Compliance-Vergehen: Mehr als die Hälfte der Führungskräfte fürchtet finanzielle Risiken

(PresseBox) (Hamburg, ) Hohe dreistellige Millionenstrafen, wie sie auch Dax-Konzerne im Zuge von Korruptionsaffären und Kartellverfahren zahlen mussten, haben die deutsche Wirtschaft nachhaltig wachgerüttelt. 54 Prozent der Compliance- Verantwortlichen geht es daher vor allem darum, ihr Unternehmen vor finanziellen Risiken zu schützen. Die Furcht vor empfindlichen Strafzahlungen und ausbleibenden Aufträgen rangiert dabei noch vor der Angst um den guten Ruf an sich. Das sind Ergebnisse der Potenzialanalyse Compliance von Steria Mummert Consulting.

"Die aktuellen Fälle zeigen, dass Non-Compliance Folgen auslösen kann, mit denen selbst die führenden Unternehmenslenker nicht gerechnet haben", sagt Bernd Michael Lindner, Compliance-Experte bei Steria Mummert Consulting. Vor allem die Finanz- und Ertragslage kann durch Compliance-Schäden so massiv beeinträchtigt werden, dass ein Unternehmen möglicherweise sogar in seiner Existenz bedroht ist.

Welche finanziellen Folgen ein Compliance-Vergehen haben kann, musste nach einem Händlerskandal jüngst auch eine französische Großbank schmerzlich erfahren. Nicht nur, dass alle drei großen Ratingagenturen mit ihren Abstufungen die Refinanzierungskosten hochtrieben, auch der Aktienkurs des Instituts brach dramatisch ein. Nachdem der Skandal öffentlich geworden war, verlor das Unternehmen binnen Jahresfrist fast 72 Prozent an Börsenwert. Es verwundert daher nicht, dass Banken und Versicherungen im Vergleich mit anderen Branchen dem Schutz vor finanziellen Risiken eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung beim Thema Compliance zusprechen.

Auch wenn die Wahrung der Reputation in der Bedeutung für Compliance-Maßnahmen bei den Verantwortlichen gegenüber der Abwehr finanzieller Risiken etwas abfällt, sind beide Ziele nicht wirklich voneinander zu trennen. Gerade langfristig kann ein Reputationsverlust finanzielle Schäden nach sich ziehen, die mögliche Sofortbelastungen durch Bußgelder oder freiwillige Zahlungen an wohltätige Organisationen deutlich übertreffen. "Unternehmen ist daher zu empfehlen, sich eingehend mit dem Thema Compliance zu beschäftigen, Zeichen zu setzen und ein professionelles Compliance-Management-System aufzubauen", sagt der Experte Bernd Michael Lindner von Steria Mummert Consulting.

Sopra Steria GmbH

Steria Mummert Consulting zählt zu den zehn führenden Anbietern für Management- und IT-Beratung im deutschen Markt und bietet Business-Services, die unter Einsatz modernster Informationstechnologie Unternehmen wie Behörden ein effizienteres und profitableres Arbeiten ermöglichen. Als Teil der Steria Gruppe verbindet das Unternehmen die tiefgehende Kenntnis der Geschäftsmodelle seiner Kunden mit einer umfassenden internationalen Expertise in IT und Business Process Outsourcing. So gelingt es Steria Mummert Consulting, den Herausforderungen seiner Kunden mit innovativen Lösungen zu begegnen.

Durch seinen kooperativen Beratungsstil arbeitet Steria Mummert Consulting eng und partnerschaftlich mit seinen Kunden zusammen, begleitet sie bei ihren Transformationsprozessen, stellt so sicher, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, und trägt damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Erfolgsposition seiner Kunden bei. 18.300 Steria-Mitarbeiter in 16 Ländern stehen hinter den Systemen, Services und Prozessen, die Tag für Tag die Welt in Gang halten, und berühren dabei das Leben von Millionen Menschen weltweit. 1969 gegründet, unterhält Steria heute Standorte in Europa, Indien, Nordafrika und Südostasien. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2009 1,63 Milliarden Euro. 19,3 Prozent des Kapitals sind im Besitz der Steria-Mitarbeiter. Die Gruppe, mit Hauptsitz in Paris, ist an der Euronext Paris gelistet.

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