Bundespräsident Wulff: Ein starker industrieller Kern ist wichtig für unser Land

(PresseBox) (Düsseldorf, ) "Mit Stahl legen wir das Fundament für Deutschland als starken Industriestandort", sagte Bundespräsident Christian Wulff aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Stahlinstituts VDEh am 12.11.2010 in Düsseldorf. Stahl spiele mit innovativen Lösungen auch heute für unsere Wirtschaft eine bedeutende Rolle. Die Stahlindustrie hat zudem die schwere globale Wirtschaftskrise gut überstanden: "Stahl hat sich einmal mehr als äußerst hart, aber auch als flexibel erwiesen." Deshalb setzt der Bundespräsident große Hoffnungen in die Zukunft dieser Branche. So könnten hochfeste Stähle mit ihren Leichtbaueigenschaften in der Automobilindustrie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Deutschland habe - anders als das Ausland - in der Krise auf seinen industriellen Kern vertraut, was sich bewähre.

Die Stahlindustrie habe, so der Bundespräsident immer seine besondere Sympathie gehabt, weil ihr wichtigstes Kapital die Mitarbeiter seien. Das Funktionieren der Sozialpartnerschaft sei gerade in der deutschen Stahlindustrie ein großer Wettbewerbsvorteil. Aber auch die Stahlindustrie sei auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Deshalb müsse bei der Jugend die Begeisterung für die Naturwissenschaften steigen, besonders bei jungen Frauen.

Die Stahlindustrie müsse bei der Rohstoffsicherung mehr auf Eigenkräfte vertrauen und solle sich nicht auf die Politik verlassen. Beim Spezialthema der Stahlindustrie "Kuppelgase" forderte der Bundespräsident die EU-Kommission auf, ohne sie namentlich zu nennen, wirtschaftliche Realitäten zu berücksichtigen.

"Stahl ist widerstandsfähig, er ist hart und er ist robust. Er ist zugleich formbar, flexibel und damit wandelbar und zukunftsfähig." Das Staatsoberhaupt regte an, diese Eigenschaften zum Vorbild zu nehmen und damit "die Weichen mit Optimismus für unsere Gesellschaft und Wirtschaft" zu stellen.

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