Modernisierung Sperrengeschoss Marienplatz: Jury prämiert drei Wettbewerbsbeiträge

(PresseBox) (München, ) Der Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des Sperrengeschosses im U-Bahnhof Marienplatz ist entschieden: Eine hochkarätig besetzte Jury aus Oberbürgermeister, Stadträten, Architekten, Lichtplanern, Fachleuten der Landeshauptstadt München und der SWM/MVG als Bauherrin wählte am Freitag drei von insgesamt zwölf Wettbewerbsbeiträgen als Siegerentwürfe aus. Es wurden drei gleichrangige Preise an folgende Büros vergeben:

- Allmann Sattler Wappner Architekten, München mit Ingo Maurer Lichtplanung, München
- LIN Finn Geipel & Giulia Andi Architects, Berlin mit Arup Lighting, London
- Ortner & Ortner Baukunst, Wien mit Wilfried Kramb, a-g Licht, Bonn

Welches der drei Siegerbüros nun mit der Modernisierung beauftragt wird, entscheidet sich voraussichtlich im Januar 2011. Bis dahin werden die drei prämierten Entwürfe detailliert ausgearbeitet und unter Würdigung der Jury-Empfehlungen optimiert. Grundsätzlich haben alle drei Büros tragfähige und solide architektonische Konzepte entwickelt, die über 30 bis 40 Jahre Bestand haben können. Allen Entwürfen gemeinsam ist aber auch, dass sie noch Verbesserungspotenzial aufweisen, ihre Vereinbarkeit mit den komplexen technischen Anforderungen eines unterirdisches Verkehrsbauwerks noch weiter geprüft und hierzu ggf. Anpassungen erarbeitet werden müssen. Bewertungskriterien für die Jury-Entscheidung waren - neben der Frage nach einem respektvollen Umgang mit der Geschichte des Bauwerks - insbesondere der gestalterische und funktionale Anspruch der Entwürfe auf Grundlage der vorgegebenen technischen Anforderungen. Zudem mussten alle beteiligten Büros die Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit ihres Konzepts darstellen.

Der U-Bahnhof Marienplatz ist einer der meistfrequentierten Orte Münchens. Das Sperrengeschoss der 1971 eröffneten Station, für das die Stadtwerke München (SWM) zuständig sind, ist nach annähernd vierzig Jahren Nutzungsdauer in die Jahre gekommen. Erhebliche Schäden an der Bausubstanz und Defizite bei den technischen Anlagen erfordern eine grundlegende Instandsetzung des Bauwerks. Damit ist die Chance verbunden, auch das Erscheinungsbild der Anlage zu erneuern. Ziel der geplanten Modernisierung ist es, dem Sperrengeschoss wieder ein zeitgemäßes, freundliches und offenes Erscheinungsbild zu verleihen, die Übersichtlichkeit und das Sicherheitsempfinden für die Nutzer des Bauwerks zu erhöhen sowie die Beratungsangebote im hoch frequentierten MVG-Kundencenter auszubauen. Zudem sollen die Einzelhandels- und Gastronomieflächen in ihrer Qualität verbessert und erweitert werden - auch um zusätzliche Einnahmen für die Finanzierung der Modernisierung zu generieren. Entscheidende Bedeutung kommt darüber hinaus einem schlüssigen Lichtkonzept zu, um den Mangel an Tageslicht und Raumhöhe auszugleichen und die Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern.

Herbert König, SWM Geschäftsführer Verkehr und MVG-Chef: "Der Marienplatz ist Mittelpunkt und Herz der historischen wie der modernen Stadt, erste Anlaufstelle für Touristen aus aller Welt und zentraler Treffpunkt für die Münchner selbst. Entsprechend wichtig für München und die Münchner ist daher auch der U-Bahnhof. Ähnlich wie bei der Münchner Freiheit wollen wir die notwendigen Sanierungsarbeiten deswegen mit dem Anspruch verbinden, den Bahnhof auch neu und zeitgemäß zu gestalten. Die erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen bedingen ohnehin Eingriffe in die technische und baukonstruktive Substanz des Bauwerks. Die prämierten drei Konzepte weisen allesamt bereits hohe architektonische Qualitäten auf. In der nun anstehenden Überarbeitungsphase sollen die drei gleichrangigen Preisträger ihre Arbeiten bis Anfang 2011 überarbeiten, um der Jury und uns als Bauherrin im Januar 2011 zu zeigen, welches Gestaltungskonzept sich im Zusammenspiel mit der Sanierung von Bausubstanz und Gebäudetechnik am besten umsetzen und dauerhaft wirtschaftlich betrieben lässt."

Eine öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse ist nach Entscheidung der Jury ab der zweiten Januarhälfte geplant; Ort und Zeitpunkt werden separat bekanntgegeben. Der Baubeginn ist für 2012 vorgesehen. Die Modernisierung wird unter laufendem Betrieb erfolgen.

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