Jugend forscht Sieger auf der A+A 2010 in Leipzig

Preisträger der 45. Wettbewerbsrunde präsentieren innovative Ideen rund um die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

(PresseBox) (Hamburg, ) Zwei talentierte Jungforscher zeigen ab morgen ihre prämierten Arbeiten auf der internationalen Fachmesse für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz (A+A) in Leipzig. Am Stand der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Halle 1 präsentieren die Jugend forscht Sieger ihre Projekte Besuchern aus aller Welt. Die Fachausstellung für persönliche Schutzausrüstung über Gesundheit bei der Arbeit bis hin zum technischen Arbeitsschutz findet vom 19. bis 21. November 2010 in der Leipziger Messe statt.

Lutz Broszio (20) aus Hadamar-Oberweyer in Hessen präsentiert auf der Messe sein Projekt, mit dem er beim Jugend forscht Finale 2010 den zweiten Preis im Fachgebiet Arbeitswelt erringen konnte. Der Jungforscher, der in Friedrichshafen Luft- und Raumfahrttechnik studiert, entwickelte einen automatischen Farb-Ton-Wandler für sehbehinderte Schüler. Diesen bleibt in der Regel der Eindruck verwehrt, dass Chemie farbenfroh und vielfältig ist. Inspiriert durch einen Experimentalvortrag, der von einem Saxofonisten begleitet wurde, konstruierte Lutz Broszio daher ein neuartiges Gerät, mit dem Blinde die Farbumschläge chemischer Reaktionen akustisch verfolgen können. Seine ersten Tests an der Blindenstudienanstalt Marburg verliefen erfolgreich: Bei einer Säure-Base-Reaktion, die wässrige Lösungen abhängig von ihrem pH-Wert in unterschiedlichen Farben des Regenbogens zeigt, konnten blinde Schüler hören, ob die Lösung sauer oder basisch ist.

Einen Schutzhandschuh mit Säure-Base-Warnfunktion durch pH-Indikatoren stellt in Leipzig Alexander Herms aus dem rheinland-pfälzischen Essenheim vor. Der Nachwuchstüftler, der in Dresden Chemie studiert, verätzte sich im Chemielabor mit Säure, weil er die Spritzer auf seinen Schutzhandschuhen nicht bemerkt hatte. Das brachte ihn auf die Idee, nach einer chemischen Beschichtung zu suchen, die bei Kontakt mit gefährlichen Säuren oder Basen eine Warnfarbe annimmt. Knifflig war die Frage, wie sich ein solcher Farbindikator auf den Handschuh aufbringen lässt und wie er über längere Zeit aktiv bleibt. Der 19-Jährige experimentierte mit verschiedenen Indikatoren und Gelatine als Trägerschicht. Erfolgversprechender als Gelatine erwiesen sich allerdings künstliche, stabile Polymere, die den Indikator in einem dünnen Film dauerhaft auf dem Handschuh fixieren. Beim 45. Bundeswettbewerb wurde diese Erfindung mit einem Sonderpreis im Fach Arbeitswelt ausgezeichnet.

"Wir verfolgen seit Langem das Ziel, erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler über die Wettbewerbsteilnahme hinaus zu fördern", sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. "Für die Jugendlichen ist die A+A eine exzellente Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und Kontakte zu Experten zu knüpfen."

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