschaft einseitig zu Lasten der Kunden erfolgt", lautet das Fazit von Peters.

"Über den fachlichen Austausch hinaus trägt das Symposium auch dazu bei, die Kontakte innerhalb der Branche, aber auch zwischen Unternehmen und Hochschule zu festigen", so Dirk Sturz von Stuttgart Financial, der Kommunikationsplattform für den Finanzplatz Stuttgart.

DHBW Stuttgart

Die DHBW Stuttgart zählt mit mehr als 7.000 Studierenden zu den größten Hochschuleinrichtungen in den Regionen Stuttgart und Oberer Neckar. In Kooperation mit über 2.500 ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen bietet sie 20 national und international akkreditierte, praxisintegrierende Bachelor-Studiengänge in den Fakultäten Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an, die in enger Kooperation mit Wirtschaft und Wissenschaft kontinuierlich weiterentwickelt werden. Sie führen zu den Abschlüssen Bachelor of Arts, Bachelor of Engineering bzw. Bachelor of Science. Das duale Studienkonzept garantiert den Absolventinnen und Absolventen hervorragende Berufs- und Karrierechancen.

STUTTGART FINANCIAL c/o Börse Stuttgart

Stuttgart Financial stellt die übergreifende Kommunikationsplattform für finanzwirtschaftliche Fragestellungen in Baden-Württemberg zur Verfügung. Als Marke der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. erfüllt Stuttgart Financial innerhalb der Börsenvereinigung den satzungsgemäßen Auftrag, im Interesse von Bürgern und Wirtschaft die baden-württembergische Finanzwirtschaft zu stärken. Die andere Säule der Börsenvereinigung bildet die am Gemeinwohl ausgerichtete Trägerschaft für die öffentlich-rechtliche Börsenplattform.

Mitbegründer von Stuttgart Financial im Jahr 2007 waren das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Stiftung Kreditwirtschaft der Universität Hohenheim. Stuttgart Financial bündelt die vorhandenen Inhalte und Stärken der Finanzwirtschaft in Baden-Württemberg und erhöht deren Sichtbarkeit. Die Aktivitäten zur Förderung des Finanzplatzes gliedern sich dabei in drei Teilbereiche: Durchführung von Veranstaltungen, Kommunikation mit den Finanzplatzakteuren und deren Vernetzung untereinander sowie Bereitstellung finanzplatzrelevanter Informationen.

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