Ab Montag: Auch MVG soll bestreikt werden Kunden voraussichtlich ab Dienstag betroffen

(PresseBox) (München, ) Die Gewerkschaften haben heute einen Streikaufruf an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SWM Unternehmensbereichs Verkehr veröffentlicht. Hierin werden zeitlich befristete Streikmaßnahmen in der Zeit von Sonntag, 22. März (ab 22 Uhr), bis Samstag, 28. März (16 Uhr), für unterschiedliche Teile des Unternehmens angekündigt. Eine erste Analyse der geplanten Streikmaßnahmen ergibt für das Netz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und deren Kunden folgende Auswirkungen, zunächst bis einschließlich Dienstag, 24. März:

Ab Sonntag, 22. März (22 Uhr), bzw. Montag, 23. März (6 Uhr), sind die Beschäftigten von Fahrzeugwerkstätten in der Technischen Basis der U-Bahn sowie in der Tram-Hauptwerkstätte zum Streik aufgerufen. Die MVG erwartet als Folge für Montag, 23. März zwar den Ausfall einzelner U-Bahnzüge, jedoch keine Auswirkungen auf das MVG-Netz insgesamt. Unsere Kunden können sich daher für Montag auf einen weitgehend regulären Betrieb einstellen. Durch einzelne Fahrzeugausfälle kann es bei der U-Bahn allerdings im Berufsverkehr zu Verspätungen kommen.

Für Dienstag sind alle Beschäftigten des SWM Unternehmensbereichs Verkehr ab Betriebsbeginn bis 16 Uhr zum Streik aufgerufen. Die Leitstelle für Bus und Tram soll darüber hinaus bis Mittwoch, 25. März (3.30 Uhr), und eine der beiden Buswerkstätten bis Samstag, 28. März (16 Uhr), bestreikt werden. Sollten also am Dienstag, 24. März, bis 16 Uhr wie angekündigt alle Betriebsteile bestreikt werden, wird die MVG wieder das Busnotnetz mit 50 Linien unter Einsatz der ca. 200 Busse der privaten MVG-Kooperationspartner, wie schon an den beiden Warnstreiktagen im Februar einrichten. Nach 16 Uhr könnte der UBahnbetrieb wieder anlaufen, allerdings mit voraussichtlich weiter reduzierter Fahrzeugzahl aufgrund des Werkstattstreiks. Da die Leitstelle noch bis Mittwoch morgens bestreikt werden soll und dadurch grundsätzlich kein Tramverkehr möglich wäre, bliebe am Dienstag das Busnotnetz auch nach 16 Uhr, also ganztägig in Kraft. Inwieweit und wo am Dienstag nach 16 Uhr ein Einsatz zusätzlicher, ab 16 Uhr nicht mehr bestreikter Busse möglich sein könnte, wird noch geklärt.

Die weiteren bis Samstag, 28. März, angekündigten Streikmaßnahmen beträfen Fahrzeugwerkstätten. Kundeninformationen, mit welchen Auswirkungen auf das Leistungsangebot für die MVG-Kunden dies verbunden sein würde, erfolgen Anfang kommender Woche.

Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung: "Wir nehmen die Streikankündigung zur Kenntnis und arbeiten intensiv an Konzepten, um die jeweiligen Auswirkungen auf unsere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Weiterhin gilt aber: Dieser Streik nützt niemandem, auch nicht den Beschäftigten. Ich hoffe weiterhin, dass er durch neue Gespräche zwischen den Tarifparteien in den nächsten Tagen ganz oder weitgehend abgewendet werden kann. Und auch hier gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt!"

Fahrgastinformation

Die MVG wird im Streikfall ihre Kunden nicht nur über die Münchner Medien, sondern auch über Durchsagen, via Infoscreen in den U-Bahnhöfen, über Aushänge sowie vor allem auf der Internetseite der MVG unter www.mvg-mobil.de. informieren. Die elektronischen Anzeigen an den Haltestellen (DFI) und der Internet- Service "MVG live" stehen allerdings am Dienstag nicht zur Verfügung, weil keine geregelte Datenversorgung möglich ist. Es wird auch eine kostenlose Servicenummer für Auskünfte zu den Auswirkungen des Streiks auf das Fahrangebot der MVG eingerichtet. Sie ist ab Montag, 23. März, von 8 bis 20 Uhr erreichbar, und zwar unter folgender Nummer: +49 (800)0201080. Die MVG wird den Telefonservice mit der maximal möglichen Zahl von Mitarbeitern besetzen. Wegen des hohen Anrufaufkommens dürfte es dennoch zu längeren Wartezeiten kommen. Für Auskünfte stehen auch die Kundenberater in den drei MVG-Kundencentern (Marienplatz, Poccistraße, Sendlinger Tor) und die MVG-Infopoints zur Verfügung. In welchem Umfang Servicenummer und MVGKundenberater am Dienstag, 24. März, im Einsatz sein werden, ist noch nicht abschließend geklärt.

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