Logistikbranche zieht sich gemeinsam aus der Krise

(PresseBox) (Hamburg, ) Die Transportbranche in Deutschland rechnet nach der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder mit drei Prozent Umsatzzuwachs für 2010. Dennoch ist die Stimmung gedämpft: Die Zahl der Insolvenzen stieg 2009 um 22 Prozent. Der Wettbewerb untereinander wird damit immer härter, und die Kunden drücken auf den Preis. Für 83 Prozent der Auftraggeber aus der Konsumgüterindustrie und dem Einzelhandel wird das günstigste Angebot künftig noch stärker über die Auftragsvergabe entscheiden. 54 Prozent wünschen sich zudem Komplettangebote von ihrem Logistikdienstleister. Um zu überleben, setzen speziell kleine und mittelständische Transportfirmen auf Zusammenschlüsse zu regionalen Logistiknetzwerken. Das ergibt die Studie Branchenkompass 2010 Transport von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Die wachsende Zusammenarbeit kleiner und mittelgroßer Transport- und Logistikunternehmen zielt auf eine bessere Auslastung und damit auf eine Steigerung der Produktivität. Immer häufiger betreiben die Unternehmen gemeinsame Warenumschlagplätze. Mitglieder tauschen Teilladungen und verbessern so die Auslastung und Routenführung im Partnernetzwerk. Spediteure, die sich an einer Kooperation beteiligen, zahlen in der Regel eine Beitrittsgebühr sowie monatliche Beiträge. Dafür teilt ihnen das Netzwerk Hoheitsgebiete für Aufträge zu. Wer zusätzlich selbst Aufträge akquiriert, darf diese in Eigenregie abwickeln.

Durch den Ausbau von Partnerschaften werden kleine Unternehmen selbst gegenüber Konzernen wettbewerbsfähig. Sie sind nun in der Lage, dort Komplettlösungen anzubieten, wo sie früher nur Teilaufträge für einen Kunden erledigen konnten. Damit steigt die Chance, dass Kunden aus Industrie und Handel ihre Großaufträge auch an Mittelständler erteilen. Gleichzeitig lassen sich die Transportzeiten reduzieren. Wenn die Lenkzeit eines Spediteurs überschritten ist, übernimmt ein anderer Fahrer aus dem Netzwerk die Ladung.

Statt auf Partnerschaften setzen große Logistiker auf integrierte Services, auf Standardisierung und auf "grüne" Leistungen als Mittel gegen die Krise. Die Konzerne bieten ihren Kunden beispielsweise "Dienstleistungen aus einer Hand" an und binden sie damit langfristig. Zudem profitieren die Logistiker davon, dass sich die Firmenkunden auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren wollen und unterstützende Prozesse abgeben. So wickeln die Großen der Logistikbranche häufig auch den Onlinehandel für ihre Kunden ab. Andere Anbieter stellen Kunden ihr Logistikwissen als Service zur Verfügung. Sie organisieren den kompletten Transport für Unternehmen.

Hintergrundinformationen

Im März 2010 befragte forsa für Steria Mummert Consulting 100 Entscheider aus 68 der größten Konsumgüterhersteller und 32 der größten Einzelhändler in Deutschland zu ihren Strategien und konkreten Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz, insbesondere in der Logistik, bis 2012. Die befragten Unternehmen gehören zu den nach Umsatz oder Mitarbeiterzahl größten Anbietern ihrer Branche. Befragt wurden jeweils die Vorstandsvorsitzenden, andere Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer oder die Leiter für die Logistik bzw. für das Umweltmanagement. Die Befragung wurde mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durchgeführt.

Sopra Steria GmbH

Steria Mummert Consulting zählt zu den zehn führenden Anbietern für Management- und IT-Beratung im deutschen Markt und bietet Business-Services, die unter Einsatz modernster Informationstechnologie Unternehmen wie Behörden ein effizienteres und profitableres Arbeiten ermöglichen. Als Teil der Steria Gruppe verbindet das Unternehmen die tiefgehende Kenntnis der Geschäftsmodelle seiner Kunden mit einer umfassenden internationalen Expertise in IT und Business Process Outsourcing. So gelingt es Steria Mummert Consulting, den Herausforderungen seiner Kunden mit innovativen Lösungen zu begegnen.

Durch seinen kooperativen Beratungsstil arbeitet Steria Mummert Consulting eng und partnerschaftlich mit seinen Kunden zusammen, begleitet sie bei ihren Transformationsprozessen, stellt so sicher, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, und trägt damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Erfolgsposition seiner Kunden bei. 18.300 Steria-Mitarbeiter in 16 Ländern stehen hinter den Systemen, Services und Prozessen, die Tag für Tag die Welt in Gang halten, und berühren dabei das Leben von Millionen Menschen weltweit. 1969 gegründet, unterhält Steria heute Standorte in Europa, Indien, Nordafrika und Südostasien. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2009 1,63 Milliarden Euro.

19,3 Prozent des Kapitals sind im Besitz der Steria-Mitarbeiter. Die Gruppe, mit Hauptsitz in Paris, ist an der Euronext Paris gelistet.

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